Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Erpressung mit falscher Behauptung


26.07.2006 17:48 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



Ich bin seit ca. 15 Jahren privater Vermieter diverser Wohnungen in einer deutschen Grossstadt
und gleichzeitig Angestellter bei einem grossen Unternehmen.

Anlässlich der WM erhielt ich auf eine Internetvermietungsanzeige hin eine
telefonische Anfrage (auf meinem in der Anzeige angegebenem privaten Telefonanschluss) für eine Anmietung für den Zeitraum der WM also für ca. 6 Wochen.
Der Mietinteressent hat mir daraufhin an meine private email-Adresse seinen Anmietungs-Wunsch nochmal schriftlich mitgeteilt.

Die Miete wurde nach einer Wohnungsbesichtigung bar gegen Quittung für den gesamten Zeitraum gezahlt.
Bei der Wohnungsbesichtigung erwähnte ich dann wohl in einem allgemeinen Gespräch, das ich bei dem o.g. Unternehmen beschäftigt sei..
Eine kurze Terminbestätigung für den Besichtigungstermin habe ich dummerweise mit meiner dienstlichen emailadresse an den Mietinteressenten geschickt.

Nach Ende der Mietzeit erhielt ich nun ein Schreiben des damaligen Mieters.
Er fordert die Mietzahlung zurück.
Falls ich nicht zahle will er sich bei meinem Arbeitgeber beschweren und behaupten
ich hätte eine ‚ Bruchbude’ im Namen des Unternehmens vermietet.
Desweiteren wolle er sich mit dieser Angelegenheit an einen Fernsehsender wenden

Ich denke zwar, das ich die Angelegenheit mit meinem Arbeitgeber klären könnte,aber eine unangenehme Sache wäre es dennoch.


Wie soll ich mich verhalten, bzw wie kann ich mich in diesem Falle zur Wehr setzen ?
Handelt es sich hier um einen strafbaren Erpressungsversuch ?

Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

nach Ihrer Schilderung stellt der Mieter in Aussicht, gegenüber Ihrem Arbeitgeber und in der Öffentlichkeit unwahre unangenehme Behauptungen aufzustellen, damit Sie eine Zahlung an ihn leisten, auf die er ansonsten keinen Anspruch hätte.

Dies dürfte sehr wahrscheinlich (bitte haben Sie Verständnis, dass ich mich aus der Ferne ohne genaue Kenntnis der Korrespondenz nicht zu 100 % festlegen kann) sowohl den Tatbestand der Verleumdung, § 187 StGB, als auch den der Erpressung, § 253 StGB, erfüllen.

Ein anwaltliches Schreiben an den Mieter, das bei Erfüllung seiner Androhung entsprechende rechtliche Schritte gegen ihn in Aussicht stellt, wirkt in solchen Fällen manchmal Wunder.

Falls Sie nicht "die Nerven" haben, einafch abzuwarten, wie der Mieter vorgeht, empfehle ich einen Anwalt entsprechend zu beauftragen.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste Orientierung ermöglicht zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER