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Erwerb einer älteren Eigentumswohnung


| 11.10.2007 13:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich beabsichtige eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus (18 Parteien) zu erwerben. Das Gebäude gehört(e) einer Wohnungsbaugesellschaft, die aus Mietwohnungen nach der Sanierung Zug um Zug Eigentumswohnungen gemacht hat. Die Wohnungen an sich sind von Grund auf renoviert und entsprechen dem heutigen Standard. Was mich noch zweifeln lässt ist das Baujahr (1964) und die sehr geringe Instandhaltungsrücklage von ca. € 20.000 für das gesamte Objekt.
Frage: Gibt es irgendwelche gesetzlichen Vorschriften über die Pflicht zur Sanierung eines Gebäudes im Bezug auf Energiesparmassnahmen?
Ich möchte verständlicherweise verhindern dass kurz nach dem Erwerb erhebliche Kosten auf Grund solcher oder ähnlicher Pflichtmaßnahmen auf mich zukommen.
Sehr geehrter Ratsuchender,


entscheidend ist die Energieeinsparverordnung, wonach verschiedene Maßnahmen auch vom Eigentümer gefordert werden können.

Neben der notwendigen Dämmung bei Verkauf oder Vermietung ist besonderes Augenmerk auf die eventuell notwendige Erneuerung der Heizungsanlage (wenn diese vor dem 01.10.1978 erstellt worden ist) zu richten ist.


Hier sollten Sie sich also auch mit dem Schornsteinfeger in Verbindung setzen, da dieser die Anlage und die notwendigen Maßnahmen kennen wird - die Rücklage wird dann vermutlich nicht ausreichend sein.

Auch sollten Sie unbedingt die Protokolle der Eigentümetrversammlungen einsehen, da ggfs. dort schon Sanierungs-/modernisierungsmaßnahmen beschlossen worden sind.


Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 11.10.2007 | 15:49

Danke für Ihre Antwort.
Ist die von Ihnen genannte Energieeinsparverordnung eine Kann- oder Muss-Bestimmung? Das die Eigentümer solche Massnahmen beschliessen können, ist mir bekannt. Die Frage ist, ob man per Gesetz dazu verpflichtet ist oder werden kann. Wenn die Gesamtrücklage nicht ausreicht, ist ja davon auszugehen dass die Eigentümer kostenintensive Massnahmen ohne Not nicht beschliessen werden.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.10.2007 | 15:58

Es ist, sofern nicht die Ausnahmetatbestände der Verordnung eingreifen, eine MUSS-Bestimmung, so dass Sie vermutlich mit Ihrem 1000stel Anteil an den Kosten einer neuen Heizanlage beteiligt werden.

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"Leider nicht ganz die Frage getroffen. Ich zielte in meiner Frage nicht auf eine eventuelle neue Heizungsanlage sondern vielmehr auf eine Sanierung des Gebäudes ab. "