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Erstinspektion am Rad inkl. Pedalwechsel und schwerer Unfall

19.06.2018 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von


17:20

Hallo,



ich habe mir ein Fahrrad gekauft und mit diesem Rad habe ich ca. 600km zurück gelegt ohne Probleme!

Ich habe es zu einer Fachwerkstatt geschafft und dort eine Erstinspektion machen lassen, sowie das Pedalsystem gewechselt auf Klickpedalen, damit ich mich mit den Schuhen einklinken kann.

Das Rad habe ich abgeholt nach der Durchsicht und Wechsel der Pedalen und hatte 65km später einen schweren Verkehrsunfall mit 3 Tage Krankenhaus Aufenthalt, sowie jetzt 14 Tage krank.

Mir hat es auf der linken Seite die Pedale heraus gerissen, ich hab die Kontrolle verloren und bei 50km/h einen Überschlag gemacht und Frontaleinschlag in die Straße, zum Glück mit Helm der mit das Leben gerettet hat.

Die Werkstatt sagt nur, wir haben die Pedale angebaut aber wir haften nicht dafür! Geh doch bitte zum Hersteller, weil wir gesehen haben, angeblich Materialfehler an der Kurbel!

Ich mag gern mein Rad ersetzt haben, den Helm und eventuell Schmerzensgeld!

Wer ist nun haftbar zu machen?
Ich gehe stark
Davon aus, die Werkstatt hat einen Fehler beim Anbau gemacht und nun versucht man den Schaden so gering wie möglich zu halten.
Gibt es einen Gesetzestext, womit ich die Werkstatt in Regress nehmen kann. Denn die haben die Pedale angebaut und sind für mich der Ansprechpartner.

Notfalls brauche ich auch rechtliche Vertretung vor Gericht!

Danke.

19.06.2018 | 22:22

Antwort

von


(118)
Bahnhofstr.6
32469 Petershagen
Tel: 05702 8517612
Tel: 01626947700
E-Mail:

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Es kommen mehrere Anspruchsgrundlagen in Betracht und zwar gegenüber der Werkstatt und gegenüber dem Hersteller. Diese Ansprüche bestehen nebeneinander.

Sie können zunächst die Werkstatt gemäß §§ 634 Nr. 4 , 280 BGB (Schadensersatz wegen Mangelfolgeschäden) in Anspruch nehmen.

Sie können aber auch einen Schadensersatzanspruch gemäß § 823 BGB geltend machen. Der Unterschied zwischen den beiden Anspruchsgrundlagen liegt in der unterschiedlichen Beweislast. Bei § 823 BGB tragen sie die volle Beweislast.


Sie können auch den Hersteller gemäß § 823 BGB in Anspruch nehmen, da ihr Integritätsinteresse verletzt wurde. Hier kommt unter Umständen eine Beweislastumkehr zu ihren Gunsten in Betracht.


Sie können aber auch einen Anspruch aus § 1 Produkthaftungsgesetz geltend machen. Dieser Anspruch ist auf Grund der Beweislastverteilung der Günstigste.

Sie können demnach gegenüber beiden Anspruchsgrundlagen geltend machen. In einem Prozess könnten sie auch eine Streitverkündung in Betracht ziehen, so dass sie beide Gegner auf einmal verklagen.

Sie sollten also Druck auf die Werkstatt ausüben, da eine Haftung durchaus in Betracht kommt. Den Hersteller können sie ebenfalls kontaktieren, um im Zweifel so an die ihnen zustehende Summe zu kommen. Sie sind also in einer starken Position.
Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich






Rückfrage vom Fragesteller 02.07.2018 | 10:59

Hallo Herr Hellmich, ich habe heut Post bekommen von der Versicherung des Fahrradhändlers.

Diese entschuldigt sich für den Unfall und sagt aber klipp und klar, sie kommen nur für den Helm auf und wollen auch keinen Schadenersatz leisten oder Schmerzensgeld durch Krankheit!

Jetzt noch einmal meine Nachfrage:"
Wenn der Händler an meinem Bike was anbaut, ist er haftbar zu machen, wenn 60km später ein Schaden dadurch verursacht wird, dass das von Ihm angebaute Teil, Pedale, herausgerissen wird und es dadurch zum Unfall kommt.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass durch den Unfall an dem Rad weitere nicht sichtbare Schäden, Haarrisse oder weiteres vorhanden ist und es in Folge der weiteren Benutzung einen Folgeschaden gibt!

Was würde es kosten, mich in dieser Sache zu vertreten?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.07.2018 | 17:20

Die Kosten hängen von dem jeweiligen Streitwert ab.

Der Streitwert bemisst sich nach dem Schaden den sie erlitten haben (Verletzungen, Krankheit, Pedale, Helm...).
Dieser Schaden wäre genau vorzutragen. Es wären auch die Krankenhausunterlagen etc. einzureichen. Ich habe hier einen Link in dem sie die einzelnen Szenarien der Kosten selbst durchspielen können, da sie mir keine konkreten Zahlen nennen konnten und ich die jeweilige Krankengeschichte nicht kenne.

https://anwaltverein.de/de/service/prozesskostenrechner


Wenn sie rechtsschutzversichert sind, wird die Versicherung höchst wahrscheinlich für die Kosten einstehen.


Ansonsten trägt bei einem Rechtsstreit die Partei die verliert alle Kosten gemäß § 91 ZPO .


Im Falle eines Vergleichs werden die Kosten gequotelt.

Wenn sie nicht über ein ausreichendes Einkommen oder Vermögen verfügen, kommt auch ein Rechtsberatungsschein und/oder Prozesskostenhilfe in Betracht.

Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben und bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Hellmich

ANTWORT VON

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