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Ermittlungsverfahren wegen Betrug - Versandhandel


| 26.10.2016 12:51 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Bianca Vetter


Zusammenfassung: Bestellte Ware in Höhe von 30 € nicht bezahlt und anschließendes Ermittlungsverfahren. Die Ware wurde inzwischen bezahlt. Es soll eine Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft geschrieben werden. Welcher Inhalt ist sinnvoll?


Sehr gehörte Damen und Herren,

ich bin Student, männlich und dann 25 Jahre jung.

Ich habe am im Januar etwas bei einem Versandhandel im Wert von 30,89 € bestellt und leider nicht gezahlt. Kurz gefasst das ging dann über einen Anwalt. Die Hauptforderung und die Kosten des Anwalts habe ich mittlerweile bezahlt.

Ich gestehe ein, dass es von mir ziemlich dumm war eine Ware im Wert von ca. 30 € wegen nicht bezahlen und durch Anwaltskosten auf ca 140 € zu heben. Es waren zu der Zeit Prüfungen an der Hochschule und mir war dies dummerweise wichtiger.

Vor zwei Tagen hatte ich einen Brief erhalten von der Staatsanwaltschaft meiner Stadt, dass ich beim Kauf der Ware und auch beim Erhalt der Ware vorgetäuscht habe zahlungsfähig zu sein und somit ein Ermittlungsverfahren gegen mich eröffnet wird.

Ich habe bis zum 04.11. Zeit dazu Stellung zu nehmen. Einen Anwalt kann ich mir aber nicht leisten.

Ich habe auch ziemlich angst, dass ich dadurch einen Eintrag ins Strafregister bekomme. Oder mehr noch Angst vor einer Haftstrafe.

Mein Konto war zum Kauf und zum Erhalt der Ware im Plus. Zusätzlich hatte ich, da ich ein Nebengewerbe habe kurz davor eine Zahlung von ca 1000€ erhalten, die ich aber in bar erhalten habe und somit nicht auf dem Kontoauszug ersichtlich ist.

Ich möchte es nicht zu einem Strafverfahren kommen lassen.

Soll ich der Staatsanwaltschaft schreiben, dass ich bei Bestelleingang und Erhalt der Ware zahlungsfähig gewesen bin? Oder soll ich auch dem Versandhändler schreiben und mich entschuldigen, sodass er die anzeige zurücknimmt?

Ich weiß nicht, wie sehr es relevant ist, aber bis mitte Januar ca. Hatte ich in meiner Schufa noch stehen, dass ich die eidesstattliche Versicherung abgegeben habe. Die Sache, um die es da ging war schon länger beglichen wurden. Hatte aber dies erst im Januar aus dem Schuldnerregister austragen lassen.

Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.
Danke!

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich danke Ihnen für die Nutzung dieses Forums.
Vor der Beantwortung Ihrer Frage möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forums nur eine erste rechtliche Einschätzung und Beantwortung Ihrer Frage gestattet und insbesondere bei Hinzutreten weiterer, auch noch unbekannter, Umstände die Beantwortung der Frage anders ausfallen könnte.

Ich möchte nun Ihre Frage wie folgt beantworten.

Ich möchte Sie vorab darüber informieren, dass die etwaige Rücknahme der Strafanzeige durch den Händler nicht unbedingt zu einer Einstellung des Verfahrens gegen Sie führen wird. Denn die Staatsanwaltschaft prüft, ob eventuell das öffentliche Interesse zu bejahen ist, daher die Öffentlichkeit ein Interesse daran haben dürfte, dass Ihre Tat strafrechtliche Folgen hat. Die Entscheidung hierüber trifft der zuständige Staatsanwalt.

Bezüglich Ihrer nun vorzunehmenden Erklärung oder Stellungnahme sollten Sie alle Gründe vorbringen, die zu Ihren Gunsten sprechen.
Ich rate ich Ihnen daher dazu, genau das zu erklären, was Sie hier geschrieben haben. Dass Sie zu der Zeit Prüfungsstress hatten und nicht an die Begleichung der Rechnung gedacht haben. Dass Sie aber keinesfalls den Händler schädigen wollten, also nicht vorgehabt haben, die Ware nicht zu bezahlen.
Dass Sie die Möglichkeit zur Zahlung des Rechnungsbetrages hatten, sollten Sie erwähnen. Denn hierdurch geben Sie an, dass es Ihnen nicht darum ging die Ware ging nicht zu bezahlen und Sie den Händler keineswegs schädigen wollten.
Auch die Bezahlung der Ware und den Anwalt des Händlers sollten Sie unbedingt erwähnen, denn der Händler hat keinen Schaden aus der Tat (mehr) erlitten. Die Schadenswiedergutmachung ist daher gegeben.
Eine Entschuldigung an den Händler dürfte auch der Staatsanwalt zur Kenntnis nehmen. Wie er dies würdigt, kann ich nicht sagen. Dies kommt auf die Person des Staatsanwaltes an.
Zuletzt sollten Sie beantragen, dass das Strafverfahren aufgrund Ihrer Einlassung gegen Sie eingestellt wird.

Bezüglich der Höhe einer etwaig zu erwartenden Strafe kann ich Ihnen nur insofern Auskunft geben, als es relevant ist, ob Sie bereits wegen Vermögensdelikten in Erscheinung getreten sind, daher bereits wegen Diebstahl oder eines Betruges verurteilt wurden und auch wie hoch der Schaden ist.
Nachdem hier der Schaden bereits von Ihnen gezahlt worden ist, dürfte eine Geldstrafe in Betracht kommen, wenn das Verfahren nicht eingestellt wird und Sie nicht anderweitig bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten sind.
Die Geldstrafe dürfte sich in einem Bereich unter 90 Tagessätzen bewegen. Diese Strafe würde nicht ins Führungszeugnis eingetragen werden.


Ich hoffe nun, dass ich Ihnen behilflich sein konnte.
Sollten Sie eine Nachfrage haben, so können Sie diese gerne an mich stellen oder mich unter meinen Kontaktdaten kontaktieren.
Bitte nutzen Sie auch die Möglichkeit für die Bewertung meiner Antwort. Vielen Dank.

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2016 | 14:22

Danke für Ihre schnelle und gut erklärte Antwort.
Eines ist mir nur noch nicht ganz klar.
Vielleicht bin ich zur zeit auch zu durcheinander, da ich so etwas noch nicht erlebt hatte.
Ich bin nicht vorbestraft.
Also meine Verständnisfrage:

Ich würde jetzt zuerst eine Entschuldigung an den Händler schreiben.

Danach der Staatsanwaltschaft und erläutere ihr meine damalige Lage und erwähne zu gleich das Entschuldigungsschreiben an den Händler und dass ich auf jeden Fall die Ware bezahlen wollte und auch konnte. Und ich erwähne dass ich alle anfallenden den Kosten bereits beglichen habe.

Ich beantrage aber erst die Einstellungen des Strafverfahrens, wenn die Frist für meine Stellungnahme abgelaufen ist?

Vielen Dank für Ihre professionelle Antwort. Damit helfen Sie mir sehr.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2016 | 14:30

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Das Entschuldigungsschreiben an den Händler können Sie gleichzeitig mit der Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft versenden.
Sie sollten das Schreiben dann in Ihrer Stellungnahme erwähnen, wie Sie eben beschrieben haben.
Die Einstellung bitte gleich mit Ihrer Stellungnahme beantragen. Und bitte beachten Sie die Frist der Stellungnahme.

Da Sie nicht vorbestraft sind, dürfte eine Einstellung wahrscheinlich sein.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiter behilflich sein.

Mit freundlichen Grüßen

Bianca Vetter, Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 26.10.2016 | 15:10


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Auch meine Nachfrage konnte schnell und sehr verständlich erklärt werden.
Auch wenn ich hoffe keinen Anwalt mehr in anspruch nehmen zu müssen, wäre ich aber in jedem Fall bereit Rechtsanwältin Frau Vetter um Rat zu fragen. "
FRAGESTELLER 26.10.2016 5/5.0
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