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Erstattung Hagelschaden Wohnmobil


27.12.2013 18:16 |
Preis: ***,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Folgender Versicherungsfall : Wohnmobil Hagelschaden:
Reparaturkosten laut Gutachten : 18763.- € ( mit MwSt.)
Beurteilung Wiederbeschaffungswert : 24000.- € ( mit MwSt. )

Das Gutachten ermittelte 15 Kaufangebote für das "Unfallfahrzeug"
Ein Angebot davon war : 18100.- € ( die restlichen von 10 bis 15300 € )

Erstattung ( Auszahlungsbetrag ) bei Nichtreparatur :
Wiederbeschaffungswert : 24000.- €
- Diff. Besteuerung 2,4 % 576.- €
- Restwert 18100.- €
------------------------------------------------------------------------
Auszahlungbetrag : 5174.- €

Da eine Reparatur für ein Wohnmobil sehr problematisch ist, bevorzuge ich den
Auszahlungsbetrag. Dieser erscheint mich jedoch viel zu gering im Vergleich
zu ähnlichen Hagelschäden von Bekannten. Ich habe hier den Verdacht, das der
Gutachter( bzw. Versicherung) mit dem Autoaufkäufer einen "Deal" hat.
Falls jemand eine Erfolgsaussicht für einen höheren Betrag sieht,
gehe ich auch einen Rechtsstreit ein. ( habe Rechtschutzversicherung)

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Sehr geehrte(r) Ratsuchend(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung beantworten möchte. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine tiefergehende anwaltliche Prüfung nicht ersetzen kann oder soll. Durch das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen, mögen diese zunächst auch unwesentlich scheinen, kann sich die rechtliche Beurteilung u. U. noch erheblich verändern.

Eine Schadensregulierung ist immer eine Einzelfallentscheidung, bei der die konkreten Umstände berücksichtigt und bewertet werden müssen. Es ist daher schwierig, verschiedene Versicherungsfälle bzw. Schadenregulierungen unmittelbar zu vergleichen oder eine "übliche" Höhe der Regulierungssumme zu bestimmen. Es dürfte daher schwierig sein, von den Auszahlungsbeträgen bei Ihren Bekannten auf den möglichen und angemessenen Betrag bei Ihnen zu schließen.

Ein höherer Auszahlungsbetrag käme in Betracht, wenn entweder der Wiederbeschaffungswert höher oder der Restwert geringer wäre. Sowohl der Wiederbeschaffungswert als auch der Restwert werden in der Regel durch den Gutachter ermittelt, wobei dies oftmals durch die Einholung diverser Verkaufs- und Ankaufangebote geschieht.

Ob die vom Gutachter ermittelten Werte einigermaßen realstisch sind, kann man meist schon durch eigene Recherche in den einschlägigen Fahrzeugportalen nachvollziehen. Da die Angebote von dem Gutachter meist auch bezeichnet werden, sollte man diese selbst einmal ansehen oder ggf. mit den Ankäufern direkte Rücksprache halten.

Sie geben an, dass die Kaufangebote, nach denen der Restwert bestimmt wurde, grob zwischen 10.000 und 18.100 Euro liegen. Dies ist natürlich eine ziemlich weite Spanne, die aber noch nicht automatisch den Rückschluss zulässt, dass es dort irgendwelche Absprachen oder Kungeleien des Gutachters mit einem Autohändler oder Ankäufer hat. Es gibt tatsächlich Fälle, bei denen es ganz betrachtliche Unterschiede zwischen dem Mindest- und dem Höchstgebot gibt. Hier kann wiederum eine eigene Recherche helfen, um die Spannbreite beurteilen zu können.

Dass die Versicherung das für sie beste Angebot mit dem höchsten Restwert zugrunde liegt, dürfte wohl kaum zu beanstanden sein, solange dieser Restwert tatsächlich erzielt werden kann.

Sie haben grundsätzlich die Möglichkeit, die vom Gutachter ermittelten Werte in Zweifel zu sehen, in dem Sie z. B. nachweisen, dass die beigebrachten Angebote nicht marktüblich oder realisierbar sind. Dazu müssten Sie natürlich repräsentative Vergleichsangebote beibringen können, um die vom Gutachter ermittelten Werte zu widerlegen. Ob dies möglich und erfolgreiche wäre, lässt sich allerdings nicht vorhersagen. Dazu müssten erst einmal die Angebote des Gutachters tiefergehend geprüft werden.

Auch für die Vermutung, dass zwischen dem Gutachter resp. der Versicherung und evtl. Ankäufern unzulässige Absprachen bestehen, müssten Sie stichhaltig begründen und beweisen können. Hier sehe nach Ihren Angaben dafür jedoch keine hinreichenden Anhaltspunkte.

Ob tatsächlich ein für Sie besserer - sprich höherer Auszahlungsbetrag - erreicht werden kann, hängt davon ab, ob es Ihnen gelingt, die vom Gutachter ermittelten Werte zu widerlegen. Wie hoch die Erfolgschancen sind, lässt sich ohne Detailprüfung keinesfalls abschätzen.

Sofern Sie nach eigenen Recherchen deutliche Abweichungen in den Ankaufswerten oder den Wiederbeschaffungswerten feststellen und nachweisen können, sollten Sie dies auf jeden Fall der Versicherung mitteilen, damit ggf. eine neue Einschätzung und Berechnung vorgenommen werden kann. Ggf. ist es auch ratsam, das Gutachten sowie die Regulierungsvorschläge der Versicherung tiefergehend vor Ort anhand aller Unterlagen anwaltlich prüfen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin





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