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Erneute Anspruch auf Krankengeld / Blockfrist

| 27.06.2017 17:44 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gero Geißlreiter


Zusammenfassung: Krankengeld wird für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit für längstens 78 Wochen innerhalb von je drei Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an, geleistet (§ 48 SGB V).

Ich war zum erstenmal von 19.03.2015 - 05.08.2016 arbeitsunfägig krank geschrieben und habe Krankengeld erhalten. Ab 06.08.2016 war ich Arbeitslos gemeldet und arbeite wieder seit 18.04.2017.

Jetzt bin ich wegen derselben Krankheit seit heute 27.06.2017 wieder krankgeschrieben.

Meine Frage ist:
Wenn ich weiterhin auf unbestimmte Zeit krank geschrieben bin, ab wann habe ich wieder Anspruch auf Krankengeld.
Ich wurde nicht ausgesteuert und hatte ca 70-72 Wochen Krankengeld erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Antwort gibt § 48 SGB V.

Versicherte erhalten Krankengeld ohne zeitliche Begrenzung, für den Fall der Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit jedoch für längstens achtundsiebzig Wochen innerhalb von je drei Jahren, gerechnet vom Tage des Beginns der Arbeitsunfähigkeit an. Tritt während der Arbeitsunfähigkeit eine weitere Krankheit hinzu, wird die Leistungsdauer nicht verlängert.
Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate 1.
nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und 2.
erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen.
Bei der Feststellung der Leistungsdauer des Krankengeldes werden Zeiten, in denen der Anspruch auf Krankengeld ruht oder für die das Krankengeld versagt wird, wie Zeiten des Bezugs von Krankengeld berücksichtigt. Zeiten, für die kein Anspruch auf Krankengeld besteht, bleiben unberücksichtigt.

Der Anspruch auf die restlichen Wochen bis zur Höchstdauer von 78 Wochen entsteht von dem Tag der ärztlichen Feststellung der Arbeitsunfähigkeit an. Zunächst wird aber Entgeltfortzahlung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) geleistet.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2017 | 18:56

Sehr geehrter Hr Rechtsanwalt
Ich habe Ihnen die Daten (Krankheitsbeginn/ Ende , Anmeldung Arbeitsamt , beginn jetzige Arbeit) gegeben.
Deswegen bitte ich auf meine persönliche Frage einzugehen.
Meine Frage ist :
Habe ich in meinem Fall Anspruch auf Krankengeld oder nicht ?
Bitte berücksichtigen Sie die Zeiten dich ich angegeben habe.
Erste Antwort von Ihnen Par.48 SGB hatte ich auch gegoogelt aber verstehe es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2017 | 19:17

Sehr geehrter Fragesteller,

Sie erhalten ab heute bis zu 6 Wochen Entgeltfortzahlung von Ihrem Arbeitgeber. Danach erhalten Sie, wenn Sie immer noch wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig erkrankt sind, ab dem 8. August Krankengeld. Die bisherige Leistungsdauer des Krankengeldes 2015/2016 wird angerechnet, bis Sie insgesamt 78 Wochen im Krankengeldbezug gestanden haben werden; das sind noch 39 Tage. Die Zeit der Arbeitslosigkeit spielt insoweit keine Rolle.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit den maßgeblichen Kalenderdaten nun besser weiterhelfen konnte.

Ich wünsche gute Besserung!

Bewertung des Fragestellers 27.06.2017 | 19:45

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"Meiner Meinung wurden meine Fragen nicht vollständig beantwortet.
Vorallem weiss ich immer noch nicht obwohl ich ganz oben (Überschrift) geschrieben hatte wann für mich die 2.Blockfrist beginnnt bzw ich wieder Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld habe."
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Fragestellung zur "Blockfrist" war leider insoweit nicht klar genug. Es gilt § 48 Abs. 2 SGB V. Ab Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit läuft ein Dreijahreszeitraum. Für Versicherte, die im letzten Dreijahreszeitraum wegen derselben Krankheit für achtundsiebzig Wochen Krankengeld bezogen haben, besteht nach Beginn eines neuen Dreijahreszeitraums ein neuer Anspruch auf Krankengeld wegen derselben Krankheit, wenn sie bei Eintritt der erneuten Arbeitsunfähigkeit mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind und in der Zwischenzeit mindestens sechs Monate
1.
nicht wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig waren und
2.
erwerbstätig waren oder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung standen.