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Erpressung durch üble Nachrede


27.03.2012 16:20 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto



Hallo,
habe folgendes Problem. Ein Bekannter hatte mir Geld geliehen. Es wusste das ich ihm das so schnell nicht zurückzahlen konnte. Nun hatte er mich erpresst indem er mir drohte zu meinen Eltern zu gehen (ich bin 28 Jahre) falls ich ihm das Geld nicht binnen 3-4 Wochen zurückzahlen würde. Da meine Eltern was Geld anbelangt ziemlich seltsam sind, hätten sie niemals davon erfahren dürfen. Daraufhin habe ich einen Kredit aufgenommen und konnte ihm das Geld zahlen. Ich dachte die Sache wäre erledigt, bis ich gestern (Monatg) mit meinem Vater telefonierte und dieser völlig ausgerastet ist weil er das von dem Geld wusste. Die Mutter von meinem Bekannten hatte das rum erzählt was bedeutet das es auch fremde Leute und unsere Verwandten wissen. Ich habe nun riesen ärger da meine Eltern sich u.a. für mich schämen. Das tollste ist noch das mein Bekannter es abstreitet jemals irgendwas erzählt zu haben.
Was kann ich nun tun? Kann ich rechtlich dagegen vor gehen? Kann ich diese Personen anzeigen weil sie das rum erzählt haben? Danke für die Hilfe!!
Guten Tag,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der von Ihnen dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können Sie sich dagegen wehren, dass Tatsachen über Sie verbreitet werden, die geeignet sind, Sie "verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen", "wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist", vgl. § 186 StGB.

Sie müssten zunächst in Erfahrung bringen, welche genauen Tatsachen denn überhaupt verbreitet worden sind. Erst dann kann entschieden werden, ob es sich um unwahre Tatsachen handelt, denn nur solche stellen eine üble Nachrede dar.
Wahre Tatsachen sind nur dann strafbar,wenn sie eine Beleidigung darstellen, vgl. § 192 StGB.


In zivilrechtlicher Hinsicht haben Sie Unterlassungsansprüche wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes.

Hierzu sollten Sie allerdings anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen, da eine solche Abmahnung nicht ganz unkompliziert ist.


Grundsätzlich sollten Sie auch vor einer Strafanzeige mit einem Anwalt genau besprechen, was denn von wem behauptet worden ist. Erst dann kann wirklich entschieden werden, ob es sinnvoller ist, über eine Strafanzeige oder über den zivilrechtlichen Weg Ihre Ansprüche besser wahrzunehmen.


Mit freundlichen Grüßen
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