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Erstattung von Bauaufwand bei Ehetrennung

| 24.06.2014 17:02 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


18:20

Zusammenfassung:

Zur Ermittlung des Ausgleichsanspruchs, wenn ein Partner durch Eigenleistungen den Wert einer Immobilie des anderen steigert

vor 1- 2 Jahren hatte ich mit viel eigenem monatelangem Einsatz (Streichen, Verputzen, Gartenmauern, Lichtschächte, Hütte, Wiese, Teich anlegen ...) an dem Haus meiner Frau mitgebaut. Es war aber immer klar es ist 100% ihr Haus, weil alle Eigenmittel (von ihren Eltern) und Darlehen (auf ihren Namen) aus ihren Quellen kamen. Dann habe ich es teilweise auch mit vermietet (6 Wohnungen) über 1 Jahr. Mieteinahmen auf ihr Konto - werden steuerlich auch bei ihr gemeldet mit gemeinsamer Veranlagung bisher. Wir hatten immer getrennte Sparkonten. Dieses Jahr im Febr. haben wir uns getrennt. Jetzt hätte ich gerne etwas erstattet, weil es mein Einsatz für ihr Haus war. Sie hatte wenig dazu getan, weil mehr meine Fähigkeiten gefragt waren. Kann ich nun Stundenlohn erstattet bekommen für den Hausbau/Garten und für die Hausverwaltung ?
Habe auch erfolgreich für sie die Mieten hoch vereinbart - habe für sie Gewinn erwirtschaftet.
Ist der Zugewinn durch Mieten zu halbieren ?

24.06.2014 | 17:28

Antwort

von


(596)
Lange Str. 38
31515 Wunstorf
Tel: 05031/2033
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie gewünscht mit geringer Detailtiefe wie folgt beantworten:


Soweit Sie ohne Ehevertrag geheiratet haben - davon gehe ich nach Ihrer Schilderung aus - leben Sie im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Bei Beendigung der Ehe wird also verglichen, wer von Ihnen im Laufe der Ehe den höheren Zugewinn erwirtschaftet hat. Derjenige, der mehr angespart hat, muss die Hälfte der Differenz an den anderen auszahlen.

Wenn Sie also durch Ihre Arbeitsleistungen einen Beitrag dazu geleistet haben, dass der Wert der Immobilie steigt, erhöht das den Zugewinn Ihrer Frau. Hat sie insgesamt einen höheren Zugewinn erwirtschaftet, steht Ihnen eine entsprechende Ausgleichszahlung zu.

Dasselbe gilt für die Mieten, soweit sie als Vermögen Ihrer Frau noch vorhanden sind. Auch diese Beträge, soweit sie z. B. auf Bankkonten angespart wurden, sind eine im Zugewinn zu berücksichtigende Position.

Der Zugewinnausgleich berücksichtigt das gesamte Vermögen; es wird hier eine Bilanz zum Stichtag der Heirat und zum Stichtag der Zustellung des Scheidungsantrags für jeden Partner erstellt. Eine isolierte "Teilhabe" an einzelnen Positionen sieht das Gesetz nicht vor.

Eine Abrechnung Ihrer Arbeitsstunden kommt nur dann in Betracht, wenn Sie dies mit Ihrer Frau ausdrücklich so vereinbart haben. Andernfalls partizipieren Sie lediglich - wie oben dargestellt - durch eine entsprechende Zugewinnausgleichsforderung an dem Wertzuwachs.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.



Mit freundlichen Grüßen


Anja Holzapfel
- Rechtsanwältin -
- Fachanwältin für Familienrecht -


Rückfrage vom Fragesteller 25.06.2014 | 15:47

Danke für die Klare Antwort. Erbschaften und Schenkungen vom Vater zählen nicht zum Zugewinn, ist das richtig ?

Müsste ich von den Mieteinnahmen alle Kosten und Abschreibung wie bei den Steuern abziehen, und schauen ob dann ein Gewinn übrigbleibt, richtig ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.06.2014 | 18:20

Sehr geehrter Fragesteller,



gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:


Erbschaften und Schenkungen der Eltern werden, auch wenn sie im Laufe der Ehe erfolgt sind, dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, § 1374 II BGB . Im Ergebnis führt diese Behandlung dazu, dass Erbschaften und Schenkungen aus dem Zugewinn heraus gerechnet werden, weil sie (soweit im Endvermögen noch vorhanden) sowohl im Anfangs- als auch im Endvermögen enthalten sind und sich damit "neutralisieren".

Sie können die Mieteinnahmen nicht isoliert bewerten. Soweit sie noch vorhanden sind, sind sie eine Vermögensposition, die voll angerechnet wird. Üblicherweise werden die Beträge auf einem Konto oder - seltener -als Bargeld vorhanden sein. Soweit die Mieteinnahmen aber inzwischen ausgegeben wurden, sind sie nicht mehr zu berücksichtigen. Falls sie investiert wurden, erhöhen sie ggf. den Wert der Immobilie.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Behandlung der Positionen im Zugewinnausgleich gegeben zu haben, empfehle Ihnen aber aufgrund der Komplexität der Materie, einen ortsansässigen im Familienrecht erfahrenen Anwalt mit der Geltendmachung, Berechnung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche zu beauftragen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 25.06.2014 | 18:28

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trotz meinem geringen Einsatz zwei super Antworten - vielen Dank !

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 25.06.2014
5/5,0

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