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Erlass = Schenkung?

21.10.2017 17:12 |
Preis: 85,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Hallo,

ich bin in dem Testament meiner Oma zu deren Alleinerben bestimmt worden.

Meine Mutter hätte nur Ihren Pflichtteil erhalten.
Über diesen haben wir nun einen Erlassvertrag geschlossen (schriftlich).

So weit so gut.
Was ist aber wenn Ihr nun irgendetwas passieren sollte?
Ich habe noch zwei Schwestern die von diesem Erlass nichts wissen.

Haben die irgend eine Möglichkeit zu sagen der Erlass ist ja so etwas wie eine Schenkung.
Können die diesen Erlass rückgängig machen?
Oder könnte das dann irgendwie später bei dem Erbe meiner Mutter angerechnet werden?
Zur Info: Der Erlass belief sich auf ca. 150 T Euro.

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Sehr geehrter Fragensteller,

der Erlass des Pflichtteils ist zumindest nach Eintritt des Erbes auch formlos auch ohne Vertrag nach den § 2346 BGB möglich.

Wenigstens den schriftlichen Erlassvertrag sollten sie gut aufheben.

Eine Anrechnung auf das Erbe kommt grds. nur in Betracht, wenn dies im Voraus schriftlich bestimmt ist bzw. im Falle einer Enterbung der Schwestern im Rahmen von Pflichtteilsergänzungsansprüchen - § 2325 BGB.

Es können sich aber durchaus auch steuerrechtliche Aspekte nach dem Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz ergeben, die man beachten sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Saeger
- RA -


Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2017 | 18:09

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Das bedeutet also, dass wenn keine vorherige Bestimmung bzgl. einer Anrechnung besteht, bzw. Enterbung irgendeiner Parzei stattfinden sollte, keine Abrechnung erfolgen würde.

Vielen Dank

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2017 | 18:26

Sehr geehrter Fragensteller,

"Das bedeutet also, dass wenn keine vorherige Bestimmung bzgl. einer Anrechnung besteht, bzw. Enterbung irgendeiner Parzei stattfinden sollte, keine Abrechnung erfolgen würde. "

= genau.

MfG
D. Saeger
- RA -


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