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Erlöschen der Niederlassungserlaubnis wegen Arbeiten im Ausland

04.01.2015 23:50 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Ausreise aus der BRD und Beibehaltung eines Aufenthaltstitels

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin 25 Jahre alt, in Deutschland geboren und aufgewachsen und besitze eine Niederlassungserlaubnis. Am Ende diesen Monats werde ich eine Stelle im Ausland (Asien) beginnen, die zunächst auf ein Jahr befristet ist und nach einem weiteren erfolgreichen Jahr in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übergehen könnte.

Da ich die Niederlassungserlaubnis gerne behalten möchte (meine Eltern und Geschwister leben weiterhin in Deutschland), habe ich die Ausländerbehörde besucht, wo mir mitgeteilt wurde, dass die Niederlassungserlaubis entzogen wird, sobald man seinen Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt und sich für einen unbefristeten Zeitraum im Ausland aufhält.

In dem Fall, dass ich zum Beispiel nach zehn Jahren wieder nach Deutschland ziehe und arbeiten wollen würde, müsse ich wie jeder andere Ausländer eine Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitserlaubnis etc. beantragen.

Das Amt würde mir eine Bescheinigung ausstellen, dass ich nach einem Jahr problemlos wieder einreisen kann und meine Niederlassungserlaubnis erhalten bleibt. Meine Eltern müssen dabei für mich bürgen. Danach wird die Niederlassungserlaubnis unweigerlich entzogen.

Im Internet bin ich auf ähnliche Fälle gestoßen, bei denen es jedoch hieß, dass die Niederlassungserlaubnis NICHT entzogen wird, wenn man sich mindestens 15 Jahre lang rechtmäßig in Deutschland aufgehalten hat, kein Ausweisungsgrund vorliegt und der Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln - also ohne Sozialhilfe o.Ä. - sichergestellt ist.

Meine Fragen sind:

1. Bleibt die Niederlassungserlaubnis nach einem mehrjährigen Auslandaufenthalt bestehen? Wenn ja, kann ich dann in Deutschland wieder ohne weiteres arbeiten, wenn ich eine Stelle finde?

2. Wie könnte ich das Amt davon überzeugen, dass seine Interpretation nicht richtig ist? Bitte nennen Sie die entsprechenden Bestimmungen, wonach ich meine Niederlassungerlaubnis behalten kann.

3. Was kann ich machen, wenn das Amt den Bescheid nach seiner Meinung ausstellt, dass die Niederlassungserlaubnis erlischt? Kann und sollte ich dies sofort anfechten?


Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen


Einsatz editiert am 05.01.2015 11:55:25

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Sie beziehen sich hier offensichtlich auf § 51 des Aufenthaltsgesetzes -
Beendigung der Rechtmäßigkeit des Aufenthalts; Fortgeltung von Beschränkungen - Absatz 2:

"Die Niederlassungserlaubnis eines Ausländers,

- der sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten hat [erlischt] nicht nach Absatz 1 Nr. 6 und 7
[6.: wenn der Ausländer aus einem seiner Natur nach nicht vorübergehenden Grunde ausreist;
7.: wenn der Ausländer ausgereist und nicht innerhalb von sechs Monaten oder einer von der Ausländerbehörde bestimmten längeren Frist wieder eingereist ist]

- wenn deren Lebensunterhalt gesichert ist

- und kein Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 bis 7 oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 bis 11 vorliegt."

[...] Zum Nachweis des Fortbestandes der Niederlassungserlaubnis stellt die Ausländerbehörde am Ort des letzten gewöhnlichen Aufenthalts auf Antrag eine Bescheinigung aus.

Das stimmt schon und müsste bei Ihnen geprüft bzw. beantragt/angefragt werden, beim Ausländeramt.

2.
Sie können dieses so verlangen, wenn die Voraussetzungen vorliegen - ein Ermessen hat die Ausländerbehörde nicht.

Ansonsten liegt das Amt richtig; § 51 Absatz 4 bestimmt: "Nach Absatz 1 Nr. 7 wird in der Regel eine längere Frist [sechs Monate] bestimmt, wenn der Ausländer aus einem seiner Natur nach vorübergehenden Grunde ausreisen will und eine Niederlassungserlaubnis besitzt."

3.
Sie können hier bei Vorliegen der Voraussetzungen des Absatzes 2 Widerspruch und später eine Anfechtungsklage einreichen, am besten anwaltlich.
Über die Rechtsmittel werden Sie in aller Regel schriftlich belehrt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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