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Erschaft bei Scheidung


| 04.02.2007 15:08 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Simone Sperling



Sehr geehrte Damen und Herren.

In meiner Ehe habe ich von meinen Eltern 90.000 DM als vorzeitiges Erbe bekommen. 15.000 DM wurden verwendet um unseres gemeinsamen Kredit abzulösen, und der Rest wurde als Startkapital zum Bauen verwendet.

Mitlerweile sind wir gescheiden, rechtskräftig seit Januar 2006.

Nach ewigem hin und her bezüglich der Überschreibung meiner 50% des Hauses auf meine Exfrau, hätte ich jetzt gerne mal gewußt, wie sich das mit meinem Erbe genau verhällt. Wieviel muß mir meine Exfrau davon zurückzahlen? Sie behällt das Haus und bezahlt auch die Raten. Anfangsvermögen bei Heirat bei beiden gleich Null. Endvermögen ist auch gleich Null, abgesehen vom Haus. Schulden auf dem gemeinsamen Girokonto bei Trennung waren 4.000 €.

Andere Schenkungen oder sonstiges Vermögen gibt es auch keins.

Vielen Dank im voraus für Ihre aussagekräftige Antwort.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Ein Erbe und auch vorzeitiges Erbe wird nach Abzug der Verbindlichkeiten dem Anfangsvermögen hinzugerechnet und ein Ausgleich hat unter Beachtung des Endvermögens zu erfolgen. Da Sie und Ihre Ehefrau am Ende der Ehezeit kein Endvermögen, abgesehen vom Haus, hatten, haben Sie einen Anspruch auf Rückzahlung der Erbschaft haben nach dem dargestellten Sachverhalt nicht.

In Ihrem Fall ist das Haus, der einzige Vermögenswert. Ein Ausgleich hätte unter Beachtung der Verbindlichkeiten in diesem Zusammenhang erfolgen müssen.

Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich gern für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Simone Sperling
Rechtsanwältin
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95

Nachfrage vom Fragesteller 04.02.2007 | 15:55

Sehr geehrte Frau Sperling.

Ich war erst kürzlich bei einem andere Anwalt als es um die Berechnung des Kindesunterhalts ging. Ich schilderte diesem die Lage und wir kamen unter anderem auf besagtes Erbe. Ihr Kollege meinte ich müßte das Anfangs- und Endvermögen wissen und was an Geld eingeflossen ist um das zuberechnen. Nun habe ich hier doch beschreiben was an Vermögen am Anfang und am Ende der Ehe verhanden war, die Höhe Schulden auf dem Girokonto und die Abzahlung des Kredits.

Ihr Kollege meinte so paschaul halbe halbe bei Scheidung sei nicht ganz richtig. Also dachte ich, wenn ich die Zahlen offenlege, dass man das doch ausrechnen könnte.

Mir ist klar das ich mit Ihrer Aussage nicht " vor Gericht " gehen kann, wüsste aber schon gerne, wieviel ich bekommen kann, schließlich habe ich mein Erbe eingebracht und meine Exfrau hatte gar nichts, und verzichtet auch nicht freiwillig auf nur einen Euro.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Holberg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 04.02.2007 | 17:01

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Sie schreiben, dass das jeweilige Endvermögen null bzw. negativ war, stehen Ihnen keine Ansprüche auf Rückzahlung der Erbschaft gegen Ihre geschiedene Frau zu, wie ich Ihnen bereits mitteilte.

Nur über den Wert des Hauses hätte ein Ausgleich erfolgen können. Jedoch müßten dazu der Wert des Hauses und die Höhe der noch offenen Verbindlichkeiten benannt werden müssen. Denn dieser Wert muss bei der Berechnung des Endvermögens beachtet werden.

Ich Anfangsvermögen ist wie bereits dargelegt das Erbe gem. § 1374 Abs. 2 BGB. Ihr Endvermögen der Wert Ihres Hausanteils abzügl. der anteiligen Kredite auch 1/2 der -4.000,00 des Girokontos. Das Endvermögen Ihrer Frau stellt ihr Hausanteil abzügl. der anteiligen Verbindlichkeiten auch 1/2 der -4.000,00 des Girokontos dar. Ist das Ergebnis positiv hat Ihre Ehefrau einen höheren Zugewinn als Sie erlangt und von der Differenz zwischen Ihrem Zugewinn und dem Zugewinn Ihrer Frau haben Sie Anspruch auf die Hälfte. (Bsp.: Zugewinn Sie: 10, Zugewinn Frau: 20, Ihr Anspruch: 5).
Jedoch ist die hierbei Ihr Vertrag bzgl. der Übertragung des Hauses zu beachten. Daher könnte es sein, dass Sie keinen Anspruch haben. Jedoch müßte hierzu der Vertrag zur Übertragung bekannt sein.

Ich hoffe Ihnen für Ihr Verständnis noch etwas weiter geholfen zu haben. Jeodch kann ich Ihnen im Ergebnis nicht mitteilen, dass Sie den vollen Anspruch auf Rückzahlung der Erbschaft haben.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling

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