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Ermittlung der Erbschaftssteuer

| 12.01.2012 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Erblasser(verwitwet, 1 Kind) verstirbt.
Im vorhandenen Testament ist der Gläubiger
zum Haupterben bestimmt worden.

Der Erblasser ist Besitzer eines mit
Wochenendhäuser bebauten Grundstücks, im Wert von
200 000 Euro.
Der Gläubiger besitzt Schuldschein(gegenüber dem
Erblasser) in Höhe von 150 000 Euro.

Fragen:
a)Von welcher Summe wird die Erbschaftssteuer für
den Gläubiger festgelegt?(200000 minus 150000)?
b)Von welcher Summe ist der Pflichteil für das
Kind zu entrichten?(200000 minus 150000)?

mfg

Ihre Anfrage eignet sich vom Umfang und den Informationen her nicht unbedingt für eine Erstberatung.
Nach den gemachten Angaben kann ich jedoch einen groben Überblick verschaffen:
Für die beantwortung der Fragen ist zunächst zu sagen, dass die Erbmasse grundsätzlich die Gesamtheit des aktiven und passiven Vermögens eines Verstorbenen darstellt.

Zu a)
Für die Ermittlung der Erbschaftssteuer ist zunächst das Verwandtschaftsverhältnis maßgeblich.
Nach Ihren Angeben handelt es sich um einen sonstigen Berechtigten.
Das geerbte Vermögen stellt sich als 200.000,00 EUR brutto in Form des sog. begünstigten Immobilienvermögens dar.
Zu dem Erbe zählen jedoch nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten, insbesondere Nachlassverbindlichkeiten.
Zu den Nachlassverbindlichkeiten zählen auch die sogenannten Erblasserschulden. Dies sind vertragliche oder gesetzliche Verbindlichkeiten, die der Erblasser noch zu Lebzeiten übernommen hat, also auch die dem vorliegenden Schuldschein zugrundeliegende Forderung in Höhe von 150.000,00 EUR.
Zur Ermittlung der Erbschaftssteuer wird nun die Erbmasse ermittelt.
Als Erbmasse wird im Allgemeinen der gesamte Nachlass des verstorbenen Erblassers bezeichnet.
Dabei ist auch relevant, zu welchem Teil des Erbes die Schuld aus dem Schuldschein zählt. Insbesondere, ob die 150.000,00 EUR Schulden in Zusammenhang mit einem etwaigen begünstigten Betriebsvermögen oder der begünstigten Immobilie entstanden sind.
Erbschaftssteuersätze lassen sich in § 19 Absatz 1 Erbschaftssteuergesetz nachlesen.

zu b)
Der Pflichtteil entspricht hinsichtlich der Höhe der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils zur Zeit des Erbfalls.
Bei der Berechnung des gesetzlichen Erbteils sind auch die Personen mitzuzählen, die wegen Enterbung, Ausschlagung oder Erbunwürdigkeit nicht erben. Die Aufzählung ist dabei abschließend. Bei einem Kind ist dies grundsätzlich 1/2 des Erbes.
Zugrunde liegt erneut der Wert des Erbes, mithin die Erbmasse. Entscheidend ist das Vermögen des Erblassers im Zeitpunkt des Erbfalles, wobei der sog. Reinnachlass, entsprechend dem Netto-Nachlass, maßgeblich ist. Hier sind somit grundsätzlich vorhanden gewesene Verbindlichkeiten, so auch die 150.000,00 EUR abzuziehen.

Eine weiterreichende Beratung ist mir im Rahmen dieser Erstberatung leider nicht möglich. Sie können mich jedoch gerne jederzeit mit der Anfertigung eines schriftlichen Gutachtens unter der Funktion "Direktanfrage" beauftragen. Diese wäre jedoch nicht durch die hier angegebenen Kosten gedeckt, sondern würde 1.268,54 EUR inkl. Umsatzsteuer kosten.
Sie können mich gerne diesbezüglich kontaktieren.

Bewertung des Fragestellers 13.01.2012 | 10:44

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