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Ermittlungsverfahren wegen Beförderungserschleichung nach STGB §265a durch Polizei

05.07.2020 14:15 |
Preis: 40,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren.
Meine Freundin wurde innerhalb der letzten 8 Monate dreimal beim "Schwarzfahren" erwischt. Sie kauft monatlich die Monatskarte an den entsprechenden Automaten. Seit längerer Zeit wird Sie wegen depressiver Perioden auch medikamentös behandelt. Seither ist Sie dadurch sehr vergesslich geworden(keine Ausrede)( steht auch in den Nebenwirkungen). Sie hatte jeweils die Monatskarte nicht dabei und dann hinterher nachgereicht. Einmal wurde das Bußgeld von 60€ auf 7,50€ runtergesetzt.
Die anderen Male blieb es bei den 60€uro. Beim drittenmal waren die gleichen Kontrolleure einer Sicherheitsfirma im Einsatz. Meine Freundin fühlte sich zu Unrecht angeklagt. Es gab Diskussionen . Sie bekam eine starke Panikattacke und wurde für einige Minuten bewusstlos. Als Sie zu sich kam war de Polizei anwesend und die Daten wurden aufgenommen. Ihr wurde Schauspielerei vorgeworfen und Sie musste auf das Polizeirevier mit. Sie wurde zu keinem Zeitpunkt zu Ihrer Sicht oder Erklärung angehört.
Jetzt hat Sie einen dreiseitigen Brief von der Polizei bekommen. Ermittlungsverfahren wegen Beförderungserschleichung. 14 Tage Zeit nach Erhalt des Briefes zur Stellungnahme. Forderung der Angabe der persönlichen Daten.
Wie soll Sie sich verhalten und welche Konsequenzen kommen auf Sie zu.
LG A. H

Sehr geehrter Ratsuchender,

schlimmstenfalls könnte eine Geldstrafe von drei Monatsgehältern oder mehr drohen.

Daher ist es wichtig, dass der Vorwurf fallengelassen und das Verfahren eingestellt wird.

Denn hier wird die besondere Situation Ihrer Freundin und die Besonderheit der Krankheit und Nebenwirkungen der Medikamente nicht berücksichtigt:

Dazu sollte auch ein Attest eines Arztes schon jetzt eingeholt werden.

Mit solchen Nebenwirkungen könnte dann die Frage der Schuldfähigkeit in Zweifel gestellt werden.

Aber Ihre Freundin sollte derzeit keine Aussage machen und schweigen:

Beauftrage Sie einen Anwalt mit der Akteneinsicht.

Erst dann kennt man den genauen Akteninhalt, Vorwurf und Beweismöglichkeiten.

Und erst dann sollte eine Einlassung abgegeben werden, um eine Einstellung zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

Rückfrage vom Fragesteller 05.07.2020 | 15:47

D.H. das meine Freundin sich nicht an die 14 tägige Frist halten muss und auch keine persönlichen Angaben zu Ihren Verhältnissen machen muss. Dies wird dann ein Anwalt für Strafrecht nach Einsicht in die Akten tun?
LG A.H.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.07.2020 | 15:55

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Annahme ist zutreffend. Ihre Freundin muss die gesetzte Frist nicht einhalten und auch keine Angaben machen.

Auch zu den persönlichen Verhältnissen müssen keine Angaben gemacht werden.

Nach einer Akteneinsicht können dann auch diese Angaben nachgeholt werden. Was dann aber sinnvoll ist, kann erst nach einer Akteneinsicht beurteilt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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