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Erster Wohnsitz Schweiz,zweiter Wohnsitz Deutschland - Fällt bei mir dann noch Quellensteuer an?

07.01.2010 09:13 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag

ich wohne momentan in Deutschland und arbeite in der Schweiz.
Ich habe vor zu meinem Lebenspartner in die Schweiz zu ziehen, möchte jedoch vorerst noch meine Wohnung in Deutschland behalten, da ich dort dann auch noch ein-bis zweimal die Woche wäre.
Ich bin Doppelbürger,Vater Schweizer und habe nun auch den schweizer Ausweis angefordert.

Meine Fragen nun, wenn ich dies so durchführe, wo werde ich dann steuerpflichtig? Mein Hauptwohnsitz wäre dann ja die Schweiz, wäre ich dort dann auch steuerpflichtig? Fällt bei mir dann noch Quellensteuer an?
Wie muss ich vorgehen bei den deutschen Behörden? Normal abmelden und die bestehende Wohnung dann als Zweitwohung angeben?

Wäre nett wenn mir jemand diese Fragen beantworten könnte.

Besten Dank!

-- Einsatz geändert am 07.01.2010 09:33:32

Sehr geehrte Fragestellerin,

nachdem Sie den Einsatz angemessen erhöht haben, möchte ich Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:


1. In D sind Sie unbeschränkt steuerpflichtig, wenn Sie entweder Ihren gewöhnlichen Aufenthalt oder einen Wohnsitz in D haben. Hier kommt insbesondere der Wohnsitz in Betracht, dieser liegt bereits vor, wenn Ihnen eine Wohnung zur ausschließlichen Nutzung zur Verfügung steht, dass Sie diesen Wohnsitz nur an wenigen Tagen im Jahr aufsuchen verändert nichts daran, dass Sie unbeschränkt, das heisst mit dem Welteinkommen in D steuerpflichtig sind.


2. Die unbeschränkte Steuerpflicht in D, sowie die durch den Wohnsitz in CH begründete schweizer Steuerpflicht führt zur Anwendung des Doppelbesteuerungsabkommens D-CH. Ich gehe davon aus, dass Sie lediglich Einkünfte aus unselbständiger Arbeit in der Schweiz haben. Die Besteuerung dieser Einkünfte steht nach Art. 15 DBA dem Ansässigkeitsstaat zu. Die Ansässigkeit bestimmt sich ebenfalls nach dem DBA, nach Art. 4 des DBA wären Sie in der Schweiz als ansässig zu behandeln, da Sie dort Ihren Mittelpunkt der Lebensinteressen haben ( Lebenspartner, überwiegender Aufenthalt, Arbeitsstelle). Ihre Einkünfte wären damit vollständig in der Schweiz der Steuer unterworfen.
Sie sollten aber sicherstellen, dass die Ausnahmen von dieser grundsätzlichen Regel nicht eintreten, bzw. die Voraussetzungen dieser Grundregel von Ihnen nachgewiesen werden können.


So wäre beispielsweise zu prüfen, ob Sie als Grenzgänger zu behandeln wären. Dies wären Sie wenn Sie nicht an mehr als 60 Tagen nach der Arbeit in der Schweiz verbleiben. Die Führung eines Kalenders, bzw. das Bezeugen dieser Angaben durch den Lebenspartner oder geeignete Unterlagen, Belege über Kaufaktivitäten in der Schweiz, können sicherstellen, dass die Finanzbehörden nicht auf die Idee kommen, Sie als Grenzgänger zu behandeln.


Des Weiteren sollten Sie diese Belege aufbewahren um sicherzustellen, dass der Mittelpunkt Ihrer Lebensinteressen in der Schweiz liegt, damit oben benannte Grundregel greift.

Ihr Einkommen wird in der Schweiz regulär mit der Quellensteuer belastet.


Sofern Sie den Wohnsitz in D behalten können Sie diesen nur als Erstwohnsitz eintragen lassen. Sie hätten dann melderechtlich zwei Erstwohnsitze, einen in CH einen in D.


Abschließend möchte ich Ihnen noch mitteilen, dass die optimale steuerliche Gestaltung, bzw. die Abfederung anderer steuerrechtlicher Folgen für den Fall, dass Sie noch andere Einkünfte haben nur bei Kenntnis aller Einkünfte geprüft werden kann. Dies ist im Rahmen einer Erstberatung jedoch nicht zu leisten, weshalb Sie sich für diesen Fall direkt an einen Kollegen wenden sollten.

Gerne stehe auch ich Ihnen hierfür zur Verfügung.

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