Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ermittlungsbogen nach Ladendiebstahl

01.08.2016 20:00 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Zusammenfassung: Einstellung des Verfahrens nach § 153 a StPO.

Hallo. Ich habe vor fünf Wochen Ladendiebstahl in einem Lebensmittelgeschäft begangen. Es handelte sich um einpaar Lebensmittel im Wert von ungefähr 35 Euro. Die Tat wurde von einem Detektiv mittels Kameraüberwachung beobachtet. Ich habe vor Ort 50 Euro Fangprämie gezahlt, die gestohlenen Sachen wurden einbehalten.

Nun erhielt ich einen Ermittlungsbogen von der Polizei. Darin soll ich meine Personalien angeben. Ankreuzen ob ich den Vorwurf zugebe. Und Angaben zu meinem Einkommen und dem meines Ehemannes machen.

Meine Frage:

Ich werde die Tat zugeben, als ein Kreuz bei ja setzen. Empfiehlt es sich zusätzlich noch ein Entschuldigungsschreiben auf einem Extrablatt mit zu schicken mit der Bitte um Einstellung des Verfahrend nach §153a StPO?

Warum wird verlangt, dass ich Angaben zum Einkommen meines Mannes mache? Wird/werden unsere Gehälter auch bei Einstellung des Verfahrens nach § 153a StPo für die Entscheidung der Höhe der Geldauflage herangezogen oder kann ich darauß schließen, dass wahrscheinlich von der Einstellung des Verfahrens abgesehen wird und ein Strafverfahren eröffnet wird?

Soll ich überhaupt irgendwelche Angaben zu meinem/unseren Einkommen machen? Diese gehören nämlich nicht gerade zu den niedrigeren Einkommen und bewegen sich bei ca. 3000 Euro Netto bei jedem von uns.

Vielen Dank


Ich bin Ersttäter, nicht vorbestraft. Die Tat begang ich, weil mein Mann, paar Tage vorher, mir vorgeworfen hat zu viel Geld auszugeben. Beim Einkaufen fiel mir das ein und dann bin ich auf die idiotische Idee gekommen, die mich jetzt nicht mehr in Ruhe lässt, für die ich mich schäme und die in mir beim Betreten jedes Lebensmittelgeschäftes ein Schlechtes Gefühl entstehen lässt.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es gibt keine feste Regel über die Berechnung der Auflage nach § 153 a StPO. Ich rate zu einer Entschuldigung in einem gesonderten Schreiben, weil das immer die Aussichten erhöht das nach § 153 a StPO vorgegangen wird. Die Frage nach dem Einkommen des Ehemannes muss sein um zu prüfen ob Sie Ihrem Mann Unterhalt schulden oder ob dieser sich selbst versorgen kann.
Nach Ziffer I. Nr. 14 RiStBV sind die wirtschaftlichen Verhältnisse zu ermitteln.

Dies braucht die Staatsanwaltschaft sowohl für einen möglichen Strafbefehl für die Höhe der Geldstrafe, als auch bei einer Einstellung gegen Auflage. Ich rate Ihnen schon ehrlich zu sein, weil im Extremfall die Angaben geprüft werden können. Sie können aber natürlich auf Unkosten hinweisen wie Darlehen oder darauf ob im Haushalt unterhaltspflichtige Kinder leben.
Sie sollten in dem Anschreiben auch klarstellen das es sich um eine Kurzschlussreaktion gehandelt hat nach einem Streit und das dies nicht wieder vorkommen wird. Aus der Erfahrung spricht viel für eine Einstellung des Verfahrens, bei Ersttätern wird quasi immer so verfahren.

Eine Auflage wird man wohl verhängen als "Denkzettel".
Ihre geplante Vorgehensweise ist jedenfalls gut und richtig und Sie brauchen keine Angst vor einer Anklage zu haben.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Wöhler, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familien- und Arbeitsrecht


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69257 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Saeger hat meinen Fragen ausführlich beantwortet und ich bin äußerst zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Danke,es war ausführlich und verständlich. Mit freundlichen Grüssen go522832-32. Meine,besser geht es nicht!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die fundierte Beantwortung der Frage. Spätestens nach unsere Nachfrage konnten wir den Sachverhalt gut einschätzen. ...
FRAGESTELLER