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Erstattungen für Eigenleistung bei Kauf einer Eigentumswohung


| 09.03.2007 10:46 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Wir haben vergangenen November eine neue Eigentumswohnung in Hamburg gekauft, die Anlage befand sich seinerzeits noch im Bau, die Übergabe an uns wird vermutlich gegen Ende März sein.

Die Wohnungen sollten gem. Vertrag komplett mit Bodenbelag & Sanitäreinrichtungen übergeben werden. Da wir aber selber einziehen werden hatten wir sehr viele Extrawünsche. Aus diesem Grund haben wir uns letztlich dazu entschlossen diese Arbeiten selbst zu vergeben und aus dem Wohnungspaket herauszunehmen.

Wir haben daher die BAufirma seit 2 Monaten darum gebeten uns eine Aufstellung darüber zu geben, welche Erstattungsbeträge wir erwarten können. Gestern haben wir die Daten nun endlich erhalten und haben uns sehr gewundert aufgrund der geringen Höhe (angegebene Werte enthalten Material, Arbeitsleistung und MwSt.):
Teppich 13,95 EUR
je WC: 80,50 EUR
Waschtisch inkl. Armatur: 110,90
Dusche inkl. Armaturen: 232,52
Badewanne inkl. Armaturen: 326,05

Folgende Fragen habe ich diesbezüglich:
1. Da uns die angegebenen Werte sehr niedrig erscheinen besteht zwecks Überprüfung die Möglichkeit eine Offenlegeung der Kostenbestandteile (Einzel-Bestandteile Material, Arbeitsleistung) zu fordern?
2. Wenn erwägen o.g. Erstattungs-Angebot nicht anzunehmen. Ist unser Vertragspartner bzw. dessen Baufirma dazu verpflichtet (bei gleichem Installations-/Verlegeaufwand) von uns beigestellte eigene Sanitäreinrichtungen und Fliesen durch deren Subunternehmer einbauen zu lassen?
3. Bezug nehmend auf Punkt 2 würde eine evtl. Verpflichtung auch nach dem Übergabetermin gelten?
4. Ist es ratsam evtl. einen Gutachter zu kontaktieren um die Werte zu prüfen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchernde(r),

Ich bedanke mich für Ihre Anfrage.

Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen hängen vor allem von den zwischen Ihnen und der Baufirma geschlossenen Verträgen ab.

Soweit Sie zulässig eine Vereinbarung geschlossen haben, Gewerke durch Eigenleistungen selbst zu erbringen, bzw. Aufträge an Drittfirmen selbst zu vergeben, bzw. Ihr urspünglicher Vertrag dies bereits vorsah, wird man von einer Auskunftpflicht des Bauherren hinsichtlich dessen Ersparnisse durch Ihre Eigenleistungen ausgehen können.

Maßgeblich für Ansprüche dieser Art sind aber auch hier die konkreten Vertragsvereinbarungen (eventuelle Regelungen zu Kosten, Pauschalvergütungen und Erstattungspflichten anhand Vertrag oder AGB), -bzw. Umstände, die eine Nebenpflicht begründen und damit eine Offenlegung rechtfertigen können. Zumindest jedoch entsprechend Gewohnheitsrecht/Treu und Glauben, wird man sagen können, dass Sie gegenüber Ihrem Vertragspartner über die Bemessungsgrundlage der Ansprüche Auskunft erhalten dürfen.

Hinsichtlich der von Ihnen beschriebenen Höhe der Ersparnisse kann ich selbstverständlich keine Einschätzung geben. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass es für die Baufirma wahrscheinlich günstiger ist, die Gewerke selbst zu machen, da es üblich ist, Bauprojekte ebenfalls mit Pauschalangeboten durchzuführen. Eine tatsächliche Einschätzung der Ersparnisse wird nur schwer und wahrscheinlich auch nur durch einen Sachverständigen exakt zu überprüfen sein. Hier sind gerichtlich, wie außergerichtlich die in der Regel hohen Kosten und deren Wirtschaftlichkeit, sowie die Frage, wer letztlich darüber Beweis zu führen hat, zu überdenken.

Wie Sie schreiben, haben Sie verschiedene Gewerke aus dem Paket "herausgenommen". Und damit,dies vorausgesetzt, Ihren Vertrag modifiziert und in den zu erbringenden Leistungen reduziert. Sollten die Vertragsbedingungen nichts anderes vorsehen oder Sie anderweitige Vereinbarungen gemacht haben, hätte Ihr Vertragspartner jetzt keine Verpflichtung, diese Leistungen zu erbringen. Natürlich können Sie dies aber wieder erneut mit ihm vereinbaren.

Hinsichtlich der Übergabe, bzw. der Abnahme sollten Sie diese erst nach Klärung Ihrer Streitigkeiten vornehmen, bzw. die Wohnung nur vorbehaltlich abnehmen, um nicht Gefahr zu laufen, Ansprüche zu verlieren, bzw. deren Durchsetzung zu erschweren.

Da der Sachverhalt, insbesondere in Bauangelegenheiten sehr komplex ist und diese Beratung jedoch nur ohne Einsichtnahme Ihrer Verträge stattfinden kann, empfehle ich Ihnen dringend, einen Kollegen von Ort aufzusuchen, der anhand Ihrer Unterlagen eine genaue und umfassende Einschätzung geben kann. Dies empfehle ich Ihnen insbesondere vor Abnahme des Bauobjektes!


Ich hoffe aber, dass ich Ihnen im Rahmen dieser Beratung eine erste Orientierung in der Angelegenheit geben konnte und stehe Ihnen selbstvertsändlich noch im Rahmen der Nachfragefunktion zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Hübsch, Rechtsanwältin
mailto@rechtsanwaeltin-huebsch.de

Ich bitte noch folgendes zu beachten:
Die Beratung ist beschränkt durch die von Ihnen gegebenen Informationen. Es kann entsprechend den vorliegenden Bedingungen nur ein erster Überblick geboten werden, der eine abschließende, umfassende und verbindliche Anwaltsberatung nicht ersetzen kann. Der Umfang der Antwort steht weiterhin in Abhängigkeit zu Ihrem eingesetzten Honorar.
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