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Ermittlungsverfahren wegen Betrugs

02.03.2018 21:15 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Keine Aussage ohne vorherige Akteneinsicht. Das ist die goldene Regel der Strafverteidigung. Und diese gilt auch hier.

Hintergrund: Ich habe über einen bekannten Onlinehändler ein Buch bestellt (Wert 32 Euro). Der <Verkäufer> hat mir über das Online-Portal geschrieben, dass er das Buch nun verschickt hat. Das Buch ist aber nicht bei mir angekommen. Lieferadresse war eine Packstation. Ich habe von DHL auch keine Benachrichtigungs-Mail und keine SMS mit der TAN zu der Sendung bekommen. Ich habe deshalb nach 2 Wochen über den Onlinehändler einen sogenannten Garantieantrag gestellt. Dieser wurde genehmigt. Daraufhin wurden mir die 32 Euro erstattet.

Nun, nach 4 Monaten bekomme ich von der Polizei einen Brief mit einer Vorladung. Darin steht, dass gegen mich ein Ermittlungsverfahren geführt wird, mit der Beschuldigung "Warenkreditbetrug zum Nachteil des <Verkäufers>".

Ich bin aus allen Wolken gefallen, da die Beschuldigung völlig absurd ist!

Wie soll ich mich verhalten? Welchen Rat können Sie mir geben?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung des Sachverhalts haben Sie sich nicht strafbar gemacht. Sie müssen auch der Vorladung keine Folge leisten. Stattdessen sollten Sie über einen Anwalt, gerne über mich, Akteneinsicht nehmen um in Erfahrung zu bringen, worauf sich der Betrugsvorwurf begründet. Dann können Sie sich dazu einlassen.

Ohne vorherige Akteneinsicht sollten Sie zum Tatvorwurf keine Stellungnahme abgeben

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 02.03.2018 | 22:54

Sehr geehrter Herr Schwartmann,

vielen Dank für Ihre Antwort. Eine kurze Verständnisfrage hätte ich. Kann ich die Akteneinsicht nur über einen Anwalt bekommen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.03.2018 | 14:08

Ja, die vollständige Ermittlungsakte bekommen Sie nur über einen Anwalt.

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