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Erbteilsübertragung und Schenkungssteuer


06.09.2006 17:09 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Meine Mutter ist im Pflegeheim verstorben.Meine Schwester hatte die Vormundschaft.Nach dem Tode meiner Mutter,es war kein Testament vorhanden,hat meine Schwester die Ihr zustehende Hälfte des Hauses mit Grundstück,das schon von mir genutzt wurde,mit einer notariell beglaubigten Erbteilsübertragung mir übertragen.Meine Schwester hatte schon zu Lebzeiten meiner Mutter ein grösseres Grundstück erhalten.
Meine Frage :Fällt bei dieser Erbteilsübertragung im Wert von ca.100000€ Schenkungssteuer an?

-- Einsatz geändert am 07.09.2006 12:38:37

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Sehr geehrte[r] Ratsuchende[r],

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Nach § 1 Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz unterliegen der Erbschaftssteuer (Schenkungssteuer)die Schenkungen unter Lebenden. Die Steuer entsteht nach § 9 ErbStG bei Schenkungen unter Lebenden mit dem Zeitpunkt der Ausführung der Zuwendung.

Die Schenkung ist eine Zuwendung, durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert und beide Teile darüber einig sind, dass die Zuwendung unentgeltlich erfolgt.
Unentgeltlichkeit bedeutet hierbei Unabhängigkeit der Leistung von einer Gegenleistung im Verhältnis zwischen Schenker und Erwerber.
Wer für seine Leistung eine (Gegen)Leistung erhält, leistet gegen Entgelt.
Wenn Ihnen der Erbteil von Ihrer Schwester unentgeltlich zugewendet worden ist, würde dies einen (schenkungs)steuerpflichtigen Erwerb darstellen.

Bei einem Wert des steuerpflichtigen Erwerbs von EUR 100.000,00 würde sich der steuerpflichtige Erwerb um einen persönlichen Freibetrag reduzieren.
Sie würden in die Steuerklasse II fallen und Ihr Freibetrag würde sich auf EUR 10.300,00 belaufen (vgl. anliegend § 16 ErbStG).


§_16 ErbStG Freibeträge

(1) Steuerfrei bleibt in den Fällen des § 2 Abs.1 Nr.1 der Erwerb

1. des Ehegatten in Höhe von 307.000 Euro;
2. der Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr.2 und der Kinder verstorbener Kinder im Sinne der Steuerklasse I Nr.2 in Höhe von 205.000 Euro;
3. der übrigen Personen der Steuerklasse I in Höhe von 51.200 Euro;
4. der Personen der Steuerklasse II in Höhe von 10.300 Euro;
5. der Personen der Steuerklasse III in Höhe von 5.200 Euro.

(2) An die Stelle des Freibetrags nach Absatz 1 tritt in den Fällen des § 2 Abs.1 Nr.3 ein Freibetrag von 1.100 Euro.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte und verbleibe


mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

http://www.kanzlei-roth.de/
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