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Erwerb von Hehlerware


24.11.2005 10:36 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Am 19.09.2004 ersteigerte ich ein Küchenkleingerät zum Preis von 91,--. UVP ist 159,--. Elektrogroßmärkte verkaufen dieses Produkt oftmals zwischen 99,-- und 129,--. Daher kam es mir Realistisch vor und hab zu gleich ein paar Euro Schnäppchen gemacht. Was ja der Sinn einer Auktion ist. Angaben zum Produkt des Verkäufers: Neu OVP Restposten einer Ehemaligen Insolvenz daher keine Garantie u. Rechnung.

Am 29.09.2005 erhielt ich ein Schreiben einer Polizeiinspektion mit dem Vermerk, ich habe Hehlerware erworben und es wurde von Amts wegen ein Verfahren wegen Betruges zum Nachteil meiner Person eingeleitet. Ich könne kein Erwerb an dem Produkt erhalten. Ich solle als Zeuge gehört werden und hatte die Möglichkeit, einen Fragebogen auszufüllen. Es wurden Angaben wie: Für wen der Artikel ersteigert wurde, Mit wem der Kontakt stand, Lieferung, Bezahlung, und ob der Gegenstand noch in meinen Besitz wäre, verlangt.

Dies habe ich auch gemacht.

Nun kam ein weiteres Schreiben am 18.11.2005 von einer Küchenfirma die mir dieses Küchenkleingerät in Rechnung stellt in Höhe von 59,16. Merkte aber noch dazu bei, dass dieses ja eigetnlich laut UVB 159,- kosten würde. Diese soll ich bis 28.11.2005 überweisen.

Nun stellt sich die Frage. Ist diese Küchenfirma dazu berechtigt, Wie kommt sie auf diesen Preis, muss ich jetzt den Preis von 59,16 bei dem Hehler einklagen? Der Wert des Küchenkleingerätes ist ja auch mittlerweile gesunken. Bekomme ich dann eine Garantie wenn ich das bezahlen würde? Welche Schritte muss ich jetzt beachten.

Liebe Grüße

fc03790
24.11.2005 | 11:08

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund der mitgeteilten Tatsachen wiefolgt beantworten möchte:

1.Schreiben Sie an die Küchenfirma, dass Sie keine Veranlassung zur Zahlung sehen. Nach Ihrer Schilderung ist diese Küchenfirma weder der Verkäufer noch haben Sie sonst eine geschäftliche Beziehung zu dieser Küchenfirma. Sagen Sie also, dass Sie das Gerät bei xy erworben haben, gegen den nun ein Strafverfahren wegen Betrug zu Ihren Lasten eingeleitet wurde.

2.Wenn es aber so ist, dass die Küchenfirma der bestohlene Geschädigte ist, dann soll Ihnen anscheinend das Gerät zum Kauf angeboten werden. Sie müssen aber keinen Vertrag mit der Firma abschließen. Wenn Sie das Gerät behalten wollen, müssen Sie wohl nochmals zahlen, weil ja die ursprüngliche Zahlung an den Hehler. geleistet wurde.

3.Von dem Hehler müssen Sie dann widerum Ihr Geld zurück verlangen.

4.Sollte also die Küchenfirma der wahre Eigentümer des Küchengeräts sein und bietet diese Firma Ihnen das Gerät zum Kauf an, können Sie den Preis überweisen und sind dann Eigentümer des Geräts oder Sie geben das Gerät zurück, erhalten aber von der Küchenfirma nicht Ihr bereits gezahltes Geld zurück, sondern müssen das bei dem Hehler einklagen.

5.Ich würde Ihnen raten, zunächst den Sachverhalt aufzuklären, also bei der Firma anrufen und fragen, was das Schreiben zu bedeuten hat etc. Dann würde ich auch bei der Polizei nachfragen, ob die Küchenfirma der Geschädigte ist etc. Bevor der Sachverhalt nicht geklärt ist, würde ich Ihnen zu keiner Zahlung raten.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem Rechtsproblem weiter geholfen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2005 | 11:50

Die Küchenfirma ist die bestohlende Firma. Diese hat auch die Anzeige gegen meinen Verkäufer erhoben. Ist es denn lohnenswert die 92,-- bei dem Hehler einzuklagen? Die Küchenfirma wird sicherlich den Hehler auch um das Geld verklagt haben. Verdient die Küchenfirma dann nicht doppelt? Kann ich mit folgen meinerseits nochmals vom Staatsanwalt o.ä. erwarten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2005 | 11:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie die Erfolgsaussichten für Sie sind, das Geld wieder zurück zu bekommen, kann ich ohne weitere Informationen über die finanziellen Verhältnisse nicht sagen. Aber ein Versuch ist es doch wert. Je schneller Sie sich einen Zahlungstitel holen, umso mehr Chancen haben Sie bei der Eintreibung.

Die Küchenfirma kann nun Herausgabe von Ihnen verlangen, weil Sie noch nicht Eigentümerin des GEräts sind. Deshalb müssen Sie entweder die Maschine hergeben oder den Kaufpreis bezahlen. Ihnen passiert dann natürlich nichts, schließlich haben Sie dann einen ganz normalen Kauf abgeschlossen.

Mit freundlichen Grüssen

Nina Heussen
Rechtsanwältin

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