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Erhöhung Selbstbehalt bei Kindesunterhalt durch Geburt eines Kindes?

30.06.2014 07:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Auch bei mehreren Kindern bleibt der Selbstbehalt gleich. Es wird das über dem Selbstbehalt liegende Einkommen auf alle Kinder gleichmäßig verteilt.

Minderjährige Kinder gehen allen anderen Unterhaltsberechtigten vor

Hallo, folgender Fall:
Ich habe aus erster Ehe ein Kind, alles ist geklärt, Vater zahlt 241 EUR Unterhalt. Mein neuer Partner betreibt derzeit die Scheidung er hat 3 Kinder (13,6,3). Da er eine besser bezahlte Stelle erhalten hat, wird der Kindesunterhalt neu geregelt. Ich dachte immer, der Unterhalt ist trotz Veränderungen immer für 2 Jahre fest, aber wohl getäuscht.

Nun ist es so, wir bekommen ein Kind, ich nehme die Elternzeit und werde für 24 Monate ca. 600,00 EUR bekommen. Mein Partner verdient netto 2200,00. Vermutlich wird ihm der Selbstbehalt bleiben, der Rest wird dann auf die Kinder und die Noch-Frau verteilt oder?

Ich arbeite derzeit auch und verdiene fast genauso viel wie mein Partner.

Meine Frage ist nun, wenn ich in Elternzeit bin, beträgt sein Selbstbehalt dann auch 1000,00 EUR, wenn er für mich und das Neugeborene mit sorgen muss. Oder wird so gerechnet, dass sein Selbstbehalt von 1000,00 plus meinen 600,00 Elterngeld plus Unterhalt mein Kind aus erster Ehe und das Kindergeld für eine 4 köpfige Familie reichen muss, das wären dann EUR ca. 2200,00 was wir dann hätten?

Oder erhöht der neue Lebensumstand seinen Selbstbehalt von 1000,00 EUR? Und nur der Rest wird dann verteilt? Ich muss dazu sagen, dass diese besser bezahlte Stelle nur befristet für 6 Moante ist, davor hat er ca- 2 Jahre lang zwischen 1500 - 1800 EUR verdient.

Ich würde gerne wissen woran ich nach der Geburt bin, seine Nochfrau arbeitet gar nicht, so dass auch noch Ehegattenunterhalt fällig ist. Wie ist denn dann auch noch die Rangfolge?

Vielen Dank für eine erklärende Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,


Vielen Dank dafür, dass Sie uns Ihr Anliegen anvertrauen.

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Selbstbehalt gegenüber den Kindern bleibt bei 1000 Euro .

Es wird aber das gemeinsame Kind und die Tatsache, dass mehr Unterhaltsberechtigte vorhanden sind berücksichtigt .

Dazu wie folgt


Es ist so, dass der Unterhalt Veränderungen unterliegt.

Er ist nicht für zwei Jahre fest, sondern 2 Jahre sind der Zeitraum, in dem Sie nach dem Gesetz Auskunft normalerweise über die Einkommensverhältnisse des Kindesvaters verlangen können, ohne dass Sie wissen, dass sich etwas geändert hat, also auf gut Glück.

Das ergibt sich aus Paragraf 1605 BGB.




Was den Selbstbehalt anbelangt , so liegt dieser, was den Kindesunterhalt anbelangt bei 1000 Euro, was den Ehegattenunterhalt anbelangt bei 1.100 Euro, was den Unterhalt gegenüber Ihnen als Mutter seines Kindes anbelangt ebenfalls bei 1.100 Euro.


Dieser Selbstbehalt verringert sich nicht, wenn ein weiteres Kind dazu kommt.

Es wird dann vielmehr das über dem Selbstbehalt liegende Einkommen auf alle Unterhaltsberechtigten verteilt.

Das sind Sie die Ehefrau und 4 Kinder.

Nach dem Gesetz ist es so, dass die Kinder hierbei den Vorrang genießen.

Deren Unterhalt wird also zuerst bedient.

Das ergibt sich aus Paragraf 1609 BGB, der die Rangverhältnisse festlegt.

Diese Vorschrift besagt, dass an erster Stelle minderjährige unterhaltsberechtigte Kinder stehen, an zweiter Stelle dann Elternteile, die ein Kind betreuen.

Es wird also das über dem Selbstbehalt liegende Einkommen auf seine 4 Kinder verteilt , wobei auch Ihr gemeinsames Kind mitzählt.

Wenn die besser bezahlte Stelle befristet ist, wird man das daraus resultierende Gehalt nur für die Monate als Bemessungsgrundlage für den Unterhalt nehmen können, in denen er das Einkommen tatsächlich erzielt .

Bekommt er weniger sinkt auch der Unterhalt.


Unterhalt ist eine Prognose für die Zukunft und richtet sich stets nach dem Einkommen, das zur Zeit der Unterhaltszahlung auch voraussichtlich erzielt wird.


Bei den Einkommensverhältnissen Ihres Freundes wird es so sein, das nur der Kindesunterhalt bedient werden kann, und für den Ehegattenunterhalt und für Ihren Unterhalt nichts mehr bleibt.

Der Unterhalt für Ihr gemeinsames Kind ist aber gleichwertig.

Reicht das über dem Selbstbehalt liegende Einkommen nicht für alle Kinder aus erfolgt eine anteilige Kürzung des Kindesunterhalts in einer sog Mangelfallberechnung.

Dabei wird der Unterhalt eines jeden Kindes gekürzt um den Unterhalt an alle gleich zu verteilen.








Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Fachanwältin für Familienrecht

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