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Ersatz einer Blauzypresse ohne Fertigstellungspflege

20.08.2018 10:02 |
Preis: 49,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Im April 2018 wird für 1500 Euro brutto eine 6m hohe Blauzypresse von einem Gartenfachbetrieb gesetzt, diese erscheint in den ersten Wochen jedoch grünlich und nicht bläulich, der Bauherr zeigt Bedenken an, weil die Farbe der Pflanze nicht zu den anderen bereits vor 3 Jahren gesetzten Blauzypressen paßt.

Der Gärtner bietet im Juli 2018 an, sich beim Lieferanten rück zu versichern, ob die richtige Pflanze geliefert wurde. Bisher ohne Ergebnis.

Eine Fertigstellungspflege für brutto 1800 Euro für alle ausgeführten Arbeiten Arbeiten (Rasenoptimierung, weitere Pflanzen, Randsteine) wurde nicht vereinbart, weil es dem Bauherren zu teuer erschien und keine "Planzenbezogene" Fertigstellungspflege vorlag, er konnte also nicht erkennen, was eine Fertigstellungspflege für diese sehr teure Pflanze kosten würde.

Am 15.08.18 kommt der Bauherr aus dem Urlaub zurück, die Blauzypresse ist trotz durchgängiger Bewässerung braun und abgestorben, ein weiterer Fachmann testiert einen Pilzbefall, der womöglich schon bei der Lieferung vorlag. Der Gärtner argumentiert man hätte ja die Fertigstellungspflege nicht vereinbart, ein für den Bauherren kostenfreier Austausch komme daher nicht in Frage.

Der Bauherr argumentiert mit dem Werkvertrag, denn die Leistung ist nach wenigen Wochen nicht dauerhaft erbracht worden und fordert den Gärtner zum Ersatz auf.

Was kann der Bauherr noch unternehmen, damit die wertvolle und bezahlte Pflanze wieder ersetzt wird?

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Sehr geehrter Ratsuchender,


der Bauherr muss den Nachweis erbringen können, dass der Pilzbefall schon bei Lieferung vorgelegen hat. Nach der bisherigen Sachverhaltsdarstellung ist bisher nur ein "wohlmöglich" bescheinigt worden, was im Streitfall nicht ausreichen wird.

Ohne diesen Nachweis wird der Bauherr kaum Ersatz verlangen können, da eben nicht die Pflege vereinbart gewesen ist UND der Pilz möglicherweise eben nicht bei Lieferung /Einsetzen vorhanden gewesen ist.


Denn nicht immer ist nur die mangelnde Pflanzenfrische ursächlich, sondern leider oft auch später auftretene Schädlinge, Witterungseinflüsse, möglicherweise auch der unsachgemäße Umgang mit der Pflanze seitens Auftraggebers.

Die Argumentation des Bauherrn über Werbvertrag wird hier nicht weiterhelfen, da nicht die komplette Gartengestaltung, sondern wohl nur die Lieferung und das Einsetzen einer Pflanze vereinbart gewesen ist, so dass auch nach der Rechtsprechung des BGHs nicht unmittelbar von einem Werkvertrag ausgegangen werden kann.


Daher sollte die Pflanze weitergehend untersucht werden; lässt sich ein Mangel an der Pflanzfrische (z.B. durch Pilz) feststellen, bestehen Ihre vollen Gewährleistungsansprüche und der Gärtner hat dann kostenfrei Ersatz zu liefern und einzusetzen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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