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Erwachsenenadoption möglich?

| 18.06.2013 23:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.


Zusammenfassung: Möglichkeiten der Erwachsenenadoption.

Hallo,
eine gute Bekannte meiner Oma möchte mich gern schnellstmöglich adoptieren! Grund: Vorsorge und Absicherung eines kleinen Betriebs!
Sie ist jedoch in Gütergemeinschaft verheiratet und ihr Ehemann ist seit 8 Jahren an Alzheimer erkrankt und nicht mehr geschäftsfähig!
Die Vormundschaft des Ehemannes liegt beim Gericht!
Es wurde vor Jahren verpasst eine Vorsorgevollmacht oder ähnliches zu machen!

Meine Frage: Ist es möglich das sie mich alleine adoptiert oder wird die Zustimmung beider Eheleute oder des Vormundgericht benötigt?? Es sind keine Kinder oder nähere Verwandschaft vorhanden!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Voraussetzung für eine Adoption ist ein Antrag gem. § 1750 Abs. 1 BGB vor dem Vormund­schafts­gericht. Dieser Antrag muss notariell be­ur­kun­det sein. Dabei ist es von Vorteil, wenn dieser Antrag bereits die Ein­ver­ständ­nis­erklärung des zu Adoptierenden - also von Ihnen - enthält.
Außerdem muss nachgewiesen werden, dass ein sog. Eltern-Kind-Ver­hältnis besteht. Dieses liegt vor, wenn das Verhältnis mit dem der leiblichen Familie gleich­gestellt werden kann (es muss ein gewisser Altersabstand bestehen).


Nachdem der Antrag gestellt wurde, findet eine Anhörung vor dem Vormundschaftsgericht statt.


Wird ein Kind von einem Ehepaar aufgenommen, ist die Adoption in der Regel nur gemeinschaftlich möglich (§ 1741 Abs. 2 BGB). Wenn wie im vorliegenden Fall einer der Ehepartner nicht mehr geschäftsfähig ist, greift die Regelung des § 1749 Abs. 3. Danach kann ein Ehegatte/Lebenspartner ein Kind u. a. allein annehmen, wenn sein Ehegatte in der Geschäftsfähigkeit beschränkt oder geschäftsunfähig ist. In diesem Fall wird über die Ersetzung der erforderliche Einwilligung analog wie bei einer Ersetzung nach § 1748 in einem selbständigen Verfahren entschieden. Den entsprechenden Antrag hat der Adoptionsbewerber (Ihre Bekannte) zu stellen.

Im Ergebnis wäre daher grundsätzlich eine Adoption durch Ihre Bekannte allein, d.h. ohne Zustimmung des nicht geschäftsfähigen Ehepartners, auf dem oben geschilderten Weg möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt

Bewertung des Fragestellers 19.06.2013 | 00:44

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 19.06.2013 5/5,0
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