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Erbteilskauf

| 15.04.2020 09:30 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


14:46

Wir sind 3 Erben A,B,C zu gleichen Teilen in alter Erbengemeinschaft. Das Erbe besteht aus einer Immobilie sowie landwirtschaftlichen Grundstücken, kein Landwirtschaftsbetrieb.

A möchte den Erbteil von B kaufen unter Einräumung eines lebenslangen Wohnrechts für B.
A möchte den hälftigen Anteil von C kaufen.

Im Ergebnis sollen vom bisherigen Erbe 5/6 bei A und 1/6 bei C liegen.

Was wäre denn der einfachste oder auch günstigste Weg?
Muss dafür im Vorfeld die Erbengemeinschaft aufgelöst werden?

15.04.2020 | 10:08

Antwort

von


(1215)
Aachener Strasse 585
50226 Frechen-Königsdorf
Tel: 02234-63990
Web: http://www.ra-raab.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Um das von Ihnen angestrebte Ziel zu erreichen, gibt es keine Vielzahl von Möglichkeiten, unter denen man auswählen kann.

Die drei Erben bilden eine so genannte ungeteilte Erbengemeinschaft. D.h., jeder der drei Erben hat den gleichen Anteil am Nachlass, also ein Drittel.

Wenn Person A die Erbteile (ein Drittel) von B erwerben will, bedarf es diesbezüglich eines notariellen Vertrags. Das gilt in gleicher Weise hinsichtlich des Erwerbs des hälftigen Erbteils der Person C. Im Rahmen der notariellen Beurkundung kann selbstverständlich der Person B auch ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt werden. D.h., die Erben müssen einen Notarvertrag schließen, der im Ergebnis dazu führt, dass das Ziel, das Sie hier beschreiben, erreicht wird. Für den Notar ist das eine normale Routineangelegenheit.

Wie oben schon gesagt, gibt es zu dieser Vorgehensweise keine Alternativen. Ich hier handelt es sich um Grundstücksgeschäfte, die der notariellen Beurkundung kraft Gesetzes dürfen.


2.

Eine Auflösung der Erbengemeinschaft im Vorfeld bedarf es nicht.

Der Notarvertrag, der den Vorstellungen der drei Erben Rechnung trägt, führt zumindest zu einer teilweisen Auflösung der Erbengemeinschaft.

Nach Abschluss des Notarvertrags übernimmt A die Erbteile von B mit der Rechtsfolge, dass B nicht mehr Mitglied der Erbengemeinschaft ist.

Die Person C dagegen bleibt mit dem hälftigen Anteil ihres Erbes gemeinsam mit A Mitglied der zwischen A und C nach Abschluss des Notarvertrag bestehenden Erbengemeinschaft.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 17.04.2020 | 13:21

Sehr geehrter Herr Raab,
also ist es auch problemlos mit dem Fortbestehen der Erbengemeinschaft möglich, dass nur der halbe Erbteil von C durch A erworben wird?
Die Notarin ist der Auffassung, dass Bruchteile von Anteilen so nicht übertragen werden können.Es müsse die gesamte Erbengemeinschaft ihre Anteile verkaufen und zwar an die Erwerber A zu 5/6 und C zu 1/6, damit das gewünschte Ergebnis entstehe. Damit müsse die Erbengemeinschaft aufgelöst und zu einer Eigentümergemeinschaft gemacht werden.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.04.2020 | 14:46

Sehr die geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Das, was Sie die beiden Miterben erreichen wollen, ist rechtlich selbstverständlich möglich.

Die dahinter stehende Rechtskonstruktion ist aber weitaus komplizierter und differenzierter, als es zunächst scheinen mag.

Sie und die beiden Miterben bilden, wie ich Ihnen mitgeteilt hatte, eine so genannte ungeteilte Erbengemeinschaft. D.h., jeder ist mit einem Drittel an dieser Erbengemeinschaft beteiligt.

Um das von Ihnen angestrebte Ziel zu erreichen, muss die Erbengemeinschaft, so wie sie jetzt besteht, beendet werden. Schließlich soll eine neue Erbengemeinschaft, bestehend aus den Personen A und C begründet werden.

Das, was Sie erreichen wollen, geschieht gewissermaßen in einem Zug durch Auflösung der Erbengemeinschaft, so wie sie jetzt besteht und durch Begründung einer neuen Erbengemeinschaft, wie sie gewünscht ist. Das ist ein zusammenhängender Komplex.

So wie Ihre Notarin das formuliert hat, ist es rechtlich vollkommen richtig.

Vom Ergebnis her werden Sie von dem rechtlichen Konstrukt, sieht man einmal von den Verträgen ab, nichts merken.


2.

Ihre Frage, ob im Vorfeld die Erbengemeinschaft aufgelöst werden müsse, habe ich dahingehend verstanden, dass Sie zunächst eine Auflösung der Erbengemeinschaft erreichen müssten um, irgendwann später, das Ergebnis, das Sie wünschen, zu erzielen. Das ist definitiv, so wie ich geschrieben habe, nicht erforderlich.

Nochmals: Die Auflösung der Erbengemeinschaft und die avisierten Verkäufe können in einem Komplex zusammengefasst notariell beurkundet werden. Das sind aber die rechtlichen Feinheiten, die für die Erben letztlich zweitrangig, wenn nicht gar uninteressant sind.

So wie die Notarin das rechtlich auflöst, ist es schon richtig.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 18.04.2020 | 08:53

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 18.04.2020
5/5,0

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