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Ermittlung des Veräußerungsgewinns

03.03.2016 10:08 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Kay Fietkau


Ich habe im Jahr 2011 ein Gewerbeobjekt zum Preis von 210.000 € erworben.

Im Jahr 2013 war das Objekt jedoch von der Elbeflut betroffen und es entstand ein Sachschaden von 250.000 € am Objekt.
Ich erhielt 80 % Fluthilfe und musste 50.000 € Eigenanteil an der Sanierung tragen.

Die Sanierung läuft seit Herbst 2015 und wird jetzt im März 2016 abgeschlossen sein.
Durch die Sanierung war ich in der Lage einen Käufer für das Objekt zu finden der es zu einem Preis von 290.000 € kauft.

Meine Frage wäre nun in wie weit mein Eigenanteil an den Sanierungskosten nach der Flut in Höhe von 50.000 € bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns berücksichtigt wird.
Ohne diese Investition hätte ich das Objekt nicht zu diesem Preis verkaufen können.

Sehr geehrter Fragesteller,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform nur dazu dienen soll, Ihnen einen ersten Eindruck der Rechtslage zu vermitteln. Die Leistungen im Rahmen einer persönlichen anwaltlichen Beratung/Vertretung können und sollen an dieser Stelle nicht ersetzt werden.

Auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Fragen zusammenfassend wie folgt beantworten:


Der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn ermittelt sich wie folgt:

Veräußerungspreis
- Anschaffungskosten
- Anschaffungsnebenkosten
- nachträgliche Herstellungskosten
+ AfA
- Veräußerungskosten
= Veräußerungsgewinn

Dies bedeutet bei Ihnen;

290.000
-210.000
-0
-0
+0
-0
= 80.000

Der Eigenanteil von 50.000 € ist nicht als nachträglicher Herstellungsaufwand zu betrachten und hat damit keinen Einfluss auf den Veräußerungsgewinn.

Die 50.000 € stellen jedoch in dem Jahr, in dem sie getätigt wurden Werbungskosten dar, wenn Sie das Gewerbeobjekt vermietet haben, oder Betriebsausgaben, wenn Sie das Objekt selbst gewerblich genutzt haben. Die 50.000 € sind dabei in voller Höhe absetzbar. Davon abgesehen können solche großen Erhaltungsaufwendungen nach § 82b EStDV auf 2 bis 5 Jahre verteilt werden,


Ich hoffe Ihnen, mit den vorstehenden Ausführungen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Ich möchte Sie an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass die vorstehende Antwort ausschließlich auf den von Ihnen gemachten Angaben beruht. Das Hinzufügen oder Weglassen von Angaben kann zu einem anderen Ergebnis führen.


Mit freundlichen Grüßen

Kay Fietkau
Rechtsanwalt

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