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Erlöschen der Niederlassungserlaubnis nach §51 AufenthG vermeiden

22. April 2022 11:22 |
Preis: 45,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


08:39

Ich bin in Deutschland geboren und Lebe seit meiner Geburt hier.
Nun werde ich eine neue Staatsbürgerschaft durch Investition in einem nicht EU-Drittstaat erwerben. Dadurch verliere ich die deutsche Staatsbürgerschaft.
Ich möchte dann einen Aufenthaltstitel nach §38 Abs 1 Nr. 1 AufenthG beantragen und gehen davon aus, dass ich die Voraussetzungen erfülle.
Da ich erst Mitte 40 bin, kann ich mir gut Vorstellen, noch einmal ein paar Jahre im Ausland verbringen zu wollen. Hier stellt sich das Problem des §51 Abs. 1 Nr 6. und 7, nach dem eine Niederlassungserlaubnis verloren gehen kann wenn die Ausreise auf Grund eines nicht vorübergehenden Grundes erfolgt oder länger als 6 Monate dauert.

Hier stellt sich die Frage, ob §51 Abs. 2 AufenthG Anwendung findet, da ich mich zwar 15 Jahre lang rechtmäßig in Deutschland aufgehalten habe, aber eben als Deutscher und nicht als Ausländer. Der Lebensunterhalt ist über mein Gehalt als Geschäftsführer gesichert.
Wird mir also die Zeit, die ich als Deutscher in Deutschland verbracht habe auf die nach §51 Abs. 2 AufenthG geforderte Zeit von 15 Jahren angerechnet?
Falls ja, wäre es sinnvoll, sich sofort eine solche Bescheinigung ausstellen zu lassen, dass man jederzeit ausreisen kann, oder macht die Behörde das erst, wenn man den Wohnsitz/gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland schon aufgegeben hat? Wie weise ich den 15 jährigen Aufenthalt nach?

Danke

22. April 2022 | 12:15

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das sollte durchaus für Sie möglich sein, da Sie in der Tat als dann ehemaliger Deutscher nicht schlechter gestellt werden dürfen im Vergleich zu Ausländern, die einen 15-Jährigen Aufenthalt nachweisen können.
Im Einzelnen:

Der Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels ist innerhalb von sechs Monaten nach Kenntnis vom Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit zu stellen.
Allerdings sollten Sie schon vorher abklären, dass Ihnen durch eine längere Ausreise, also für einen nicht nur vorübergehenden Zeitraum und über sechs Monate hinaus, der Aufenthaltstitel nicht wieder verloren geht. Das geht leider nämlich so nicht direkt aus dem Gesetz hervor, aber in der Tat können Sie nicht schlechter behandelt werden als Ausländer, die 15 Jahre in Deutschland gelebt haben, Sie ja als Deutscher dort gewohnt haben.
Wie gesagt, das wäre aber schon vor dem Antrag abzuklären, dass Sie im Hinblick darauf Rechtssicherheit haben.

Ich habe da leider auch nichts direkt zu finden können, aber eine Schlechterstellung von Ihnen kann es nach meinem Dafürhalten nicht geben, dazu fehlt es an einem nachvollziehbaren Grund.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 22. April 2022 | 15:06

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Eine Rückfrage habe ich noch. Sie hatten sich noch nicht dazu geäußert, wie der 15 jährige Aufenthalt den Behörden nachzuweisen ist. Ebenso wäre interessant, wie viele Monate Gehaltszettel notwendig sind, um die Sicherung des Lebensunterhaltes zu dokumentieren.

Danke & schönes Wochenende

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23. April 2022 | 08:39

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen auf Ihre Rückfrage gerne wie folgt:

Sie haben die Möglichkeit, dass, den 15-Jährigen Aufenthalt bzw. darüber hinaus, sich durch das staatliche Meldeamt bestätigen zu lassen und müssten dann bei der Lebensunterhaltssicherung in der Tat entsprechende Belege vorlegen, dass Sie hinreichende Mittel besitzen, um für Ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.
Das können Sie sich beispielsweise von der Ausländerbehörde ausrechnen lassen, dass so ein Vergleich zwischen Einnahmen und Ausgaben vorgenommen wird.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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