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Erkennungsdienstliche Behandlung - Kann ich das irgendwie abwenden?

20.10.2012 11:53 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Guten Tag,

ich habe folgendes Problem,
Innerhalb eines Jahres habe ich 3 einfache Diebstähle begangen.
1.Diebstahl ( Wert 17€ ) wurde genegn 100€ eingestellt.
2. Diebstahl ( Wert 4€ ) Strafbefehl 30 Tagessätze zu je 20€ )
3. Diebstahl erst vor kurzem ( Wert 11€ ) noch nicht beendet.
Welche Strafe würde mich erwarten?
Nun habe ich von der Polizei einen Brief bekommen zur erkennungsdienstlichen Behandlung aus präventiven polizeilichen Gründen.Ist aber erst eine schriftliche Anhörung,danach entscheidet die Polizei ob sie dies durchführen wird.
Kann ich diese Behandlung irgendwie abwenden? Ich bin seit 1999 psychisch krank und immer in Behandlung und würde dieses nicht durchhalten. Würde ein ärztliches Attest von meiner Psychiaterin diese Behandlung verhindern oder was könnte ich noch tun? Bekäme ich einen Strafverteidiger oder ist es nicht so schlimm? Im Moment bin ich fix und fertig. Falls es zur Verhandlung kommt wollte ich dem Gericht mitteilen, dass ich eine Therapie machen möchte. Könnte ich damit eine Einstellung des Verfahrens erwirken?
Ich bedanke mich schonmal im voraus für Ihre Antwort

Sehr geehrte Ratsuchende,

guten Tag und vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Zunächst kann ich Sie erst einmal beruhigen.

Dass Sie innerhalb eines Jahres bereits zum dritten Mal auffällig geworden sind, ist natürlich nicht sehr schön, eine Freiheitsstrafe brauchen Sie aber meines Erachtens nicht zu befürchten.

Bezüglich des derzeit laufenden Verfahrens kann ich Ihnen nur dringend anraten, zunächst keine Angaben zur Sache zu machen und einen Rechtsanwalt mit Ihrer Verteidigung zu beauftragen. Eine Pflichtverteidigung wird bei Ihnen allerdings wohl nicht in Betracht kommen.

Der Anwalt kann zunächst eine Akteneinsicht nehmen und dann mit Ihnen eine geeignete Verteidigungsstrategie absprechen. Dass Sie psychisch erkrankt sind, kann je nach Art der Erkrankung auch eine Rolle spielen. Sofern z. B. Kleptomanie vorliegt, kann man so ggf. eine Strafmilderung erreichen. Vielleicht liegt auch eine Strafunfähigkeit gem. § 20 StGB vor. Hierfür müssten aber schon besondere Voraussetzungen vorliegen.

Sofern sich Ihre Erkrankung auch auf die Diebstähle auswirken, sollten Sie schon von sich aus eine Therapie anstrengen. Dies kann ebenfalls in der Strafzumessung eine Rolle spielen.

Aufgrund des geringen Schadens kann evtl. auch eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflage erreicht werden. Ansonsten ist mit einer Geldstrafe von 30-50 Tagessätzen zu rechnen, da ein wiederholter Verstoß vorliegt. Eine Freiheitsstrafe halte ich für unwahrscheinlich.

Bzgl. der erkennungsdienstlichen Maßnahme werden Sie wohl nur geringe Chancen haben, diese zu verhindern, da es in kurzer Zeit zu mehreren gleichartigen Vergehen gekommen ist und eine präventive Behandlung nunmehr geboten erscheint.

Sie können im Rahmen der Anhörung natürlich die für Sie günstigen Umstände mitteilen. Wenn Sie aber darlegen krankheitsbedingt zu stehlen, dürfte dies wohl aber eher den Schluss zu lassen, dass mit einer weiteren Tat gerechnet werden kann.

Die Anordnung selber können Sie auf dem Verwaltungsrechtsweg angreifen. Auch hierfür sollten Sie sich rechtsanwaltlich vertreten lassen.

Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen und einen ersten Überblick verschafft.

Mit freundlichen Grüßen aus Achim,

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 21.10.2012 | 08:06

Hallo, danke für Ihre schnelle Antwort. Hier meine Nachfrage.
Was kann die Polizei denn mit so einer Massnahme wie die erkennungsdienstliche Behandlung machen? Zeigt sie die Bilder überall rum? Oder ist das für das nächste Mal gedacht? Und wann wird das denn wieder gelöscht?
Nochmals herzlichen Dank.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.10.2012 | 08:26

Guten Morgen und vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sie haben ja schon selbst geschrieben, dass die Maßnahme nicht der Aufklärung der begangenen Straftat gilt, sondern zur Aufklärung möglicher zukünftiger Straftaten.

Werden also z. B. Fotos von Ihnen gemacht, können diese bei zukünftigen Taten z. B. mit Videoaufzeichungen abgeglichen werden, um Sie als Täterin ermitteln zu können.

Ihre Frage nach der Löschung ist keine Nachfrage, die dem Verständnis gilt, sondern eine neue Frage, welche ich daher nicht beantworten darf.

Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Moritz Kerkmann
Rechtsanwalt


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