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Erwerb eines Grundstückes

29.07.2005 18:32 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte aus bestimmten Gründen, dass ein Bekannter ein Grundstück für mich erwirbt. Dieser Bekannte soll den Betrag für das Grundstück von mir erhalten, um ihn (den Betrag) dann dem Verkäufer oder dem Notar zu überweisen.

Frage: Ist es möglich, dass mein Bekannter das Grundstück erwirbt und nicht sich, sondern sofort mich (und meine Bank) durch den Notar im Grundbuch eintragen lässt? Mein Bekannter soll zu keinem Zeitpunkt im Grundbuch aufgeführt werden, da ich das Grundstück ja bezahle.

Mit freundlichem Gruß

Pappa
29.07.2005 | 19:25

Antwort

von


(141)
Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
Tel: 06181-6683 799
Web: http://www.glatzel-partner.com
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

grundsätzlich ist der Abschluss eines Kaufvertrages zwischen einen Stellverteter und dem Verkäufer möglich. Bei einem Grundstückskauf setzt dies allerdings voraus, dass die Stellvertretervollmacht notariell beurkundet ist und die Stellvertretung gegenüber dem Verkäufer offengelegt wird.

Dies ist deshalb erforderlich, da es sich bei einem Grundstückskauf nicht um ein Bargeschäft des täglichen Lebens handelt, weil in solchen Fällen der Verkäufer in der Regel nicht daran interessiert ist, mit wem er das Geschäft abschließt.

Nach Ihren Schilderungen gehe ich aber davon aus, dass Sie nicht beabsichtigen, gegenüber dem Verkäufer als Vertretener aufzutreten. Sie ziehen eher in Erwägung, Ihren Bekannten als mittelbaren Stellverteter bzw. sog. Strohmann einzusetzen. Eine solche Konstellation würde dann aber eine arglistige Täuschung der Verkäufers gem. § 123 Abs.2 BGB darstellen. Der Verkäufer könnte somit den Kaufvertrag mit Ihrem Bekannten als Zwischenerwerber anfechten (vgl.OLG Zweibrücken, Urteil vom 28.06.2001, Az.: 4 U 130/00 in NJW-RR 2002, 418).

Ferner bestimmt der Bundesgerichtshof, dass sich aus dem notariell beurkundeten Grundstückskaufvertrag der Vertretene und das Vertretungsverhältnis ergeben muss (BGH ZIP 1979, 1044).

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Marcus Alexander Glatzel
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Marcus Alexander Glatzel, Dipl.-Jur.

ANTWORT VON

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Nürnberger Strasse 24
63450 Hanau
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