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Erbteil verkaufen bei Haus auf Erbpachtgrundstück

25. Mai 2022 20:04 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


23:39

Zusammenfassung:

Mitglieder einer Erbengemeinschaft können über Ihren Erbteil als Ganzes, nicht jedoch über Anteile an einzelnen Nachlassgegenständen verfügen. Die Erbengemeinschaft muss sich zunächst auseinandersetzen oder gemeinschaftlich veräußern.

Ist es möglich, meinen Anteil am geerbten Einfamilienhaus, das mein Bruder und ich zusammen geerbt haben, zu verkaufen, auch wenn es auf einem Erbpachtgrundstück steht?
Wie ist die rechtliche Lage (gesetzliche Quellenangabe) und wer kauft Erbteile an?

25. Mai 2022 | 20:44

Antwort

von


(63)
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55128 Mainz
Tel: 015120509460
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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung der von Ihnen zur Verfügung gestellten Informationen möchte ich nachfolgend gerne die von Ihnen gestellte Anfrage beantworten.

Beachten Sie jedoch bitte, dass im Einzelfall weitergehende Informationen für eine fundiertere Einschätzung der Rechtslage erforderlich sein können und dass das Fehlen relevanter Informationen dazu führen kann, dass die Einschätzung unter Berücksichtigung solcher Informationen eine andere sein könnte. Auch kann diese Einschätzung in vielen Fällen ein persönliches Beratungsgespräch nicht ersetzen.

Die Rechtslage stellt sich hier wie folgt dar:

Das deutsche Erbrecht ist so ausgestaltet, dass mehrere Erben eine Erbengemeinschaft bilden, § 2032 Abs. 1 BGB. Es handelt sich hierbei um eine sog. Gesamthandsgemeinschaft. Anders als etwa im Falle einer Bruchteilsgemeinschaft können die einzelnen Mitglieder hier lediglich über Ihren Erbteil, nicht jedoch den Anteil an den einzelnen Vermögensgegenständen verfügen, § 2033 Abs. 2 BGB. Daher ist die (erfüllbare) Veräußerung eines Anteils am Grundstück bzw. hier am Erbbaurecht zunächst nicht möglich.

Möglich ist dies freilich im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen den Miterben. Wollen Sie also den ganzen Erbteil veräußern, so kann ein Interessent im Rahmen der Auseinandersetzung auch das gesamte Grundstück erhalten, notfalls im Wege der Teilungsversteigerung. Bitte beachten Sie auch, dass der Verkauf des Erbbaurechtes in vielen Fällen von der Zustimmung des Grundstückseigentümers abhängig ist (vertraglich geregelt).

Wer Erbteile kauft, kann ich Ihnen pauschal nicht beantworten. Besteht die Erbmasse lediglich aus dem Grundstück und möchte der Käufer dieses letztlich erhalten, wäre ein Interesse schon denkbar. Insoweit sind potentielle Investoren vielleicht geeignete Ansprechpartner. Eventuell kann Ihnen ein Maklerbüro Kontakte vermitteln (dann will dieses aber auch finanziell partizipieren) - nur eine Idee.


Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen bestmöglich geholfen zu haben und wünsche Ihnen alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lenz
-Rechtsanwalt-


Rechtsanwalt Christian Lenz

Rückfrage vom Fragesteller 25. Mai 2022 | 23:31

Sehr geehrter Herr Lenz,
das war nicht die Frage.
Es geht um das Haus, nicht um das Grundstück.
Das Haus ist das Erbe, das Grundstück ist gepachtet.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25. Mai 2022 | 23:39

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nachfrage.
Ich habe mich wahrscheinlich nicht dezidiert genug ausgedrückt.

"Das Haus" ist hier das Erbbaurecht. Dieses ist Teil des Nachlasses. Anteile am Erbbaurecht (grundstücksgleiches Recht) können im Falls einer Erbengemeinschaft nicht als solche veräußert werden, § 2033 Abs. 2 BGB. Ich gehe davon aus, dass hier kein Pachtvertrag vorliegt, sondern ein Erbbaurecht (früher auch als "Erbpacht" bekannt).

Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Frage nunmehr?

Freundliche Grüße

Christian Lenz

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