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Erträge zwischen Todestag und Auszahlung des Erbes

| 18.03.2008 07:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Sehr geehrte Damen und Herren, hier die Situation:

Erblasser hinterlässt handschriftliches Testament,
1 Haupterbe plus 3 Vermächtnisnehmer,
Keiner ist verwandt mit dem Erblasser,
Haupterbe soll 40%, Vermächtnisnehmer sollen je 20% vom Vermögen erhalten,
Vermögen besteht aus Giro- + Festgeldkonten und einem Aktiendepot.
Frage:
Zu wessen Nutzen/Lasten gehen die Zinsgewinne und Depotgewinne/Verluste zwischen Todestag und Erteilung des Erbscheines?
Zu wessen Nutzen/Lasten gehen die Zinsgewinne und Depotgewinne/Verluste zwischen Erteilung des Erbscheines und der Auszahlung des Erbes (nach Erbschaftssteuerbescheid)?
Ist der Haupterbe verpflichtet, den Vermächtnisnehmern den Inhalt des Aktiendepots zum Zeitpunkt des Todes zu nennen, um den Kursverlauf der einzelnen Werte verfolgen zu können?
Ist der Haupterbe verpflichtet das Aktiendepot nach Erteilung des Erbscheines aufzulösen, um eventuelle Kursverluste zu vermeiden?
Vielen Dank für Ihre Arbeit im Voraus!

MfG

Eingrenzung vom Fragesteller
18.03.2008 | 10:44

Sehr geehrter Fragesteller,

hier kommt es zunächst auf die Formulierung im Testament an. Wurde es so formuliert, dass die Vermächtnisnehmer einen Betrag erhalten, der jeweils 20 Prozent des Vermögens entspricht. Dann ist nur der Wert bei Todeseintritt entscheidend und Wertänderungen nach dem Eintritt des Erbfalls gehen zu Lasten/Gunsten des Erben. Der Erbe braucht jedoch bei extremen Verlusten nicht mehr bezahlen, als das Erbe bei Erteilung des Erbscheins wert ist, wenn er sich unverzüglich um die Erteilung des Erbscheins bemüht hat. Eine Auflösung des Aktiendepots ist nicht erforderlich. Wenn nur ein Betrag x geschuldet ist, der sich aus 20 % des Wertes bei Eintritt des Erbfalls berechnet.

Ist das Testament so formuliert, dass jedem Vermächtnisnehmer 20 % der Aktien, 20 % des Festgeldes und 20 % des Geldes auf dem Girokonto vermacht wurden, dann werden auch die Gewinne, Verluste und Zinsen nach dem Verhältnis 40 zu 20 zu 20 zu 20 aufgeteilt. Der Erbe muß dann jedem Vermächtnisnehmer 20 % von jeder Aktienart auf dessen Depot übertragen und für den Verkauf ist jeder selber zuständig. Der Erbe haftet jedoch für Verluste, die dadurch entstehen, dass er die Erfüllung des Vermächtnisses (Übertragung der Aktien) schuldhaft verzögert und die Vermächtnisnehmer deshalb nicht rechtzeitig verkaufen können.
Im Zweifelsfall ist das Testament so auszulegen, wie es dem Willen des Toten entspricht.

Darüber was beim Erbfall vorhanden ist, muß der Erbe Auskunft erteilen, damit die Vermächtnisnehmer überprüfen können, ob ihr Vermächtnis richtig erfüllt wurde.

Der Erbschaftssteuerbescheid wird normalerweise nach der Auseinandersetzung erteilt. Jeder versteuert dass was er bekommen hat und bekommt dafür seinen eigenen Steuerbescheid.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben. Wenn noch etwas unklar ist, können Sie gerne die kostenlose Nachfrage nutzen.

Rückfrage vom Fragesteller 19.03.2008 | 08:26

Sehr geehrter Herr Müller, meine Frage ist zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. Vielen Dank!
Bezugnehmend auf die Einlassungen Ihrer Kollegen:
Diese Angelegenheit hat für mich keine wirtschaftliche Bedeutung. Wenn es so wäre, würde ich in eine Kanzlei gehen, um nicht für 100,-Euro, oder besser noch mehr, hier eine relativ unverbindliche Auskunft zu erhalten.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.03.2008 | 18:36

Das hatte ich mir auch gedacht. Ich vermute, dass der Erbfall noch nicht eingetreten ist und Sie der Erblasser sind, der darüber nachdenkt, wie er sein Testament formulieren soll.

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