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Erstattung von Vorkosten verjährt?

| 07.08.2013 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Im Jahr 2011 wurde ich informiert, dass meine Mutter ihr im Jahr 2002 errichtete Testament im Jahr 2009 abgeändert hatte. Demnach wurde die vormals zugesprochene Liegenschaft mir entschädigungslos entzogen. Im Jahr 2012 ist der Erbfall eingetreten.

Gegenüber der Testamentsvollstreckerin habe ich nunmehr meine Vorkosten beziffert, die ich zum Werterhalt / Moderinsierung in diese Liegenschaft bis zum Jahr 2007 im guten Glauben investiert hatte (ca. EUR 23'000.00). Die Testamentsvollstreckerin hat diese Forderung in ihrer Funktion (Bevollmächtige der drei erbenden Geschwister) als verjährt abgelehnt. Zu recht?
07.08.2013 | 15:04

Antwort

von


(1210)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Die Investitionen, die Sie getätigt haben, erfolgten in der Hoffnung, Erbe der Liegenschaft zu werden. Aus der Sachverhaltsschilderung geht nicht hervor, daß die Investitionen (auch) für einen Dritten, nämlich die Erblasserin, erfolgt sind. D. h., Sie haben ausschließlich im eigenen Interesse gehandelt, obwohl Ihnen klar sein mußte, daß keineswegs sicher war, daß Sie (Allein)erbe werden würden.

Aus diesem Grund scheidet ein Anspruch gegen die Erben aus.


2.

Selbst wenn man grundsätzlich einen Anspruch bejahen würde, käme die Geschäftsführung ohne Auftrag (GoA) in Betracht; vgl. §§ 677 ff. BGB . Etwaige Ersatzansprüche unterliegen der Regelverjährung von drei Jahren gem. §§ 195, 199
BGB.

Zu rechnen wäre dann bezüglich der Verjährung ab 2007 mit der Folge, daß Ersatzansprüche, sollten sie tatsächlich gegeben sein, verjährt wären.


3.

Allerdings haben Sie Pflichtteilsansprüche.

Ihre Investitionen haben evt. den Wert der Immobilie erhöht, so daß sich das auf Ihren Pflichtteilsanspruch auswirken kann. Insoweit dürften die Aufwendungen doch nicht gänzlich vergebens gewesen sein.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 09.08.2013 | 10:08

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