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Erneutes Fahren mit Trunkenheit am Steuer

| 25.09.2018 05:02 |
Preis: 53,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Böhler


Hallo zusammen,
am 1. Juli diesen Jahres wurde ich bei einer allg. Verkehrskontrolle mit einem BAK-Wert von 1,5 Promille angehalten. Der Führerschein wurde dabei durch die Beamten einbehalten und ich dementsprechend belehrt.
Mitte August hätte die Verhandlung für diese Tat stattfinden sollen, dem als Zeuge anwesenden POM fiel aber 5 Minuten nach Verhandlungsbeginn als Einzigem auf, dass die Staatsanwaltschaft das Vergehen unter Jugendstrafrecht angeklagt hatte bzw. ich vor einem Jugendrichter saß, ich jedoch zum Zeitpunkt des Vergehens schon das 21. Lebensjahr vollendet hatte. Auf Grund dieser Umstände beendete der Richter das Verfahren und empfahl der Staatsanwaltschaft, eine neue Anklageschrift bzw. Strafbefehl zu organisieren. Im Moment warte ich noch auf einen Brief.
Vor ein paar Tagen bin ich erneut alkoholisiert durch die Polizei angehalten worden, der Atemtest verriet 1,2 Promille, die Werte der BAK-Untersuchung erwarte ich noch. (Ich rechne jedoch nicht damit, dass ich unter 1,1 Promille rutschen werde, zwischen Atemalkoholtest und Blutentnahme lagen gerade mal 15-20min)
Dass somit eine MPU (nach einer längeren Sperrfrist) generell unausweichlich wäre, ist mir bewusst. Jedoch habe ich mit dem Thema Autofahren und Führerschein sowieso abgeschlossen, da ich auf Grund veränderter Lebensumstände nicht mehr auf mein Kfz angewiesen bin und ich mir auch selbst eingestehen muss, dass ich wahrscheinlich nicht in der Lage bin (bzw. nicht gewollt bin), ein Kfz im Rahmen des Gesetzes zu bewegen. (Fuhr auch sonst oft unter Missachtung der erlaubten Maximalgeschwindigkeit oder anderer Verkehrsregeln)
Daher wäre meine Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit auf eine Geldstrafe oder auf eine zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe? Muss ich mit einem Gefängnisaufenthalt rechnen?

Vorbestrafungen sind:
-Sachbeschädigung in zwei Fällen
-BTM (weniger als 1g Cannabis)

Noch zu erwähnen wäre, dass im Polizeibericht der Presse etwas von einer Flucht vor der allg. Verkehrskontrolle erwähnt wird. Ich habe jedoch lediglich in dem Moment, als ich den Streifenwagen im Rückspiegel in einiger Entfernung erkannt habe (noch ohne roten Halt-Stopp-Text oder Blaulicht), beschleunigt und bin in eine Seitenstraße abgebogen um dort zu parken und nach Möglichkeit mich von dem Auto zu entfernen. Die Polizei war jedoch schneller hinter mir als ich gedacht hatte, und sobald die Aufforderung zum Anhalten kam, bin ich dieser nachgekommen. Habe ich bzgl. dieses "Fluchtversuchs" weitere Komplikationen zu befürchten?

Abschließend: Ich war unentschlossen, ob diese Thematik jetzt bei Verkehrsrecht oder auf Grund des Straftatbestandes bei Strafrecht einzuordnen ist. Ich hoffe, dass ich im Verkehrsrecht auch den richtigen Ansprechpartner finde.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier erscheint es sehr unwahrscheinlich, dass eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung verhängt wird und Sie insofern Gefängnis müssen.

Eine abschließende Beurteilung ist erst in Kenntnis aller Details möglich, insbesondere ist Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft zu nehmen. Lediglich wenn bei der angeblichen Flucht eine Gefährdung für Dritte bestand, dürfte keine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe auf Bewährung in Frage kommen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 25.09.2018 | 13:36

Danke erst mal für die Antwort.

Wäre die erwähnte Gefährdung für Dritte bereits eine leicht überhöhte Geschwindigkeit (keine Geschwindigkeitsmessung seitens der Polizei vorgenommen) Sonntagmorgens um 6:30 Uhr in einer zu dem Zeitpunkt stark verkehrsarmen Straße? Vorfahrtsregeln, blinken etc. wurde alles eingehalten, ich habe so bald die Aufforderung zum Anhalten kam den Blinker rechts gesetzt und den nächste sichere Anhaltemöglichkeit genutzt. Ich war sehr kooperativ ggü. den Beamten und habe leider in meinem (doch schon beträchtlich alkoholisiertem) Zustand Ihnen ggü. erwähnt, dass man Streifenwagen allein auf Grund der Scheinwerfer im Rückspiegel einfach erkennt und dass ich deswegen versucht hatte, noch bevor sie mich einholen konnten einen Parkplatz aufzusuchen. Ich habe ehrlich gesagt deswegen keine Idee, warum der Text im Presse-Polizeibericht so reißerisch formuliert ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.09.2018 | 16:15

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Allein durch die leicht erhöhte Geschwindigkeit dürfte keine konkrete Gefahrensituation entstanden sein, weshalb eine Freiheitsstrafe, die nicht zur Bewährung ausgesetzt werden kann, äußerst unwahrscheinlich erscheint.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.09.2018 | 13:37

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 25.09.2018 5/5,0
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