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Erstattung/Schadenersatz Übernachtungskosten (Hotel)

| 24.02.2008 22:03 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund meines geringen Einsatzes versuche ich mich kurz und präzise zu fassen:

Ich habe vor einigen Tagen in einem Hotel in Deutschland übernachtet. Der Preis war mit 64 EUR (keine Sterne) relativ hoch für diese Gegend. Es traten einige Dinge auf, die m.E. nicht sein dürfen: Staub in allen Ecken, mangelnde Beleuchtung, schlecht isolierte Fenster (und im Hinterhof Generatoren die die gesamte Nacht durchliefen), pausenlos fliessende Toilettenspülung, u.s.w.

Kurzum: es war mir gänzlich trotz gutem Willen unmöglich auch nur eine Sekunde in dieser Nacht zu schlafen.

Das angebotene Frühstück fiel mager aus, es gab eine sehr aussergewöhnlich kleine Auswahl an Speisen die teilweise (z.B. der Joghurt) schon verdorben waren.

Diese Auflistung bisher war nur auszugsweise!

Die Bitte, dass Glühbirnen eingesetzt werden und die laufende Spühlung abgestellt wird äußerste ich um 18:40 Uhr, die Rezeption war bis 22 Uhr besetzt. Den angezeigten Mängeln wurde NICHT abgeholfen.

Unhöfliches Personal kommt hinzu, wobei dies natürlich bei der rechtlichen Würdigung bedeutungslos bleibt - dies ist mir bewusst.

Am Abreisemorgen wurde mir eine Gutschrift über 14 EUR zugesagt. ich lehnte ab und wollte mehr, aber es war lediglich der Auszubildende anzutreffen, mit dem man natürlich nicht groß reden konnte.

Nun zu meiner Frage:
Welche §§ kommen zur Anwendung wenn es um die Frage der Rückerstattung des Preises (zumindest eines Teilbetrages) geht (§§ 651a-l BGB?) und: sind ggf. Schadensersatzforderungen möglich (wegen des Schlafmangels)?

Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
...

Sehr geehrter Fragesteller,

vorab möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems zu erhalten, aber eine umfassende und persönliche Beratung nicht ersetzen kann.

Durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Die von Ihnen angesprochene Vorschrift des § 651a BGB kommt zunächst vorliegend nicht zur Anwendung mangels Vorliegens eines Reisevertrages, da es sich nach Ihrer Schilderung lediglich um eine einzelne Übernachtung in einem Hotel gehandelt hat.

Zur Anwendung kommen vielmehr anderweitige Gewährleistungs- bzw. Schadensersatzvorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Was zunächst den Schlafmangel angeht, so wäre ein solcher grundsätzlich als so genannter immaterieller Schaden geltend zu machen. Ein etwaiger Ersatzanspruch wäre in Geld zu entschädigen.
Darzulegen und ggf. zu beweisen wäre Ihrerseits aber ein entsprechender Schaden, der von dem Anspruchsgegner verschuldet worden wäre. Zudem müsste der Schaden kausal durch das Fehlverhalten des Anspruchsgegners verursacht worden sein. Bei einem solchen immateriellen Schaden muss dabei grundsätzlich auch eine gewisse Erheblichkeit gegeben sein. Bei einer schlaflosen Nacht aufgrund der von Ihnen dargestellten Mängel ist die Annahme des Vorliegens dieser Voraussetzungen eher als zweifelhaft einzuschätzen. Zudem dürfte sich im Zweifel auch die Darlegung der Kausalität als schwierig erweisen.

Was die übrigen von Ihnen geschilderten Mängel bzw. Umstände angeht, so besteht hier grundsätzlich ein Anspruch auf Schadensersatz wegen Pflichtverletzung -hier Schlechterfüllung- des Vertrages, soweit der Vertragsgegner die aufgetretenen Mängel zu vertreten hat. Ein Anspruch wäre nur ausgeschlossen, soweit der Gegner die Mängel nicht zu vertreten hätte.
Hier ist also grundsätzlich eine Entlastung durch den Gegner möglich.

Weiter kommt grundsätzlich in Betracht ein Minderungsanspruch. Auch hier gilt: das Vorliegen von Mängeln, die zu einer Minderung berechtigen, sind vom Anspruchsteller darzulegen. Weiter müsste eine gewisse Erheblichkeit der Mängel gegeben sein.

Hierüber sowie über die mögliche Höhe eines Anspruchs kann von hier aus mangels genauer Kenntnis der Sachlage keine nähere Aussage getroffen werden.

Ich hoffe, Ihnen eine erste hilfreiche Einschätzung Ihres Rechtsproblems vermittelt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Monika C. Mack
- Rechtsanwältin -

Nachfrage vom Fragesteller 24.02.2008 | 23:22

Grüße Sie,

vielen Dank für die - auch wenn eher allgemein gehaltene - Antwort. Selbstverständlich erwarte ich keine Einschätzung über die Höhe des Schadenersatzes noch über die Aussichts-Chancen hierauf.

Können Sie bitte (wie urps. gebeten) die rechtl. Grundlagen anführen? Die §§ ohne weitere ausführliche Erläuterungen würden mir schon sehr weiterhelfen.

§§ 280, 281 BGB zwecks Pflichtverletzung z.B. ?

Vorab herzlichen Dank hierfür.

Mit freundlichen Grüßen
...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2008 | 07:51

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworte.

Bei dem von Ihnen mit dem Hotelbetreiber abgeschlossenen Beherbergungsvertrag handelt es sich zunächst um einen Vertrag eigenen Typs mit Elementen des Miet-, Dienst-, Werk- und Kaufvertrages über die entgeltliche Überlassung eines Zimmers.

Mögliche Anspruchsgrundlagen zur Geltendmachung Ihrer Ansprüche wären folglich ohne Weiteres die §§ 536, 536a BGB.

Auch § 280 BGB als allgemeine, zum Schadensersatz verpflichtende Haftungsanordnung kann daneben zur Anwendung kommen; die Anwendung des § 536a BGB würde diese Norm jedoch verdrängen.

Ich hoffe, Ihnen damit Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Monika C. Mack
- Rechtsanwältin -

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