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Errichtung eines Zauns an der Grenze zum Nachbarn

| 12.07.2009 22:19 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Guten Tag, wir möchten in Kürze ein Haus mit ca 1000qm Grundstück kaufen. Das Haus wurde 1930 gebaut und genauso lange gab es keinen Zaun zum Nachbargrundstück. Nun möchten wir nach dem Kauf einen Zaun errichten (Maschendraht, Höhe maximal 1,20m). Kosten würden wir tragen.
Meine Frage ist nun, ob wir diesen Zaun ohne Zustimmung der Nachbarn errichten dürfen, oder ob etwa die Nachbarn den Zaunbau verhindern können. Gibt es in diesem Fall so etwas wie ein Gewohnheitsrecht? Standort des Hauses ist Hessen.
Danke und Gruß

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich möchte Ihre Fragen auf Grund des dargelegten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten:

Ich weise darauf hin, dass dies einer ersten Orientierung über die bestehende Rechtslage dient und ein ggf. persönliches Beratungsgespräch bei einem Anwalt Ihrer Wahl nicht ersetzt.

Das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen kann die rechtliche Beurteilung beeinflussen.

Dies vorangestellt beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Eine Zustimmung des Nachbarn zur Errichtung des von Ihnen geplanten Zaunes ist nicht erforderlich.

Den Zaunbau kann Ihr Nachbar nicht verhindern.

Das Rechtsverhältnis diesbezüglich regeln maßgeblich §§ 14 ff. Hessisches Nachbarrechtsgesetz (NachbRG).

Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 NachbRG könne Sie sogar verlangen, dass Ihr Nachbar sein Grundstück einfriedet, sofern dieses wirtschaftlich genutzt wird oder bebaut ist, soweit die Grenze zum Nachbargrundstück nicht mit Gebäuden besetzt ist.

Sind beide Grundstücke bebaut oder gewerblich genutzt, so sind die Eigentümer der beiden Grundstücke gegenseitig verpflichtet, bei der Errichtung der Einfriedung mitzuwirken.

Der Zaun ist im Falle des Abs. 1 Satz 1 – vorbehaltlich des § 16 Abs. 1 NachbRG – entlang der Grenze, in den übrigen Fällen auf der Grenze zu errichten.

Die Einfriedung muss nach § 16 Abs. 1 NachbRG von der Grenze eines Grundstücks, das außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils liegt und nicht in einem Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen ist, 0,5 m zurückbleiben, auch wenn ein Verlangen nach § 14 Abs. 1 nicht gestellt worden ist.

Wenn eine Zustimmung Ihres Nachbarn nicht eingeholt werden soll und sich die Grundstücke innerhalb bebauter Ortsteile befinden, können Sie den geplanten Zaun entlang (nicht auf) der Grundstücksgrenze ziehen.

Gemäß § 15 NachbRG besteht die Einfriedung aus einem ortsüblichen Zaun; lässt sich eine ortsübliche Einfriedung nicht feststellen, so besteht sie aus einem 1,2 m hohen Zaun aus verzinktem Maschendraht.

Demzufolge erfüllt auch der von Ihnen geplante Zaun die Voraussetzungen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihre Fragen zu Ihrer Zufriedenheit beantworten.

Bestehende Unklarheiten beantworte ich Ihnen gern innerhalb der kostenlosen Nachfragefunktion, wobei ich darum bitte, die Vorgaben dieses Forums zu beachten.

Darüber hinausgehende Fragen beantworte ich Ihnen gern im Rahmen einer Mandatserteilung.
Durch eine Mandatserteilung besteht auch die Möglichkeit einer weiterführenden Vertretung.

Die Kommunikation bei größerer Entfernung kann via Email, Post, Fax und Telefon erfolgen und steht einer Mandatsausführung nicht entgegen, sofern Sie der Nutzung dieser Möglichkeiten aufgeschlossen gegenüberstehen.

Eine weiterführende Vertretung zieht allerdings weitere Kosten nach sich. Im Fall einer Beauftragung würde ich den hier gezahlten Einsatz auf meine nachfolgenden Gebühren vollständig anrechnen.



Mit freundlichen Grüßen

Marco Liebmann
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 12.07.2009 | 23:39

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