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Erbverzicht vor Eintritt des Erbfalls

22.03.2014 21:58 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Weise-Ettingshausen


Guten Tag,

Ich suche einen Weg, auf das Erbe meiner Eltern (inklusive Pflichtteil) zu verzichten, noch bevor der Erbfall eintritt. Wenn ich richtig informiert bin, müssten bei Abschluss eines Erbschaftsverzichtsvertrages meine Eltern mit unterschreiben. Ich rechne mit Widerstand hiergegen. Gibt es auch eine Möglichkeit des Erbverzichts (allgemein oder zugunsten einer anderen Person) zu Lebzeiten des Erblassers bei der der Erblasser nicht seine Zustimmung geben muss? Wie muss ich hierfür vorgehen? (Bitte geben Sie auch die gesetzlichen Grundlagen Ihrer Antwort an.)

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Es ist richtig, dass bei einem Erbschaftsverzichtsvertrag Ihre Eltern ebenfalls unterzeichnen müssen. Dieser Vertrag muss zwingend der notariell beurkundet werden, um überhaupt wirksam zu sein, § 2348 BGB. Soweit Sie jedoch davon ausgehen können, dass Ihre Eltern einen solchen Vertrag nicht schließen werden, besteht lediglich die Möglichkeit der Ausschlagung nach dem Erbfall oder aber ein Vertrag mit anderen Erben.

Die Ausschlagung der Erbschaft können Sie erst nach dem Erbfall erklären. Eine vorher erklärte Ausschlagung ist unwirksam, § 1946 BGB.

Ansonsten bliebe vor dem Erbfall nur die Möglichkeit mit anderen gesetzlichen Erben einen Vertrag über den eigenen Erbteil zu schließen, § 311b Abs. 5 BGB. Dabei kann der eigene Erbteil verkauft oder auch verschenkt werden. Allerdings ist dies nur unter gesetzlichen Erben möglich und bedarf ebenfalls der notariellen Beurkundung.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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