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Ersteigertes Produkt bei eBay wird nicht geliefert

| 01.09.2009 16:50 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Ich habe bei eBay ein neues Notebook sehr günstig ersteigert, das im Laden mehr als doppet so teuer ist. Der eBay-Verkäufer ist Privatverkäufer. Nun kommt das Notebook nicht. Der Verkäufer gibt an, das Notebook schon weggeschickt zu haben, wenn es in den nächsten Tagen nicht käme, dann würde ich mein Geld zurück bekommen. Es wird aber sehr unwahrscheinlich sein, dass ich dieses Notebook wieder so günstig bekomme.

Darüber hinaus habe ich herausgefunden, dass derjenige, auf dessen Konto ich das Geld überwiesen hatte, ein gewerblicher Händler ist und sogar einen EBay-Shop hatte und oft Waren verkauft hat, die er gar nicht liefern konnte. Das Geld hatte er aber immer zurück gezahlt.

Ich vermute, dass der Händler nicht zufrieden ist mit dem erzielten Erlös ist und das Notebook lieber wo anders teurer verkaufen möchte.

Frage: Soll ich mal abwarten, bis der Verkäufer mir das Geld zurück überweist und dann Schadenersatz fordern, oder soll ich jetzt schon auf Lieferung eines neuen Notebooks bestehen (was ich eigentlich möchte).

Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern Sie die Ware haben möchten, sollten Sie auf Erfüllung drängen und auch eine Frist für die ordnungsgemäße Lieferung von 14 Tagen setzen.

Diese Möglichkeit haben Sie und könnten die Erfüllung (Lieferung des notbook zu dem bereits gezahlten Preis) notfalls auch gerichtlich durchsetzen.


Allerdings gibt es folgendes zu beachten:

Ist der Verkäufer Privatperson, geschickt die Versendung der Ware auf Ihr Risiko und der Verkäufer wäre von seiner Leistung frei, wenn er nachweisen kann, dass er die Ware abgeschickt hat.

Ist der Verkäufer ein Händler, wird er erst von seiner Verpflichtung frei, wenn die Ware auch ordnungsgemäß bei Ihnen angekommen ist.

Sie führen zwar aus, dass der Verkäufer eine Privatperson sein soll. Das gilt es aber unbedingt im einzelnen noch zu prüfen. Denn die Gesamtumstände, die Sie schildern, lassen vielmehr den Schluss zu, dass der Händler hier verdeckt aufgetreten ist, um sein Haftungsrisiko zu begrenzen. Das wäre natürlich nicht zulässig.

Dieses gilt es anhand der Verkäufe und auch der Bewertungen noch zu prüfen, so dass Sie hier sehr gute Chancen haben, eine Händlerhaftung durchzusetzen. Dann müsste geliefert werden.



Mit freundlichen Grüßen.

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 01.09.2009 | 18:08

ergänzende Infos: Das Notebook kostet im Handel zwischen 3200 und 3800 Euro. Im Auktionstext steht, dass der Verkäufer das Notebook als Paket verschickt. Per Mail teilte der Verkäufer mir mit, dass der Verbleib des Notebooks nicht mehr festgestellt werden kann, weil er es als Päckchen verschickt hat. DAS klingt für mich sehr unglaubwürdig und die Tatsache, dass der Inhaber des Kontos eine andere Person ist, die zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bereits einschlägig bekannter Onlinehändler ist, veranlasst mich zu glauben, dass der Artikel nie abgeschickt wurde.

Diese Frist soll ich die per Einschreiben setzen, oder kann man so was per EMail machen? Ich lese jedenfalls aus Ihrer Antwort heraus, dass ich gleich auf Erfüllung bestehen muss und das nicht nach Rückerstattung des Betrages tun kann, denn das wäre natürlich zunächst sicherer, weil ich dann zunächst mein Geld wieder bekomme. Ich habe das Notebook für 1530€ gekauft.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.09.2009 | 19:29

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn es als versichertes Paket verschickt werden sollte und auch von Ihnen so bezahlt worden ist, wäre dann der nichtfestzustellende Verbleib das Problem des Verkäufers. Er kann nicht einfach von der vereinbarten Versandart abweichen.

Die Frist sollte per Einschreiben/Rückschein gesetzt werden. Dabei bin ich von Ihrem Wunsch, das Gerät zu bekommen, ausgegangen.

Fordern Sie das Geld zurück und machen Schadensersatz - nach Fristablauf! - geltend, können Sie keine Lieferung mehr verlangen. Die Fristsetzung wäre aber auch hierbei Voraussetzung.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Bewertung des Fragestellers 01.09.2009 | 19:46

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Stellungnahme vom Anwalt:
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