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Erneute Verringerung der Arbeitszeit- Teilzeit

24.06.2020 16:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Guten Tag,

ich befinde mich aktuell in einer unbefristeten Teilzeitbeschäftigung (32h/Woche). Diese habe ich zuletzt im Jahre 2018, fristgerecht zum 1.März 2019 beantragt und genehmigt bekommen (Vorher Vollzeit 38h/Woche).

Hierzu habe ich zwei Fragen.

1. Laut Teilzeit- Bristungsgesetz muss zwischen einer Bewilligung und einer Neubeantragung 2 Jahre vergehen. Ich plane zum nächstmöglichen Zeitpunkt erneut eine Verringerung meiner Arbeitszeit auf 24h zu beantragen. Wann kann ich also frühestmöglich den Antrag stellen / abgeben? Muss ich bis zum 1.März 2021 warten um den Antrag Abzugeben oder kann ich schon fristgerecht am 1. Dezember 2020 den Antrag zur Verringerung zum 1.März 2021 beantragen?

2. Gibt es eine Mindeststundenanzahl für Teilzeitbeschäftigte in der Metall-Branche?
Mir ist nämlich etwas von 28h zu Ohren gekommen. Stimmt das? (Im Arbeitsvertrag ist jedenfalls dazu nichts vermerkt)

Danke vorab für Ihre Antwort

MfG

Einsatz editiert am 25.06.2020 13:53:38

28.06.2020 | 11:58

Antwort

von


(1779)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge (Teilzeit- und Befristungsgesetz - TzBfG)
§ 8 Absatz 6, Zeitlich nicht begrenzte Verringerung der Arbeitszeit, bestimmt:

"Der Arbeitnehmer kann eine erneute Verringerung der Arbeitszeit frühestens nach Ablauf von zwei Jahren verlangen, nachdem der Arbeitgeber einer Verringerung zugestimmt oder sie berechtigt abgelehnt hat."

Es gilt dann dafür wieder der Absatz 2:
"Der Arbeitnehmer muss die Verringerung seiner Arbeitszeit und den Umfang der Verringerung spätestens drei Monate vor deren Beginn in Textform geltend machen. Er soll dabei die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angeben."

Seit dem letzten Verringerungsverlangen mit Zustimmung oder berechtigter Ablehnung des Arbeitgebers müssen also mindestens 2 Jahre vergangen (sog. Sperrfrist) sein.
Sie können dann auch schon bis Ende Dezember 2020 das beantragen, mit Wirkung zum 1.3.21.

2.
So habe ich das auch gefunden:
Für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie sehen die neuen Tarifverträge der IG Metall die „verkürzte Vollzeit" vor. Das bedeutet, dass die wöchentliche Arbeitszeit für einen bestimmten Zeitraum auf bis zu 28 Stunden abgesenkt werden kann. Durch Tarifvertrag kann der Rahmen für den Zeitraum der Arbeitszeitverringerung abweichend vom Gesetz auch zuungunsten des Arbeitnehmers festgelegt werden.

Man müsste das aber im betreffenden Tarifvertrag konkret nachsehen. Ich kann diesen leider nicht einsehen (nur kostenpflichtiger Versand), aber Ihr Arbeitgeber muss Ihnen das gewähren, die Einsichtnahme.
Es kann nämlich auf eine andere Arbeitszeit ggf. unter bestimmten Umständen möglich sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 29.06.2020 | 08:52

Vielen Dank für ihre Antwort. Ich habe eine Nachfrage zu Punkt 2. Wenn ich jetzt eine unbefristete Verringerung meiner Arbeitszeit auf 24h pro Woche beantragen möchte, dann hat der Tarifvertrag darauf doch keine Auswirkungen oder verstehe ich das falsch? Die im Tarifvertrag der IGM geregelten 28h Minimum pro Woche gelten doch nur im Falle einer befristeten Beantragung ("verkürzte Vollzeit").
Ich hingegen möchte ja ganz klar eine unbefristete Teilzeit bentragen. Daher die Frage ob mein Antrag auf eine unbefristete Absenkung auf 24h pro Woche mit Verweis auf den Tarifvertrag rechtens abgelehnt werden könnte? Vielen Dank vorab!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29.06.2020 | 15:20

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Nachfrage möchte ich Ihnen gerne wie folgt beantworten:

Ja, richtig, dass sehe ich auch so wie Sie; bei Ihnen wäre auch unbefristet eine Verkürzung auf 24h pro Woche denkbar und möglich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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