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Ersatzerbe - Pflichtteilsansprüche Erben

26.11.2013 02:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Guten Tag,

angenommen der Erblasser hat eine Frau (A) und zwei Söhne (B) & (C), sowie Tochter (D) jedoch aus 1. Ehe.

Tochter (D) aus 1. Ehe soll enterbt werden, so dass die Erbfolge im Testament wie folgt aussieht:

Frau (A) 1/2
Sohn (B) 5/24
Sohn (C) 5/24
Tochter (D) 1/12

Frage 1. Sollten bei der Formulierung im Testament weitere Aspekte berücksichtigt werden, z.B. würden im Falle eines vorzeitigen Versterbens der Tochter (D) mögliche Nachkömmlinge Ihren Anteil erben bzw. wäre dies zu unterbinden?

Frage 2. "Im Falle eine Vorversterbens meiner Ehefrau setze ich als meine Erben ein:

Sohn (B) 5/12
Sohn (C) 5/12
Tochter (D) 1/6"

Ist dies zwangsläufig nötig? Könnte man diese Formulierung nicht weglassen und beim Vorversterben der Ehefrau würde Ihre beiden Söhne (B) & (C) automatisch Ihren Anteil zu gleichen Teilen erben oder ist dies aufgrund des Pflichtteilsanspruch der Tochter (C) gegenüber Ihrem Vater nicht möglich?

Besten Dank!

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Sehr geehrter Ratsuchender,

unter Berücksichtigung des von Ihnen gewählten Mindesteinsatzes zu Ihrer Anfrage in aller Kürze wie folgt:

Bei gesetzlicher Erbfolge würde die Frau (Ehe in gesetzlichem Güterstand) 1/2 und alle drei Kinder zu gleichen Teilen den Rest, also 1/6 erben. Das die Tochter aus einer anderen Beziehung stammt, spielt keine Rolle, da der Nachlasser der Vater ist und nicht zwischen ehelichen und unehelichen Kindern unterschieden wird.

Wird die Tochter enterbt, erbt die Frau 1/2 und die Söhne je 1/4. Die Tochter wird nicht Erbe, sondern hat nur einen Pflichtteilsauszahlungsanspruch gegen die Erbengemeinschaft. Das Erbe mindert sich also für jeden einzelnen Erben um diesen Zahlbetrag.

Fällt Die Tochter ganz weg und hat sie Abkömmlinge, so rücken diese nach. Soll das verhindert werden, muss dieses im Testament geregelt werden.

Stirb die Frau, erbt bei gesetzlicher Erbfolge der Mann 1/2 und die Söhne je 1/4. Die Tochter hat hier keinerlei Ansprüche, da die Frau nicht Ihre Mutter ist. Soll das Geld in der Familie bleiben, erübrigt sich daher eine testamentarische Regelung gegen die Tochter für diesen Fall.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 26.11.2013 | 15:30

Sehr geehrter Herr Wundke,

vielen Dank für Ihre Antwort! Leider kann ich jedoch aus Ihrer Antwort keine vollständige Beantwortung meiner Fragen erschließen, daher die Nachfrage:

"Fällt Die Tochter ganz weg und hat sie Abkömmlinge, so rücken diese nach. Soll das verhindert werden, muss dieses im Testament geregelt werden."

Haben diese Nachkömmlinge also einen Pflichtteilsanspruch oder nicht? Und wenn nicht, sollte im Testament Ersatzerben für die Tochter (D) definiert werden da im Falle eines Vorversterbens beispielsweise die Leibliche Mutter der Tochter (D) erben könnte (wenn keine Nachkömmlinge der Tochter vorhanden sind)?

--

Zu Frage 2.:

"Stirb die Frau, erbt bei gesetzlicher Erbfolge der Mann 1/2 und die Söhne je 1/4. Die Tochter hat hier keinerlei Ansprüche, da die Frau nicht Ihre Mutter ist. Soll das Geld in der Familie bleiben, erübrigt sich daher eine testamentarische Regelung gegen die Tochter für diesen Fall."

Die Frage bezog sich ausschließlich auf das Erbe des Mannes, daher auch die Formulierung "Im Falle eine Vorversterbens meiner Ehefrau". Also beispielsweise ob sich der Pflichtteilsanspruch der Tochter im Falle des Vorversterbens der Ehefrau verdoppelt und das Einsetzen der beiden Söhne (C) & (D) als Ersatzerben überhaupt Sinn macht, da die Tochter (D) sowieso einen Pflichtteilsanspruch (auch aus dem 1/2 Anteil der Frau -bei Vorversterben- hätte).

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.11.2013 | 16:25

Sehr geehrter Ratsuchender, ich erinnere daran, dass Sie für eine eigentlich umfangreiche erbrechtliche Beratung lediglich 25 € ausgelobt haben. Sollten Sie eine tiefer gehende Beurteilung wünschen, so empfehle ich, eine Email-Beratung anzutragen. Dieses mit entsprechendem Einsatz. Zudem kann im Rahmen einer Erstberatung keine erbrechtliche Verfügung vorformuliert werden.

Ansonsten noch soviel: Ja, auch Enkel haben Pflichtteilsansprüche ebenso wie die Mutter der Tochter, falls diese vorverstirbt und keine Kinder hinterläßt.

Mit der Einsetzung eines Ersatzerben kann verhindert werden, das gesetzliche Erbfolge bei Ausfall eines Erbens Eintritt oder der Erbteil der übrigen Erben anwächst.

Maßgeblich für die Höhe des Pflichtteilsanspruches ist der Nachlassumfang zum Zeitpunkt des Ablebens. Ist die Frau des Erblassers vorverstorben, hat sich dessen Nachlass ggf. Um das Vermögen der Frau erhöht, wovon auch Erben und Pflichtteilsberechtigte nach dem Erblasser profitieren, obwohl sie eigentlich kein Erbrecht am Nachlass der Frau hatten.


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