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Erstreit bedroht Haushälfte

27.08.2019 19:19 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Ich bin Besitzer eines alten Fachwerkhauses, das vertikal vom Giebel bis zum Boden geteilt. Durch einen Erbstreit, der noch bis zu 10 Jahren dauern kann, droht die andere Haushälfte so zu verfallen, das mein Haushälfte "umfallen" könnte. Es gibt also aktuell keine Eigentümer, weil der über das Amtsgericht bestimmt werden muss, was noch Jahre dauern kann. Habe ich eine Möglichkeit zu verhindern, dass die andere Hälfte vollständig zusammen fällt und mein Haus entsprechend gefährdet?

27.08.2019 | 21:12

Antwort

von


(1779)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie können zweierlei tun, sich einmal an die Erbengemeinschaft wenden und zum anderen an das Nachlassgericht, am besten parallel, im Einzelnen:

Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Nachlasses steht den Miterben gemeinschaftlich zu.
Jeder Miterbe ist aber berechtigt, die zur Erhaltung des Gegenstands notwendigen Maßregeln ohne Zustimmung der anderen Teilhaber zu treffen; er kann verlangen, dass diese ihre Einwilligung zu einer solchen Maßregel im Voraus erteilen.

Selbst wenn es noch keine Erbengemeinschaft geben sollte, weil nicht klar ist, wer überhaupt Erbe geworden ist und auch im Falle der Erbengemeinschaft, ist das Nachlassgericht vor folgendem Hintergrund anzuschreiben:
Bis zur Annahme der Erbschaft hat das Nachlassgericht für die Sicherung des Nachlasses zu sorgen, soweit ein Bedürfnis besteht. Das Gleiche gilt, wenn der Erbe unbekannt oder wenn ungewiss ist, ob er die Erbschaft angenommen hat.
Das gilt aber auch zu Ihren Gunsten.

Das Nachlassgericht hat nämlich in solchen Fällen einen Nachlasspfleger zu bestellen, wenn die Bestellung zum Zwecke der (außer-)gerichtlichen Geltendmachung eines Anspruchs, der sich gegen den Nachlass richtet, von dem Berechtigten beantragt wird.

Sie können nämlich einen Unterlassungs- und Beseitigungsanspruch gegenüber dem Nachlass geltend machen, der darauf gerichtet ist, dass Ihrer Immobilien durch das Unterlassen nichts geschieht, also Ihr Eigentum geschützt wird.
Die Bestellung eines Nachlasspflegers auf Antrag eines Gläubigers setzt nämlich nicht voraus, dass der Anspruch sogleich gerichtlich geltend gemacht werden soll. Es genügt, dass der Gläubiger, also Sie, den Anspruch zunächst außergerichtlich verfolgen möchten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

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