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Erbvertrag durch Testament aushebeln

| 25.10.2017 16:35 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


12:14

Zusammenfassung: Ein notarieller Erbvertrag kann nur durch alle daran Beteiligten aufgehoben werden, nicht etwa einseitig.

Klassiker Erbvertrag wegen Anbau an das Elternhaus, nach dem Tod der Eltern erbt der Sohn das Elternhaus
die Schwester wird ausgezahlt Hälfte sofort andere Hälfte nach Tod
Sohn verpflichtet sich Eltern zu Pflegen.
(keine Sondervereinbarungen ectra.

Nach Tod beider Elternteile taucht nun ein Testament auf.
Nun soll der Lieblingsenkel das Elternhaus geschenkt bekommen, weil der Sohn zwischenzeitlich
geschieden und wiederverheiratet ist.

Datum Testament liegt länger als 15 Jahre zurück.

Der Pflegefall war eingetreten und aus zur vollsten Zufriedenheit der Eltern durchgeführt.
Also alle Bedingungen des Erbvertrag wurden durch den Sohn eingehalten.

Frage kann in diesem Fall der Erbvertrag durch ein Testament (älter 15 Jahre) ausgehebelt werden?
ist die Schenkung gültig?
25.10.2017 | 17:12

Antwort

von


(105)
Am Mittelhafen 16
48155 Münster
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Tel: 0176-614 836 81
Web: http://immoanwalt.nrw
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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

ein Erbvertrag kann grundsätzlich nicht einseitig durch Testament konterkariert werden.

Wurde das Testament zeitlich vor dem Erbvertrag verfasst, so wurde es durch den Erbvertrag insoweit widerrufen, als die Regelungen des Testaments mit dem Erbvertrag im Widerspruch stehen. In diesem Falle gebührt dem notariellen Erbvertrag daher der Vorrang und die "Schenkung" ist wirksam.

Wurde ein (einseitiges) Testament zeitlich nach dem Erbvertrag verfasst, so ist es insoweit unwirksam, als es den durch Erbvertrag notariell vereinbarten Bestimmungen widerspricht. Denn diese Regelungen können nur durch alle am Erbvertrag Beteiligten gemeinsam geändert werden. Auch in diesem Falle ist die "Schenkung" wirksam.

Liegt allerdings ein zeitlich späteres gemeinschaftliches Testament der Eltern vor und haben sie darin den Erbvertrag gültig aufgehoben, was aber nur dann möglich wäre, wenn der Sohn nicht am Erbvertrag beteiligt war, dann könnte in der Tat das Testament Vorrang haben. Allein in diesem Falle kommt es zu Problemen mit der "Schenkung".

Es kommt mithin auf die genaue zeitliche Abfolge an, ferner darauf, wer beim Erbvertrag beteiligt war und darauf, ob ein nur einseitiges oder ein gemeinschaftliches Testament vorliegt. Nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion und teilen mir diese wesentlichen Daten noch mit. Gerne können Sie die Dokumente auch hochladen oder an meine im Profil angegebenen Kontaktdaten schicken.

Ansonsten hoffe ich, dass Sie mit meiner Beratung rundum zufrieden sind.

Mit den besten Grüßen

Dr. Andreas Neumann
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2017 | 10:38

Ganz herzlichen Dank Herr Dr. Neumann,

Der Erbvertrag (1989) wurde vor dem Testament(2000) gemacht.
Der Erbvertrag wurde von Vater Mutter Schwester und ich Sohn unterschrieben.

Das nachträgliche Testament (2000) wurde von Vater und Mutter Unterschrieben, darin soll der Enkelsohn Haus und Grundstück
geschenkt (Jahr 2000) bekommen. Ich habe nun verstanden, dass ein einseitiges Testament keine Gültigkeit hat, weil es
einseitig gemacht wurde, denn ich (Sohn) habe den Erbvertrag(Notariell) mit unterschrieben.

Habe ich das so richtig verstanden?

Meine Frau und ich haben Vater bis zuletzt gepflegt (Mutter bereits vor 5 Jahren verstorben) und alle Bedingungen des Erbvertrags erfüllt, ich habe damals an das Elternhaus angebaut in der Voraussicht, dass ich durch den Erbvertrag Schlusserbe werde.

Vielen Dank im Voraus!

Mir freundlichem Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2017 | 12:14

Sehr geehrter Fragesteller,

vollkommen richtig. Die Änderung konnte vor diesem Hintergrund nicht ohne Ihre Beteiligung unternommen werden.

Gerne verteidige ich Sie gegen die ungerechtfertigte Inanspruchnahme.

Mit den besten Grüßen

Andreas Neumann

Ergänzung vom Anwalt 25.10.2017 | 18:01

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie, ich habe mich an zwei Stellen vertippt: Im zweiten und dritten Absatz muss es richtig "unwirksam" heißen, nicht "wirksam". Das haben Sie sicher aus dem Zusammenhang schon selbst erkannt, möchte ich aber sicherheitshalber klarstellen. Sollte sonst noch etwas unklar sein, so nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion.

Beste Grüße

Andreas Neumann


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