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Ersitzung

23.03.2009 10:34 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Ich habe vor 35 Jahren ein Grundstück mit einem Gartenhaus übernommen und habe damals 7000,00 DM dafür bezahlt.
Da er ein guter Freund war haben wir den Kauf mit einem handschriftlichem Kaufvertrag geschlossen und er wollte sich um die Eintragung kümmern was er aber dann lange Jahre nicht tat.Da ich damals mit dem Aufbau meiner Selbsständigkeit beschäftigt war habe ich mich auch darum nicht gekümmert,ich pflegte das Grundstück und er bezahlte die Steuer.Das Grundstück ist etwa 8 ar groß. Vor 12 Jahren habe ich dann auf die Eintragung in das Grundbuch gedrängt und da stellte sich heraus daß das Grundstück nur knapp 4 ar groß war.
Daraufhin habe ich mich an den Vorbesitzer gewandt und der erklärte mir, daß das schon immer so gewesen sei soweit er zurückdenken kann, der Mann wäre heute 85 Jahre alt. Beide Vorbesitzer sind inzwischen verstorben.
Nun hat auch das Nachbargrundstück den Besitzer gewechselt, offenbar auch schon vor etlichen Jahren und der hat jetzt sein Grundstück neu vermessen lassen und siehe da ,es stellte sich heraus,daß mir das Grundstück gar nicht gehört sondern dem Nachbarn und meine 4 ar sind mitten in dem seinem Grundstück drin.
Der Nachbar pocht jetzt auf sein Recht, er will mir das Grundstück nehmen obwohl ich versucht habe ihm die restlichen 4 ar zu bezahlen und ihm meine 4 ar zu übertragen.
Nun habe ich im Internet davon gelesen, wenn man ein Grundstück über 30 Jahre pflegt und bearbeitet gibt es das Ersitzungrecht.
Habe ich in diesem Fall eine Chance?

Können Sie mir da auch einen Rat geben.


Herzlichen Dank im voraus und

freundliche Grüße


Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es kommt entscheidend auf die Eintragungen im Grundbuch an.

Nach § 900 BGB kann ein Grundstück in Deutschland ersessen werden, wenn eine Person als Eigentümer des Grundstückes eingetragen ist, ohne dass diese Person jedoch das Eigentum erlangt hat, die Eintragung 30 Jahre bestanden hat und die Person während der Zeit der Eintragung das Grundstück im Eigenbesitz hatte.

Dabei müssen alle diesen Voraussetzungen erfüllt sein.

Das bedeutet, Sie hätten bereits damals als Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden müssen, um nunmehr eine Ersitzung des Grundstückes durchsetzen zu können. Ist dies nicht geschehen -was ich Ihren Angaben entnehme- sind Sie auch nicht Eigentümerin des Grundstückes geworden.

Nach Ihren Angaben hätte Ihr Nachbar daher das Recht, das Grundstück von Ihnen herauszuverlagen.

Daher wäre es für Sie nur möglich, mit dem Nachbarn noch eine Einigung zu erzielen, bei der auch Ihre Wünsche berücksichtigt werden (ggfs. über eine Pacht des Grundstückes). Einen rechtlichen Anspruch auf das Grundstück haben Sie nach Ihren Angaben jedoch nicht.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten. Benutzen Sie ansonsten bitte die kostenlose Nachfragefunktion, damit ich etwaige Unklarheiten noch beseitigen kann.

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