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Ermittlungsverfahren wegen versuchten Erwerbs von 3 Gramm Marihuana


25.01.2018 20:04 |
Preis: 25,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,

ich habe heute einen Brief der Staatsanwaltschaft erhalten, der mir mitteilt, dass ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln gegen mich vorliegt.
Zur Last gelegt wird mir im Juni 2017 per Postversand Betäubungsmittel bestellt zu haben, genauer wurde im selben Monat ein Briefumschlag mit 3 Gramm Marihuana sichergestellt, der an mich adressiert war.
Strafbar wäre die Tat gemäß § 223 Abs. 1 StGB.
Ich habe keinerlei Vorstrafen oder bin je auf sonstige Art mit dem Gesetz in Kontakt getreten und bin in Baden Württemberg ansässig.

Meine Fragen sind wie folgt:

1) Wann erfolgt die Mitteilung eines Ermittlungsverfahrens - bzw. genauer:
Warum wurde ich erst jetzt benachrichtigt, wenn der Tatverdacht bereits seit Juni letzten Jahres vorliegt und könnten für mich noch Zwangsmaßnahmen wie Hausdurchsuchung bevorstehen für die ich mich vorbereiten könnte, oder ist der Zeitraum für diese bereits verstrichen? (sprich: sind die Ermittlungen vorbei und die Mitteilung ist lediglich Formsache)?

2) Warum wird mir ein Verstoß gegen § 223 vorgeworfen, da ich diesen nur unter "Körperverletzung" finden kann und mir weder Konsum noch Handeltreiben vorgeworfen wird? Wird bei Anklage ein Eintrag im Führungszeugniss folgen?

3) Ist es sinnvoll die Sache durch "auszusitzen", also auf die schriftliche Beschuldigtenanhörung hin zu schweigen und ohne Rechtsanwalt abzuwarten, was sich nach 2 Wochen entwickelt um zusätliche Kosten zu vermeiden? Ich bin Student und habe Angst zusätzlich die Kosten eines Rechtsanwaltes zu tragen, falls sie dazu einen Rat wissen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Vielen Dank im Vorfeld für ihre Zeit und Antwort.
25.01.2018 | 21:05

Antwort

von


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1) Wann erfolgt die Mitteilung eines Ermittlungsverfahrens - bzw. genauer:
Warum wurde ich erst jetzt benachrichtigt, wenn der Tatverdacht bereits seit Juni letzten Jahres vorliegt und könnten für mich noch Zwangsmaßnahmen wie Hausdurchsuchung bevorstehen für die ich mich vorbereiten könnte, oder ist der Zeitraum für diese bereits verstrichen? (sprich: sind die Ermittlungen vorbei und die Mitteilung ist lediglich Formsache)?


Ja. Eine Hausdurchsuchung wäre bei dieser Menge ohnehin nicht zu erwarten, Nach Ablauf eines halben Jahres ohnehin nicht mehr da kein Tatverdacht mehr bestehen wird.

Wegen erheblicher Arbeitsbelastung der Gerichte erfolgen Strafverfahren oftmals erst ein halbes oder ein Jahr nach der Tat. Dies ist nicht außergewöhnlich.



2) Warum wird mir ein Verstoß gegen § 223 vorgeworfen, da ich diesen nur unter "Körperverletzung" finden kann und mir weder Konsum noch Handeltreiben vorgeworfen wird? Wird bei Anklage ein Eintrag im Führungszeugniss folgen?

Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Schreibfehler handelt. Sie könnten wir doch nun einen geschickten Schriftsatz formulieren, in dem Sie der Staatsanwaltschaft mitteilen dass die vorgeworfene Tat nach Paragraph 2 2 3 StGB gerade nicht strafbar ist.

In der Regel wird der erstmalige Erwerb von weichen btm nicht weiter verfolgt und das Verfahren eingestellt, erst recht bei dem Versuch. Sie sollten daher einen geschickten Brief verfassen und die Einstellung beantragen, auch unter Hinweis auf die erstmalige Auffälligkeit. Ein Eintrag in das von ihnen genannte Führungszeugnis sie ist kaum zu erwarten, da dort nur Strafen über 90 Tagessätzen eingetragen werden. Mit so einer Strafe haben Sie nicht zu rechnen.

3) Ist es sinnvoll die Sache durch "auszusitzen", also auf die schriftliche Beschuldigtenanhörung hin zu schweigen und ohne Rechtsanwalt abzuwarten, was sich nach 2 Wochen entwickelt um zusätliche Kosten zu vermeiden? Ich bin Student und habe Angst zusätzlich die Kosten eines Rechtsanwaltes zu tragen, falls sie dazu einen Rat wissen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Die Anwaltskosten können immer Verhandlungssache sein und auch schon mal "nur"unter 200eur betragen(4100,4104 VV RVG)- Für einen Studenten ist das aber mitunter auch viel Geld. Sie können eine gute Einlassung auch selber verfassen, oder einfach einen Anwalt im Rahmen der Erstberatung um einen Formulierungs-Vorschlag bitten. Mit ein bisschen Geschick sollte in ihrem Fall eine Einstellung erreichbar sein.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff

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