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Erpressung durch Arbeitgeber

15.04.2015 19:44 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Vorgeschichte : mein Sohn erkrankte vor 2 Jahren an Krebs mit 3 Jahren. Laut Krankenkasse hätte ich die ganze Therapiezeit ( Chemo, Bestrahlung, stationären Aufenthalt alleine fast 1 Jahr...) -also 2 Jahre zuhause bleiben können weil noch 3 weitere Kinder ( 1,2,4 Jahre ) im Haushalt leben. Ich vereinbarte mit meinem AG trotzdem weiterzuarbeiten und nicht zuhause zu bleiben.im Gegenzug wurde aus meiner Selbstständigkeit ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis ( Deal!) ich geriet dadurch -in den letzten 2 Jahren der Erkrankung durch Verlust des Jobs der Ehefrau in grosse finanzielle Not ( auch durch die Privatbehandlung alternativer Medizinmethoden bei Krebs) . Also vereinbarte ich dieses Jahr mit meinem AG einen Schwarzgeldkredit in Höhe von 50.000.- .
Jetzt kam es zu Streitigkeiten weil ich im Monat 3-5 Tage frei für mich und meine Famile wollte ( durchschnittliche Arbeitszeit pro Monat sind 250 Stunden) . Ich bekomme jeden Monat zu meinem regulären Bruttolohn ( 3500.-) 500 Euro als Schwarzgeldzahlung in bar. Diese bekomme ich seit Januar 2015 nicht mehr weil dies der Tilgung dient!
Nun bin ich arbeitsunfähig ( psychischen und physischen Zusammenbruch ) . Es gibt einen Kreditvertrag handschriftlich ( natürlich nicht offiziell) dass bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Summe sofort fällig wird. Sind jetzt "nur"noch 48.000.- !
Ich werde mit sms und Anrufen bedroht so daß ich trotz Nichtfähigsein zu arbeiten und Krankmeldung arbeite und sogut wie keine freien Tage bekomme. Das Verhältnis ist zerstört. Es gibt im Grunde genommen keine Basis mehr. Der Druck ist enorm.
Ich im Gegenzug kenne genau die Betriebsabläufe wie Schwarzgeld "gemacht" wird. Bin zwar nicht aktiv daran beteiligt aber involviert! Es sind p.a ca. 4-5 Mio Euro Schwsrzgeld. Ich habe vor Jahren angefangen mir Kopien und Abläufe zu sichern ( sind in einem Bankschliessfach hinterlegt ) weil ich es als gewisse "Sicherheit" für mich sah. Ich ertrage gerade sämtliche Denunzionen und Psychoterror . Ich will und kann den Inhaber nicht erpressen. Ich hab dazu zuviel Rechtsbewusstsein und kriminell bin ich nicht ! Ich will da einfach nur noch weg !!! Wer kann mir helfen ? Rechtlich und oder finanziell da raus zu kommen .
Ich würde ihm gerne morgen die 48.000.- hinblättern und das ganze Verhältnis der Vergangenheit angehören lassen!
Ich hab mit meinem krebskranken Kind genug Ärger und Probleme.... Noch ist Sohnemann nicht überm Berg :-(
Bitte helft uns !!!!!!wir wollen doch nur unsere Ruhe und keinen zusätzlichen Ärger !

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Sehr geehrter Ratsuchender,


sicherlich steht es Ihnen frei, den ausstehenden Restbetrag zurückzuzahlen und das Arbeitsverhältnis dann zu beenden.

Bedenken müssen Sie allerdings, dass dann sicherlich eine Sperrzeit ausgesprochen wird und Sie dann bis zu 12 Wochen keine Einkünfte haben werden.


Unabhängig von dem "Darlehen" - wobei der Geldbetrag zurückgezahlt werden muss - müssen Sie so ein "Verhalten" des Arbeitgebers ab nicht hinnehmen, da dieses Verhalten nicht rechtens ist.

Bei einer festgestellten Arbeitsunfähigkeit müssen Sie nicht zur Arbeit erscheinen und auch keine rechtlichen Konsequenzen befürchten, wenn Sie nicht arbeiten.

Weder eine Kündigung wäre deshalb so einfach möglich, noch würden irgendwelche Beträge dann SOFORT fällig, da eine solche Fälligkeitsabrede ebenso nichtig wäre, wie der Darlehensvertrag insgesamt, da er offenbar gegen ein gesetzliches Verbot verstößt - gleichwohl wird das nichts an einer Rückzahlungsverpflichtung des Restbetrages ändern, aber eben nicht sofort.



Hier kann man Ihnen nur dazu raten, das Gespräch mit dem AG zu suchen.

Bei dem Arbeitseinsatz von Ihnen und der Tatsache, dass der AG Sie offenbar gerne täglich beschäftigen will, wird der AG sicherlich einen solchen Mitarbeiter nicht gerne "ziehen lassen wollen", so dass ein solches Gespräch auch im beiderseitigen Interesse sein dürfte, um die Abwicklung in geordneter Weise dann über die Bühne zu bringen.


Dabei ist es richtig, auf "Erpressung" und andere Spielereien zu verzichten, da dieses strafrechtliche Konsequenzen für Sie hätte. Bleiben Sie dabei, dass die Arbeitsunfähigkeit eben bedeutet, dass Sie nicht zur Arbeit zu erscheinen haben.


Lassen Sie sich aber nicht zu irgendeiner Zusage, Absprache oder sonst irgendetwas hinreißen. Sollte Ihnen ein Angebot unterbreitet werden, nehmen Sie dieses mit und lassen Sie es unbedingt prüfen; gerne kann das auch über unser Büro erfolgen.



Ihnen, Ihrer Familie und insbesondere Ihrem Sohn alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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