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Ersatz für geräumte Wohnung

| 08.05.2008 13:02 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Sehr geehrte Anwältin, sehr geehrter Anwalt.

Ich bekam von einem Hausbesitzer, für den ich als selbstständiger Hausmeister arbeite, den Auftrag, eine Wohnung zu räumen.

Hintergrund: der Mieter ist vor mehr als 12 Monaten verschwunden, hat also auch keine Miete gezahlt, und ist nicht auffindbar.

Der mündliche Auftrag lautete: vollständige Räumung der Wohnung und abtransport zur Entsorgung.

Sichergestellt werden sollten nur einige genau aufgezählte Gegenstände , z. B. der Computer, ein Tresor usw.

Bei der Räumung fand ich einige Gegenstände, die meiner Meinung nach einen gewissen Wert haben (z.B. Sportwaffen, Surfbrett usw.), die ich ebenfalls Sicherstellte. Sie befinden sich jetzt in der Obhut des Hausbesitzers.

Wie in solchen Fällen üblich, fand ich auch einige Dinge, die ich ohne weitere Absprache in meinen Besitz nahm, hauptsächlich handelt es sich dabei um Werkzeug.

Nun taucht der Mieter plötzlich auf und verlangt vom Hausbesitzer die Herausgabe seines Eigentums, im Gegenzug würde er die rückständige Miete zahlen. Eine vollständige Herausgabe ist natürlich nicht möglich, da die meisten Sachen vernichtet sind.

Welche Regelung der Hausbesitzer mit dem Mieter herbeiführt, ist mir egal.

Mich interessiert: Hat der Mieter gegen mich irgendwelche Ansprüche oder kann ich mich darauf berufen, nur im Auftrag gehandelt zu haben und die Angelegenheit so wie in der Branche üblich gehandhabt zu haben?

Vielen Dank im Vorraus

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sachverhalts wie folgt:

Der Mieter muss sich vorliegend an den Hauseigentümer halten.
Sollten Sie allerdings selbst auch Gegenstände in Ihre Obhut genommen haben, wären diese selbstverständlich herauszugeben.
Auch bei den von Ihnen auftragsgemäß vernichteten Sachen hat sich der Mieter an den Hauseigentümer zu halten und kann keine Ansprüche gegen Sie stellen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 08.05.2008 | 13:25

Danke für die schnelle antwort.

Sie schreiben, das ich die Gegenstände, die sich in meiner Obhut befinden, herausgeben muß.

Bei Wohnungsräumungen ist es aber so, das das Einbehalten von Gegenständen zumindest stillschweigend als Teil der Bezahlung angesehen wird.

Ändert dies etwas an Ihrer rechtlichen Einschätzung?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.05.2008 | 13:41

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer Räumung ist der Vermieter verpflichtet, die Gegenstände einzulagern. Es jedoch hinsichtlich der Aufbewahrungsfrist keine eindeutige gesetzliche Regelung. Letztlich ist diese immer von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Vorliegend wurden zumindest die werthaltigen Gegenstände aufbewahrt. An wertlose Gegenstände sind geringere Anforderungen bezüglich der Einlagerung zu stellen.

Dass Gegenstände des Mieters im Verhältnis zwischen Ihnen und dem Hauseigentümer als Teil der Bezahlung angesehen werden, ist unerhbelich. Der Hauseigentümer ist nicht berechtigt, Gegenstände des Mieters als "Zahlungsmittel" zu verwenden bzw. frei über diese zu verfügen. Insofern werden Sie diese herausgeben müssen und sich anderweitig über die Vergütung mit dem Hauseigentümer einig werden müssen.


Mit freundlichen Grüßen


Florian Günthner
Rechtsanwalt

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