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Ermittlung des 'Reinnachlasses'

25.02.2011 13:37 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Situationsbeschreibung:


Frau gestorben. Mann vorverstorben, Sohn vorverstorben.
1 Tochter vorhanden und die Tochter des Sohns.
Da die Frau vorher für ca. 7 Jahre pflegebedürftig war, und ihre Tochter die Pflege, bzw. deren Organisation übernommen hatte, setzte sie die Tochter als alleinige Erbin ein, beschwerte sie aber mit einem Vermächtnis über 1/3 des „Reinnachlasses" zu Gunsten der Tochter des Sohns, also der Enkelin, dass innerhalb eines Jahres auszuzahlen sei. Außerdem gibt es mehrere Auflagen die die Tochter zu erfüllen hat. Außer der Tochter gibt es keinen Testamentvollstrecker.
Der Nachlass besteht aus einer zu verkaufenden Immobilie samt Hausrat, einigen Wertgegenstände und Bankkonten.
Um den Nachlasses samt Auflagen und Vermächtnis ordnungsgemäß regeln zu können, bedarf es Zeit, Mühe und Kosten u.a. auch weil der eigentliche Wohnsitz der Tochter 600 km entfernt ist, und sie zwischen den Aufenthaltsorten hin-und herreisen muss.

Frage:

Welcher Nachlass-Wert ist ausschlaggebend von dem die Unkosten abgezogen werden, um den Reinnachlass zu ermitteln? Der Wert zum Todestag oder der Wert an dem Tag, der innerhalb des zur Verfügung stehenden Jahres für die Vermächtnis-Auszahlung gewählt wird?
Dies kann ja sehr unterschiedlich sein, da Zinsen oder Wertsteigerungen, bzw. Wertminderungen, den Betrag der Hinterlassenschaft im Laufe des Jahres verändern können.

Und, gibt es einen Pauschalbetrag den die Tochter für ihre Arbeit der Nachlassregelung vom Nachlasswert abziehen kann, außer der Beträge der vorhandenen Unkostenrechnungen?

25.02.2011 | 14:01

Antwort

von


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Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworte:

1.
Der Reinnachlass entspricht nach der gängigen Definition dem Umfang der Nachlassgegenstände abzüglich Nachlassverbindlichkeiten, also die Gesamtheit des aktiven und passiven Vermögens eines Verstorbenen.

Maßgeblich ist damit der Wert des Nachlasses im Todeszeitpunkt, falls sich die Vermächtnisanordnung derart auslegen lässt, was ich vermute.

Ist ein Bruchteil des verbleibenden Nachlassrestes vermacht, liegt ein Quotenvermächtnis vor.

So kann beispielsweise wie hier angeordnet werden, dass der Vermächtnisnehmer einen Anspruch auf Geldzahlung gegen den Erben in Höhe eines 1/3 des Gesamtnachlasses hat.

So jedenfalls meine erste Einschätzung, wobei ansonsten das Testament/Vermächtnisanordnung einer näheren Prüfung zu unterziehen wäre.

Aber in Normalfall ist dieses so, wie ich oben geschildert habe.

2.
Der Testamentsvollstrecker kann nach dem Erbrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs für die Führung seines Amts eine angemessene Vergütung verlangen, sofern nicht der Erblasser ein anderes bestimmt hat.

Dabei wird u. a. der Nachlasswert zu Grunde gelegt und zudem das Maß der Verantwortung und damit auch die Gefahr der Haftung des Testamentsvollstreckers besonders berücksichtigt.

Anerkannt ist, dass es eine Gesamtobergrenze für die Testamentsvollstreckervergütung gibt, die momentan bei 12% des Nachlasswertes angesetzt wird.

Die einzelne Bestimmung kann ich leider nicht im Rahmen einer Erstberatung vornehmen - ich bitte um Ihr Verständnis.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

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