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Erwachsenenadoption aus Belarus nach Hochzeit

08.01.2011 09:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Grundsätzlich aus Belarus mit Freistellung des Heimatlandes möglich? Wenn nach Hochzeit die Person,volljähriger Sohn des Kindvaters, adoptiert werden soll! Welche Vorraussetzung muß dann gegeben sein um unbeschränkte Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erzielen

Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Sie machen zu knappen Angaben zum Sachverhalt. Bitte ergänzen Sie Ihre Sachverhaltsschilderung mittels der kostenlosen Nachfragefunktion bzw. senden Sie mir eine E-Mail, so dass ich die Ausführungen ggf. ergänzen kann.

Die Annahme als Kind unterliegt dem Recht des Staates, dem der Annehmende bei der Annahme angehört (Art. 22 EGBGB)

Die Annahme durch einen oder beide Ehegatten unterliegt jedoch dem Recht, das nach Artikel 14 Abs. 1 BGB für die allgemeinen Wirkungen der Ehe maßgebend ist.

Art. 14 EGBGB regelt widerum:

Die allgemeinen Wirkungen der Ehe unterliegen
1.dem Recht des Staates, dem beide Ehegatten angehören oder während der Ehe zuletzt angehörten, wenn einer von ihnen diesem Staat noch angehört, sonst
2.dem Recht des Staates, in dem beide Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder während der Ehe zuletzt hatten, wenn einer von ihnen dort noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, hilfsweise
3.dem Recht des Staates, mit dem die Ehegatten auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden sind.

Eine nach ausländischem Recht erfolgte Adoption wird jedoch dann nicht anerkannt, wenn sie nicht von dem für das deutsche Adoptionsrecht maßgebenden Grundsatz des Kindeswohls getragen war (OVG, InfAuslR 2004,440).

Die Abschiebung eines erst als Volljähriger adoptierten Ausländers, der mit seinen Adoptiveltern in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann aber wegen Art. 6 Abs. 2 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK rechtlich unmöglich sein, wenn es sich um die Fortführung einer familiären Lebensgemeinschaft handelt, die der Angenommene schon als Minderjähriger mit seinen späteren Adoptiveltern begründet hat (VGH BW, NVwZ-Beil. 2003 (284)).

Ist der Angenommene volljährig kommt ein Nachzug zu den in Deutschland lebenden Eltern nicht in Betracht (§ 27 Abs. AufentG). Erteilungsgrund kann aber § 36 AufentG sein, der aber einer "außergewöhnlicher Härte" voraussetzt.

Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Mit freundlichen Grüßen.

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