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Erneuerung von Teppichboden durch den Eigentümer (Genossenschaft)


21.01.2008 17:31 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Wir wohnen seit 1986 in einer Mietwohnung (Genossenschaft). die Räume sind mit Teppichboden auf Estrich ausgestattet (Marke tretford) Schon seit längerem (2005) haben wir eine Erneuerung des zerschlissenen Teppichbodens beantragt. Grundsätzlich erkennt die Genossenschaft die Notwendigkeit einer Erneuerung an, sie wollen uns aber nicht den ursprünglich eingebauten Standard (Tretford, den es heute noch in der gleichen Qualität und Farbe gibt)) sondern eine billigere Variante Teppichboden(„Sozialwohnungsstandard") zugestehen.
Meine Frage: Besteht ein Rechtsanpruch auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Standards?
Vielen Dank für Ihr Angebot,
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke für Ihre Anfrage, die ich im Folgenden unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes gerne beantworte.

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf eine Erneuerung des Bodens in gleichwertiger Qualität. Dies gilt aber nur dann, wenn der Teppich mitvermietet wurde. Auslegware gilt als mitvermietet, sofern im Mietvertrag nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.

Bitte benutzen Sie bei Unklarheiten die kostenlose Nachfragefunktion.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich die rechtliche Würdigung durch das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben vollständig verändern kann. Die Beratung im Rahmen dieses Angebots dient lediglich einer ersten rechtlichen Orientierung. Sie kann und soll eine individuelle anwaltliche Beratung nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Lehmann
Rechtsanwalt


info@ra-lehmann.eu

Nachfrage vom Fragesteller 22.01.2008 | 20:54

Sehr geehrter Herr Lehmann,
Vielen Dank für Ihre Auskunft. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir die Rechtsgrundlage, auf die Sie Ihre Einschätzung stützen, mitteilen würden. (BGB oder Rechtsprechung in ähnlichen Fällen)sodaß ich dies dem Vermieter (der Genossenschaft) in meinem Schreiben nennen kann. Falls sich dadurch ein höheres Honorar für Sie ergibt, bin ich selbstversändlich bereit, dies zu bezahlen.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.01.2008 | 00:40

Die Pflicht des Vermieters zur Erhaltung der Mietsache ergibt sich aus § 535 Abs. 1 S. 2 BGB und wird in Ihrem Fall durch die Ausstattung der Wohnung im Zeitpunkt der Vermietung konkretisiert. Bei Durchsicht der gängigen Kommentare zum BGB habe ich kein Urteil gefunden, dass sichd direkt auf Ihren Fall anwenden ließe.


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