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Erneute Arbeitslosigkeit nach zwischenzeitlicher Beschäftigung


23.12.2015 14:52 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch



Ich habe eine Rumänische Angestellte, die vom 15.12.2013 bis 31.3.2015 bei mir beschäftigt war.

Aufgrund von Arbeitsmangel musste ich Ihr zum 1.4.2015 kündigen.

Danach war sie 3 Monate bis zum 30.6.2015 arbeitslos

Seit dem 1.7.2015 ist sie wieder bei mir beschäftigt. Leider zeichnet sich jetzt ab, dass wieder ein Arbeitsmangel auftreten wird. Nachdem Sie sich wirklich bemüht, es aber für sie schwer sein dürfte eine andere Arbeit zu finden, möchte ich sicherstellen, daß es keine Probleme bei dem Arbeitslosengeldbezug geben wird.

Wie lange hätte sie Anspruch auf Arbeistlosengeld, wenn ich zum 31.1.2016 kündige oder wäre es besser sie bis zum 30.6.2016 zu behalten und erst auf dieses Datum hin zu kündigen, damit wieder ein Jahr Beschäftigungszeit seit der letzten Arbeitslosigkeit vorhanden ist?
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne bin ich Ihnen bei der Berechnung des Arbeitslosengeldanspruchs Ihrer Mitarbeiterin behilflich. Um eine verlässliche Auskunft geben zu können, benötige ich jedoch noch einige ergänzende Angaben von Ihnen.

Neben der zweijährigen Anwartschaftszeit (24 Monate vor der Arbeitslosenmeldung), innerhalb derer sie mindestens 12 Monate gearbeitet haben muss (erfüllt, hier sind es sogar 18 Monate), ist noch entscheidend, ob und wie lange sie in den weiteren drei Jahren vor dieser Frist gearbeitet hat.
Ich benötige also eine Aufstellung ihrer Beschäftigungszeiten ab Januar 2011.

Darüber hinaus kann sich auch das Alter Ihrer Mitarbeiterin auf die Länge der Anspruchsberechtigung auswirken. Bitte machen Sie auch hierzu noch eine Mitteilung.

Ich darf Sie daher um Ergänzung Ihrer Angaben bitten und komme danach auf Sie zurück. Um Ihnen die Möglichkeit einer kostenlosen Nachfrage nicht "abzuschneiden", können Sie sich danach im Falle von Rückfragen gerne über meine Kanzlei-E-Mail Adresse an mich wenden.

Zunächst einmal verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 23.12.2015 | 15:36

Die Mitarbeiterin ist 24 Jahre alt. Ausser den gennanten Beschäftigungszeiten gibt es keine weiteren (weder in Deutschland noch in Rumänien)

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.12.2015 | 16:10

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die ergänzenden Informationen.

Nach der Angabe zum Alter Ihrer Mitarbeiterin ist zunächst festzustellen, dass keine den Anspruchszeitraum verlängernde Ausnahme nach § 147 Abs. 2 SGB III gilt, dies ist für Mitarbeiter ab 50 Jahren der Fall.

Nach den allgemeinen Regelungen ergäben sich mithin bei einem Kündigungszeitpunkt zum 31.01.2016 innerhalb des Bemessungszeitraums 22 1/2 Beitragsmonate. Danach hätte sie Anspruch auf Zahlung von ALG I für 10 Monate.

Sofern Sie Ihre Mitarbeiterin bis zum 30.06.2016 weiterbeschäftigen sollten, kämen entsprechend 5 Beitragsmonate hinzu. Danach wären insgesamt 27 1/2 Beitragsmonate erfüllt. Nach der Tabelle in § 147 Abs. 2 SGB III hätte sie sodann sogar einen Anspruch auf 12 Monate ALG I Zahlungen.
Um die 12 Monate voll zu machen, müsste sie insgesamt auf 24 Beitragsmonate kommen, sodass der Anspruch in dieser Höhe bereits bei einem Kündigungszeitpunkt zum 30.03.2016 erfüllt wäre. Eventuell wäre dieser Zeitpunkt damit der "Königsweg", um Ihnen möglichst viel finanzielle Entlastung, umgekehrt aber Ihrer Mitarbeiterin möglichst viel ALG I Ansprüche zukommen zu lassen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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