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Erstattung der Renovierungskosten?

| 18.05.2009 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mein neuer Mieter ist zum 01.04.09 in ein von mir vermietetes freistehendes Häuschen (2 ZKB, 50m²) eingezogen. Lt. Mietvertrag muss eine eventuell gewünschte oder erforderliche Renovierung (Tapete, Farbe etc.) vom neuen Mieter durchgeführt werden. Nach Auszug ist es entsprechend dann durch den alten Mieter nicht mehr von Nöten.

In der Wohnung lag zuvor in Wohn- und Schlafzimmer helles Laminat, es gab in beiden Räumen eine dunkle Holzpaneel-Decke.
Der neue Mieter fragte mich bei Einzug, ob ich damit einverstanden wäre, wenn von ihm Fußboden und Decke herausgerissen würden und dann auf seine Kosten dunkler Laminatfußboden und eine helle Holzdecke eingezogen würden.
Ich erklärte mich damit einverstanden.

Beim Herunterreißen der alten Tapete wurde von ihm in Wohn- und Schlafzimmer an einer Außenwand kleinere Schimmelspuren festgestellt, die sich aber - das betone ich ausdrücklich- nicht über eine größere Fläche hinzog. Unter dem alten Laminat lag noch ein alter Teppichboden, darunter wurde an einer Stelle ein dunkler Fleck auf dem Estrich entdeckt (ca. 20 cm Durchmesser), nach Meinung meines Mieters wohl ebenfalls Schimmel, wenn auch nicht als solcher zweifelsfrei erkennbar.
Diese zuvor genannten Stellen wurden mir durch den Mieter während der Renovierungsarbeiten gezeigt und sind nachvollziehbar.

Die festgestellten Flecken wurden durch eine hochprozentige Alkohollösung entfernt, danach wurden durch den Mieter die Wände neu verputzt und neues Laminat gelegt.
Außerdem wurden in beiden Räumen neue Holzdecken von ihm eingezogen.
Das war demnach Ende März !

Jetzt, Mitte Mai, kommt der Mieter plötzlich auf mich zu und gibt mir zu verstehen, dass jetzt ja die ganze Wohnung durch seine Renovierung stark aufgewertet wurde und nun wesentlich besser aussieht als zuvor.
Durch die von ihm entdeckten Schimmelflecken hätten die Wände ja sowieso neu gemacht werden müssen, außerdem hätte der Fußboden auch herausgenommen werden müssen.
Auch unter den alten Holzdecken seien von ihm Schimmelspuren entdeckt worden, das habe er mir bisher aber noch nicht gesagt, auch sei dies von ihm nicht (durch Fotos) dokumentiert worden.

Mein Mieter ist aus diesen Gründen nun der Meinung, dass ich die Renovierungskosten zumindest zur Hälfte mit zu tragen hätte, denn er sieht es so, dass aufgrund der (angeblichen) Schimmelbildung ja von mir sowieso Decken und Fußböden auf kurz oder lang hätten ersetzt werden müssen (auf meine Kosten).
Durch seine Arbeiten sei das Ganze nun einfach etwas beschleunigt worden.

Meine Frage:
Mal davon ausgehend, dass es sich unter dem Laminat, bzw. eigentlich unter dem darunter befindlichen Teppich tatsächlich um einen Schimmelfleck gehandelt hat.
Und weiter davon ausgehend, dass auch unter der Holzdecke (die auf einer Holzlattung befestigt war) kleinere Schimmelflecken vom Mieter entdeckt und entfernt worden sind:

Ist es nach Ihrem Rechtsverständnis tatsächlich erforderlich, dass ich meinem Mieter einen Teil (die Hälfte ?) seiner ihm entstandenen Renovierungskosten ersetzen muss ?
Vor allem jetzt im Nachhinein, ohne vorherige Absprache ?
Dass ich für die Schimmelentfernung zuständig bin, keine Frage.
Aber die Forderungen für Kosten für Putz, neues Laminat und neue Holzdecke erscheinen mir gelinde ausgedrückt reichlich frech.

18.05.2009 | 15:09

Antwort

von


(474)
Fuhrstr. 4
58256 Ennepetal
Tel: 0 23 33 / 83 33 88
Web: http://www.rechtsanwalt-ennepetal.com
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre gestellte Frage beantworte ich wie folgt:

Die Renovierungskosten sind aufgrund der vorherigen Absprache mit dem Mieter nicht von Ihnen zu erstatten. Es handelt sich um Kosten, die auch bei einer mangelfreien Wohnung ohne Schimmelflecken für den Mieter entstanden wäre, sog. Sowiesokosten. Die Renovierungskosten sind nicht durch Schimmel verursacht, sondern durch die vom Mieter gewünschte Umgestaltung der Räume.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick in der Sache verschafft zu haben. Ich weise darauf hin, dass die Beantwortung Ihrer Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung erfolgt. Die Antwort dient lediglich einer ersten rechtlichen Einschätzung, die eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen kann. Das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben kann möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen. Eine endgültige Einschätzung der Rechtslage ist nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 20.05.2009 | 11:33

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