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Erneuter Schufaeintrag eines Alt Gläubigers nach Restschuldbefreiung


| 09.12.2013 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Zusammenfassung: Eintrag einer nach Restschuldbefreiung erloschenen Forderung in die Schufa; vorsätzliche sittenwidrige Schädigung


Sehr geehrter Anwalt,
Sehr geehrte Anwältin,

ich habe im Jahr 2006 eine Privat (Verbraucherinsolvenz) gehabt, diese endete dieses Jahr am 02.07.2013 mit dem Vermerk Restschuldbefreiung erteilt. Alle Forderungen waren in meiner Schufa als erledigt am 02.07.2013 (Datum der Restschuldbefreiung) gekennzeichnet.

Am 15.11.13 schaute ich Online in meine Schufa da mir ein Kartenunternehmen mitteilte, dass Sie mir meinen Vertrag Kündigen müssten aufgrund einer negativ Information der Schufa. ich schaute direkt in meine Onlineschufa und musste feststellen, das ein Altgläubiger ( aus dem Jahr 2004 und auch angegeben beim Insolvenzverfahren ) die Forderung erneut mit Saldo Aktualisierung gemeldet hat. Erstaunlich dabei war, das die Forderung Identisch mit der aus dem Jahr 2004 ist, keinerlei Zinsen oder sonstige Kosten wurden berechnet. Bei der nachfrage bei dem entsprechenden Inkassounternehmen teilte man mir mit das man den Fall bereits vor langer zeit an einen Rechtsanwalt abgetreten hat. Und man nichts mehr daran ändern könne. Das Problem ist das damals natürlich das Inkassounternehmen als Gläubiger angegeben wurde und nicht der Rechtsanwalt. bei Nachfragen (mehrmalige) und vielen Vertröstungen des Rechtsanwaltes habe ich nun heute 09.12.2013 die Aussage bekommen das die Forderung niemals beim Insolvenzverfahren eingetragen wurden. Was ja meiner Meinung nach auch nur logisch ist, da ja damals das Inkassobüro zuständig war.

Der Rechtsanwalt teilte mir mit das er nun diese Forderung mit aller Härte einklagen würde und ich mir keine Hoffnung machen solle das man sich einigen könne.

Das grösste Problem ist das ich momentan in einem Bereich berufstätig bin wo mich dieser meiner Meinung nach Unberechtigte Eintrag meinen Job kosten könnte.

Wie bekomme ich nun den Eintrag aus der Schufa? Die Schufa selber teilte mir mit das Sie den Eintrag nicht erneut als erledigt melden können da die Forderung wieder neu eröffnet wurde durch den Gläubiger.

Ich habe noch von verschiedenen Leuten gehört das diese Forderung obwohl damals Tituliert Verjährt sein könnte da niemals eine Aktualisierung der Schuldsumme getätigt wurde.

Ich hoffe Sie können mir helfen.
Sehr geehrter Ratsuchender,

gern beantworte ich Ihre Frage entsprechend den von Ihnen gemachten Angaben.

Die Restschuldbefreiung umfasst alle Forderungen gegen Sie, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens bestanden haben. Ausgenommen sind davon nur solche Forderungen, die Sie grob fahrlässig oder vorsätzlich nicht angegeben haben und die deshalb nicht berücksichtigt werden konnten.

In Ihrem Fall ist also klar, dass die in Rede stehende Forderung mit Erteilung der Restschuldbefreiung untergegangen ist. Dies gilt auch dann, wenn die Forderung zwischenzeitlich an einen Dritten abgetreten worden ist.

Der von Ihnen erwähnte Rechtsanwalt geht mit seiner Auffassung also in die Irre. Ihm steht die Forderung nicht (mehr) zu, auch wenn er sie „mit aller Härte" verfolgen will.

Dies gilt auch, wenn er die Forderung als neue Forderung an die Schufa gemeldet hat. Denn es ist keine neue eigene Forderung, sondern nur eine abgetretene.

Ihren Angaben entnehme ich, dass die Forderung noch nicht tituliert war. Sie können sich also gegen einen Mahnbescheid oder eine Klage mit Erfolgsaussicht zur Wehr setzen.

Zusätzlich ist erforderlich, den Rechtsanwalt mit Fristsetzung aufzufordern, die Löschung des Eintrags in der Schufa vornehmen zu lassen.
Der Anwalt ist darauf hinzuweisen, dass er sich u. U. haftbar und schadenersatzpflichtig macht wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung, § 826 BGB. Nötigenfalls müsste er nach erfolgloser Fristsetzung diesbezüglich verklagt werden.

Vorausgesetzt, Ihre Angaben sind richtig, sollten Sie sich also nicht bedrohen und ins Bockshorn jagen lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend klar beantwortet zu haben. Anderenfalls nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
H. Köstner
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 09.12.2013 | 17:17

Vielen Dank für Ihre rasche Antwort auf meine Frage,

die damalige Forderung aus dem Jahr 2004 war tituliert. Wann genau diese an den RA abgetreten wurde konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Insofern hoffe ich nun mir trotzdem keine Gedanken machen zu müssen und die Chance zu haben das dieser Eintrag gelöscht wird.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.12.2013 | 18:18

Sehr geehrter Ratsuchender,
da die Forderung tituliert ist, dürfen Sie nicht einfach abwarten. Sie sollten den Rechtsanwalt zusätzlich ebenfalls unter Fristsetzung auffordern, den Titel herauszugeben. Geschieht dies nicht, müssen Sie Vollstreckungsgegenklage erheben, da ansonsten Vollstreckungsversuche drohen.
Ich kann Ihnen deshalb nur anraten, einen Anwalt vor Ort aufzusuchen und mit Ihrer Vertretung zu beauftragen, damit die Sache in Ordnung gebracht wird.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
H. Köstner
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.12.2013 | 17:27


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"Sehr freundlich und verständlich auch wenn der Punkt der Titulierung falsch verstanden wurde was aber eher an meiner Formulierung liegt. "