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Erneute Zahlungsaufforderung trotz langjähriger Kündigung bei C-Date

6. Februar 2014 15:35 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung:

Wie geht man mit einer unberechtigten Forderung einer Partnervermittlung um?

Guten Tag,
folgendes Schreiben habe ich heute aus München erhalten:


wir zeigen Ihnen an, dass wir die Firma Interdate SA, 291, Route d'Arlon, LU-1150 Luxembourg anwaltlich vertreten.

Sie haben am 05.10.12 auf der Internetseite C-Date mit der E-Mailadresse einen
kostenpflichtigen Zugang gebucht und das Angebot in Anspruch genommen.

Ihre IP zum Zeitpunkt der Anmeldung lautete:
Die von unserer Mandantin eingereichte Lastschrift hat Ihr Kreditinstitut nicht
eingelöst. Sie schulden nunmehr die fällige Vergütung in Höhe von 119,70 EUR zuzüglich
Mahngebühr, Bankspesen in Höhe von 12,50 EUR und Zinsen in Höhe von 7,69 EUR.

Einschließlich unserer Gebühren haben Sie einen fälligen Betrag in Höhe von
insgesamt 188,49 EUR zu bezahlen.

Wir bitten Sie daher, vorstehenden Betrag auf das unten angegebene Konto unter
Angabe des Aktenzeichens bis spätestens zum 21.02.14 zu überweisen.

Nach Zahlungseingang werden wir die Angelegenheit abschließen und die Akte zur
Ablage bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Auer Witte Thiel
Rechtsanwälte

Ich hab bereits auf das Schreiben reagiert und denen mitgeteilt, dass ich den Zugang im Jahre 2010 gekündigt habe, wie auf der entsprechenden Seite angegeben per Fax.
Wenige Tage später bekam ich auch die Bestätigung per Mail aus Luxembourg.
Da der Fall für mich somit abgeschlossen war, habe ich auch keinen Grund gesehen, der Art Bestätigungen per Mail in irgendeiner Form zu archivieren, zumal diese Fall jetzt auch knapp 4 Jahre her ist.
Meiner Meinung nach, wird hier hier mit betrügerischen Methoden versucht, auf Basis der Glaubwürdigkeit zu dieser *Firma*, bereits verlorene Kunden nochmals zur Kasse zu bitten.
Ich gehe davon aus, dass ich kein Einzelfall bin und das der Art Betrug im Internet rapide zunimmt.

6. Februar 2014 | 17:04

Antwort

von


(619)
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Tel: 0521/9 67 47 40
Web: http://www.kanzlei-alpers.de
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworte:

Rechtlich ist es zunächst natürlich so, dass Sie nicht für einen Vertrag bezahlen müssen, den Sie nicht geschlossen haben. Einen entsprechenden Vertragsschluss müsste Ihnen C-Date beweisen.

Aufgrund des Schreibens der Kanzlei Auer Witte Thiel dürfte die Ihnen nicht mehr vorliegende Kündigungsbestätigung aus dem Jahr 2010 eigentlich auch kein Problem darstellen, denn gemäß des Schreibens sollen Sie ja erst am 05.10.12 einen entsprechenden Zugang gebucht haben.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, ob tatsächlich ein Abbuchungsversuch von Ihrem Konto versucht wurde, denn es besteht ja theoretisch auch die Möglichkeit, dass sich jemand unter Ihrem Namen mit anderen Kontodaten angemeldet hat.

Im Ergebnis ist der bekannte Sachverhalt noch zu dünn, um beurteilen zu können, ob Ihnen hier wirklich Probleme drohen können, oder ob es sich wie so oft nur um „heiße Luft" handelt. Da die Gegenseite erfahrungsgemäß nicht direkt beim ersten Mal aufgibt, würde ich für den Fall, dass Sie hier etwas Sicherheit möchten, ggf. die entsprechenden Nachweise über den behaupteten Vertrag und Auskunft über Ihre Daten nach § 34 BDSG verlangen.

Ob es sich hier vorliegend tatsächlich um ein betrügerisches Verhalten der Gegenseite handelt, d.h. dass diese bewusst in Kenntnis eines überhaupt nicht existierenden Vertrages versucht, Geld von Ihnen einzutreiben, kann ohne die entsprechenden Unterlagen leider von hier nicht beurteilt werden. Dementsprechend sollte man hier mit dem Vorwurf des Betruges vorsichtig sein.

Dass der Markt der Partnervermittlungen heiß umkämpft ist und teilweise durch im Kleingedruckten versteckte Verlängerungsklauseln, Gebühren für Persönlichkeitsprofile etc. Beträge verlangt werden, die den Betreibern im Ergebnis vielfach nicht zustehen, ist seit Jahren nichts Neues. Zur Frage der Unwirksamkeit einer automatischen Vertragsverlängerung hat in einem hier betriebenen Verfahren das Amtsgericht Bielefeld vor kurzem die Klage einer anderen Partnervermittlung mit deutlichen Worten abgewiesen.

Da Sie sich ja vorliegend hier schon keiner „Schuld" bewusst sind, würde ich Ihnen im Ergebnis auf keinen Fall empfehlen, den geforderten Betrag zu zahlen. Sollten von der Gegenseite weitere Unterlagen vorgelegt werden, muss man diese entsprechend bewerten. Allerdings ist davon auszugehen, dass C-Date nach dem von ihnen geschilderten Sachverhalt einen entsprechenden Vertragsschluss nicht beweisen können wird. Leider führt dies vielfach aber nicht dazu, dass man Sie ohne Weiteres von Mahnungen etc. verschonen wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Antwort zunächst weiterhelfen. Sofern C-Date nicht locker lässt und Sie Sicherheit haben möchten, sollten Sie dann die Beauftragung eines Anwalts überlegen. Gerne können Sie sich dann natürlich auch an meine Kanzlei wenden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Arnd-Martin Alpers

ANTWORT VON

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